Mazda CX-5
Ein handwerklicher Mazda
Indem man zwei neue Autos einführt! Der CX-5 ist und bleibt der Mittelklasse-SUV von Mazda mit vertrauter Technik und vertrauter Optik. Darüber hinaus führt Mazda den CX-6e" ein. Das ist ebenfalls ein Mid-Size-SUV, aber mit futuristischem Look und Elektroantrieb. Damit bedient Mazda sowohl konservative als auch progressive Käufer und muss keine Kompromisse eingehen.
Der neue CX-5 verwendet wieder Mazdas "Kodo"-Stil. Dieser besteht aus fließenden, fast organischen Linien, die mit technischen Elementen durchsetzt sind. Die dritte Generation des CX-5 ist daher neu, aber auch sofort als CX-5 zu erkennen. Weil die Proportionen von Glas, Blech und Rädern gleich geblieben sind, fällt es nicht sofort auf, dass der CX-5 deutlich gewachsen ist. Die neue Generation ist 11 cm länger und hat einen 12 cm längeren Radstand.
Platz
Das macht sich im Innenraum deutlich bemerkbar! Der Kofferraum ist nicht nur groß, sondern dank der großen Heckklappe auch leicht zugänglich. Ähnliches gilt für die Rückbank: Die hinteren Türen sind größer geworden, was den Einstieg in den Fond erleichtert. Die Kopffreiheit im Fond ist gut, die Beinfreiheit sogar ausgezeichnet. Das Platzangebot vorne ist für ein Auto dieser Größe durchschnittlich. Wegen des großen Lenkrads, des hohen Sitzes und des Glasdachs fühlt sich der CX-5 jedoch größer an. Wie andere Mazda-Autos kann auch der CX-5 den Fahrersitz automatisch an die Körpergröße des Fahrers anpassen. Und wie bei anderen Mazda-Fahrzeugen führte dies zu einer angenehmen Sitzposition für den Testfahrer.
Das Layout des Armaturenbretts ist geradezu innovativ. Es gibt nur noch wenige Knöpfe, denn die meisten Funktionen werden vom Lenkrad aus und über das große zentrale Display (12 Zoll bei der normalen Version, 15 Zoll bei der hier gefahrenen "Homura"-Version) gesteuert. Nach Ansicht von Autozine hat Mazda ein gutes Gleichgewicht zwischen der Bedienung über den Bildschirm und über die Tasten gefunden, denn häufig genutzte Funktionen sind immer zur Hand. Darüber hinaus können viele Funktionen über den Sprachassistenten aktiviert werden.
Dazu setzt Mazda auf Android Automotive. Der japanische Hersteller entwickelt sein Audio-, Kommunikations- und Navigationssystem nicht mehr selbst, sondern lagert dies komplett an Google aus. Der Nachteil ist der Verlust der Privatsphäre (lesen Sie die Geschäftsbedingungen und erschaudern Sie!) und Bedenken hinsichtlich der langfristigen Nutzbarkeit. Denn Mazda kann sich nicht zu Aktualisierungen des Betriebssystems äußern, obwohl diese das gesamte System schon nach wenigen Jahren unbrauchbar machen könnten. Vergleichen Sie dies mit der Notwendigkeit von Updates für ein Android-Smartphone. Wenn keine Updates mehr verfügbar sind, funktioniert das Smartphone nach und nach immer schlechter, und so ist es auch mit Android im Auto.
Der Vorteil dieser Konfiguration: ein ausgezeichnetes Navigationssystem, das intelligente Routen plant, genau weiß, wo Staus sind und sehr flexibel bei der Eingabe von Zielen ist. Ein Firmenname, eine Ortsbeschreibung oder, falls nötig, ein falsch geschriebener Straßenname reichen aus. Auch die Integration mit Android-Telefonen (nur Android-Telefone!) ist perfekt, denn alle mit einem Google-Konto verknüpften Daten sind direkt im Auto verfügbar. Der intelligente sprachgesteuerte Assistent ist intelligenter als die anderer Hersteller, da das gesamte Wissen der Google-Suchmaschine dahinter steckt.
Motor
Mit dem CX-5 und CX-6e bietet Mazda zwei Extreme an. Der CX-6e ist ein reines Elektroauto. Der CX-5 wird vorerst von einem normalen Benzinmotor angetrieben. Der "e-SkyActiv-G" ist ein Vierzylinder-Benzinmotor mit einem Hubraum von 2,5 Litern, der nur 141 PS / 238 PS leistet. Das scheint eine unlogische Konstruktion zu sein, aber Mazda sieht, dass der CX-5 oft als Zugfahrzeug eingesetzt wird. Nach Angaben des Herstellers ist der Verbrauch dank dieser unkonventionellen Auslegung bei sehr intensiver Nutzung (schwerer Anhänger, schwere Ladung, lange Strecke, hohe Geschwindigkeit) geringer. Ein Start-Stopp-System und die Zylinderabschaltung sollen den Verbrauch leicht senken.
Dennoch verbraucht der CX-5 auf dem Papier 7 Liter pro 100 km, und der Testverbrauch ohne Anhänger und mit nur zwei Personen an Bord lag bei 8,6 Litern pro 100 km. Laut Mazda wollen die Kunden einen gutmütigen Motor, deshalb wird die Leistung sehr langsam aufgebaut. Auch der Charakter des Automatikgetriebes ist darauf abgestimmt (ein Druck auf die "Sport"-Taste hat kaum Wirkung). Das alles geht auf Kosten der Lebendigkeit, kommt aber dem Komfort zugute. Apropos Komfort: Die Fahrgeräusche sind stark reduziert.
Fahrverhalten
Mazda verbaut Stoßdämpfer, die je nach Geschwindigkeit härter oder weicher sind. Die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten ist daher mehr als ausreichend. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten ist die Federung relativ weich, was dazu führt, dass sich die Karosserie stärker neigt als bei den auf Sportlichkeit getrimmten SUVs. Wegen der weichen Federn hebt sich die Nase beim Beschleunigen, und auch deshalb kam es trotz der begrenzten Motorleistung mehr als einmal zu ungewolltem Durchdrehen der Räder (der Test fand bei kaltem und nassem Wetter statt).
Mazda wollte den CX-5 vor allem auf schlechten Straßen komfortabler machen, und das ist ihm auch gelungen. Ein zusätzlicher Vorteil: Weil das Auto so komfortabel und das Fahren so einfach ist, ermüdet der CX-5 auch nach vielen Stunden (Test-)Fahrt nicht.
Fazit
Wie schafft es Mazda, innovativ zu sein, ohne sich vom Kunden zu entfremden? Indem er nicht nur einen, sondern gleich zwei neue mittelgroße SUVs vorstellt. Der CX-6e ist innovativ, während der CX-5 konservativ ist. Das Aussehen ist auf Anhieb vertraut und der Antriebsstrang ist konventionell mit bewährter Technik. Das Platzangebot und die Geräuschdämmung wurden erheblich verbessert.
Aber es gibt noch mehr! Da Mazda nun zwei mittelgroße SUVs anbietet, ist der CX-5 noch mehr auf den Einsatz als Zugfahrzeug und Reisefahrzeug ausgerichtet. Der Antriebsstrang scheint sich im Vergleich zum vorherigen CX-5 kaum verbessert zu haben, aber die Unterschiede werden nur beim Ziehen eines Anhängers deutlich, so der Hersteller. Bei sehr intensiver Nutzung sei der Verbrauch geringer als bisher. Und mit Blick auf abenteuerliche Fahrten ist das Fahrwerk besser auf schlechte Straßen abgestimmt.
Kurzum: Der neue Mazda CX-5 ist wie ein handwerkliches Produkt: fachmännisch verarbeitet und mit Respekt vor der Tradition.
- Komfortabel
- Neu und doch vertraut
- Geräumig, besonders im Fond
- Leicht in der Nase
- Teurer in der Anschaffung und Nutzung als ein Elektroauto
- Bedenken hinsichtlich Zukunftssicherheit und Datenschutz Android-System

