Mercedes-Benz C-Klasse

Mercedes-Benz C-Klasse

Charmeur

Autotest | Ein Firmenwagen sollte in erster Linie wirtschaftlich sein. Das bedeutet, dass ein niedriger Preis pro Kilometer, ein repräsentatives Aussehen, Komfort und Sicherheit wichtig sind. Was oft vergessen wird, ist, dass man in einem Firmenwagen oft mehr Zeit verbringt als beim reinen Pendeln. Die neue Mercedes-Benz C-Klasse geht daher einen Schritt weiter und umgarnt den Fahrer mit höchstem Komfort. Autozine wurde verführt ...
 

Was die völlig neue Mercedes-Benz C-Klasse so verführerisch macht, ist nicht das Aussehen. Natürlich, das Auto sieht viel besser aus als die vorherige Generation. Ganz dem Stil der neuen E- und S-Klasse entsprechend, hat die C-Klasse eine unverwechselbare Ausstrahlung, die Eleganz mit natürlichen Linien zu kombinieren weiß. Vor allem bei dem strahlend weißen Testwagen ist das Linienspiel ganz wunderbar!

Es ist aber vor allem die Innenausstattung, mit welcher die C-Klasse wie kein anderer zu verführen weiß. Bis vor kurzem waren es nur die teureren Mercedes-Modelle, die den Insassen in einem Kokon aus Leder, Holz und Chrom umarmten. Die C-Klasse verleiht nun das gleiche privilegierte Gefühl. Dies ist die Art von Fahrzeug, in der viele Menschen gern so viel Zeit wie möglich verbringen möchten; und das ist genau so, wie es bei einem Firmenwagen sein sollte! Dank des erhöhten Radstands (8 cm) ist der Innenraum deutlich vergrößert, und insbesondere im Fond bietet die C-Klasse jetzt den (Bein-)Raum, der bisher fehlte.

Mercedes-Benz C-Klasse

Ausstattung

Es bleibt nicht beim Erscheinungsbild allein. Die C-Klasse kommt jetzt auf Wunsch mit all den Luxus- und Sicherheitsfunktionen der größeren Modelle daher. Die C-Klasse ist außerdem auch das erste Modell mit einer Ergänzung des bestehenden Kontrollknopfes ("Comand-Controller"), mit dem Audio, Navigation und Kommunikation bedient werden. Die C-Klasse kann auch mit einem "Touch-Pad" ausgestattet werden. Dieses bietet Handschrifterkennung als zusätzliches Feature. Insgesamt bietet all das keine zusätzlichen Funktionen, aber eine größere Auswahl für den Fahrer.

Optional steht ein Premium-Audiosystem von "Burmester" zur Verfügung. Es ist das erste Mal, dass dieser führende Hersteller der Hi-Fi-Welt ein Auto in dieser Preisklasse ausstattet. Zuvor war ein Soundsystem von Burmester fast teurer als eine ganze C-Klasse. Der Unterschied in der Klangqualität ist daher sofort deutlich: Die extreme Helligkeit und der unheimliche Realismus, für welche Burmester bekannt ist, fehlen. Allerdings ist der Mehrwert gegenüber dem Standard-Audio-System nicht zu leugnen, somit ist dies in der Tat ein großer Vorteil.

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Eine weitere wertvolle Option ist das "Head-up-Display", mit dem wichtige Informationen wie Geschwindigkeit und Anweisungen des Navigationssystems in das Sichtfeld des Fahrers projiziert werden. Das funktioniert in der Praxis so gut, dass die ganzen traditionellen Anzeigen überflüssig erscheinen.

Benziner

Was die C-Klasse innerhalb des Angebots von Mercedes-Benz einzigartig macht, sind die im Vergleich zur hochwertigen Ausrüstung eher bescheidenen Dies gilt insbesondere für den "C200". Dieser vierzylindrige 2,0-Liter-Benziner hat, bescheiden ausgedrückt, einen unverwechselbaren Charakter. So ist der C200 so leise, dass er buchstäblich fast unhörbar ist. Nur ein Blick auf den Drehzahlmesser zeigt, dass der Motor tatsächlich läuft. Erneut drängt sich die Ähnlichkeit mit den größeren Modellen von Mercedes-Benz auf.

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Bei niedrigen Drehzahlen ist aber kaum Leistung verfügbar, weshalb sich der C200 ausgesprochen träge anfühlt. Die Sprintzeit, z. B. 100 auf 120 km/h im sechsten Gang, sollte man nicht mit einer Stoppuhr, sondern mit einem Kalender messen. Gleichzeitig zeigt der Motor eine enorme Flexibilität: Auch mit einer (sehr) niedrigen Drehzahl stottert der Motor nie.

Wenn jedoch zurückgeschaltet wird und der Drehbereich über 4000 Umdrehungen pro Minute kommt, gibt sich der C200 lebendig, schnell und sogar aggressiv. Der Vorteil dieser Wahl ist, dass der Fahrer in der Regel dazu aufgefordert wird, sparsam zu fahren, das Auto aber immer genügend Reserven hat, wenn es darauf ankommt. Aufgrund dieser zwiespältigen Natur ist der C200 sicherlich kein Auto, das man ungeprüft kaufen sollte.

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Diesel

Die neue C-Klasse ist auch als Hybrid erhältlich. Mercedes hat sich dabei für eine viel gefragte, aber noch kaum angebotene Kombination entschieden, nämlich die eines Dieselmotors mit einem Elektromotor. Weil ein Diesel-Motor viel mehr Drehmoment hat als ein Benziner, ist es schwierig, den Übergang vom Dieselmotor zum Elektromotor reibungslos ablaufen zu lassen.

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Mercedes-Benz hat dieses Problem teils gelöst, indem der Elektromotor hauptsächlich als Hilfsmotor eingesetzt wird. Technisch gesehen ist der "C300 BlueTec Hybrid" in der Lage, voll elektrisch zu fahren, aber in der Praxis ist der Diesel fast immer aktiv.

Der von Mercedes-Benz angegebene Kraftstoffverbrauch von 3,6 Litern pro 100 km ist darum kaum zu realisieren (Testverbrauch: 6,2 Liter pro 100 km). Im Gegensatz dazu stehen die hervorragenden Leistungen. Dank des Elektromotors ist der 2,1-Liter-Diesel viel stärker, ohne dass der Verbrauch wesentlich höher ist, aber ein Wirtschaftlichkeitswunder ist er nicht.

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Neben dem modernen Hybrid ist auch ein alter bekannter 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel lieferbar. Dieser hat in der Praxis einen ruhigeren, anspruchsvolleren Lauf als der Hybrid. Obwohl das Leistungsniveau entscheidend niedriger ist, gilt dies auch für den Verbrauch und den Lärm. Wer ruhig mit dem Verkehr fährt, verbraucht maximal 5,0 Liter pro 100 km.

Straßenlage

Trotz der erheblich größeren äußeren Abmessungen fühlt sich die C-Klasse auf jeden Fall nicht wie ein großes Auto an. Auch in der Stadt ist diese 4,7 Meter lange Limousine bemerkenswert einfach zu handhaben. In der Tradition der Marke ist die Standard-C-Klasse eine kluge Wahl für Komfort. Dabei ist der gefühlte Abstand zwischen dem Fahrer und der Mechanik sehr groß. Das Auto macht die Arbeit, gibt dem Fahrer nur Anweisungen und verlässt sich blind auf die Technik. Letzteres ist nicht unberechtigt, die Straßenlage ist nämlich ausgezeichnet.

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Wer das Auto mit mehr Gefühl will, wählt das Sportfahrwerk. Dieses ist 15 mm tiefer und viel steifer. Nun schwebt die C-Klasse nicht mehr, und Unebenheiten auf der Straße machen sich genauso wie der Betrieb der Mechanik deutlich bemerkbar. Dies gibt dem Fahrer viel Gefühl für das Auto und erhöht so den Fahrspaß.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann sich für das adaptive Fahrwerk ("Airmatic") entscheiden. Mittels "Agility Control" wählt der Fahrer einen komfortablen, normalen oder sportlichen Charakter. Der Mehrwert liegt darin, dass das Komfort-Niveau höher ist als beim üblichen Fahrgestell, wobei das Auto noch schärfer reagiert als in der sportlichen Version. Damit weiß die C-Klasse den Fahrer immer wieder aufs Neue zu bezaubern.

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Fazit

Mercedes-Benz stellt die komplett neue C-Klasse vor. Mehr denn je weiß die C-Klasse mit anspruchsvollen Materialien und moderner Elektronik zu verführen. Das "Mercedes"-Gefühl ist immer voll da.

Die Motorenpalette wurde erweitert. Der "C200"-Benziner ist immer ruhig und komfortabel, aber kann sich auch von seiner sportlichen Seite zeigen, wenn er dazu aufgefordert wird. Der "C300 BlueTec Hybrid" kombiniert einen Dieselmotor mit einem Elektromotor, um bessere Leistungen zu erzielen, ohne dass der Verbrauch unverhältnismäßig steigt. Der "C200 CDi" (Diesel) wird sicher zum Bestseller, da dieser die beste Kombination aus guter Leistung und niedrigem Verbrauch bietet.

Auch bei den Fahreigenschaften ist es vor allem das Maß an Raffinesse, mit die neue C-Klasse einen großen Schritt vorwärts macht. Dank "Agility Control" kann der Fahrer nun einen ausgesprochen komfortablen oder sportlichen Charakter wählen. Damit wurde die C-Klasse noch vielseitiger und ist in der Lage, mit ihrem Charme eine noch größere Gruppe von Käufern anzusprechen.

plus
  • Leise und komfortabel
  • Privilegiertes Gefühl
  • Moderne, brauchbare Technik
min
  • Nur speziell mit (teuren) Optionen

Alternativen

Audi A4Audi A4