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Mehr vom gleichen anzubieten ist keine Garantie für Erfolg.
Natürlich hätte Citroën eine Kopie von einem
klassischen deutschen Wagen machen können, aber dann wäre
es kein Citroën. Deshalb hat Citroën den eigenen CS5
nicht als Basis für den DS5 genommen.
Statt dessen hat Citroën den erfolgreichen DS4 genommen und
gab ihm eine größere Spurbreite und einen
größeren Radstand. Die Karosserie ist weder eine
Limousine noch ein Steilheck, sondern ähnelt noch am
stärksten einem "shooting break" (einem
stromlinienförmigen Kombi).
Die Karosserie ist nicht nur äußerst aerodynamisch,
sondern vor allem sehr schön vollendet. Achten Sie zum
Beispiel auf die Linie (in einer Farbe Ihrer Wahl!) vom
Scheinwerfer zur Außenspiegel. Die Reifen mit dem "Paddel"
auf dem Testwagen sind für sich genommen schon wahre
Kunstwerke.
Interieur
Auch das Interieur unterscheidet sich von "Premium"-Modellen
anderer Hersteller. Natürlich wurden hochwertige Materialien
benutzt, und die Vollendung ist von hohem Niveau, doch das sind die
einzigen Übereinstimmungen mit anderen Premium-Modellen.
So ist der Sitz etwas höher als üblich. Das gibt eine
bessere Sicht im Straßenverkehr, was auf längeren
Strecken weniger anstrengt. Leider bedeutet das auch, dass der
Kopraum vorne nur mäßig ist. Während der Testfahrt
wurde der Knopf für die Höheneinstellung des Fahrersitzes
vergeblich immer wieder eingedrückt in der Hoffnung, den Sitz
heimlich doch noch ein bisschen niedriger zu bekommen. Eine
Lendenstütze fehlt, was auf längeren Strecken für
den Rücken unbequem ist. Der Beinraum auf dem Rücksitz
lässt auch zu wünschen übrig.
Das Armaturenbrett ist um den Fahrer und den Beifahrer herum
gebaut, um das Gefühl eines Cockpits zu vermitteln. Um dieses
Gefühl noch zu verstärken, sind Kippschalter im
Mitteltunnel und sogar im Dach zu finden. Trotz des
ungewöhnlichen Entwurfs sind alle Funktionen einfach zu
bedienen. So fühlt sich der Fahrer schnell wie zu Hause. Nur
das ungewöhnlich große Lenkrad bleibt ein wenig
fremd.
Eine andere Verbindung zur Luftfahrt ist das "head-up" Display,
wodurch die Geschwindigkeit in den Sichtbereich des Fahrers
projiziert wird, um das Fahren weniger anstrengend zu machen.
Straßenlage
Der DS5 möchte anders sein als andere, und wenn es um den
Komfort geht, lässt der C5 kaum etwas zu wünschen
übrig. Deswegen bietet der DS5 keinen extra Komfort, sondern
vor allem mehr Fahrvergnügen.
Nach genau einer Kurve hat der DS5 schon
überzeugt! Das Gefühl im Lenkrad ist nicht nur
einfach gut. Auch nach einem ganzen gefahrenen Tag bleibt jede
Kurve ein Vergnügen. Das ist auch der Verfeinerung der
Federung und dem (strammen) Fahrgestell zu verdanken. Obwohl der
DS5 sicherlich zum schnellen Kurvenfahren herausfordert, ist die
Straßenlage nicht besser als bei Konkurrenz wie der BMW
3er-Serie oder dem Lexus IS. Insbesondere auf
Straßenschäden kann der DS5 etwas hüpfen.
Auf der Autobahn ist die Straßenlage bemerkenswert gut.
Ohne wesentliche Korrekturen mit dem Lenkrad bleibt der DS5 gerade
in der Spur, was dem Komfort zu Gute kommt. Die Rückfahrkamera
ist, die mäßige Sicht im Innenspiegel betrachtet, kein
überflüssiger Luxus.
Hybrid4
Auch unter der Motorhaube ist der Citroën DS5 eigensinnig.
Das gilt vor allem für den "Hybrid4". Das ist eine
Hybrid-Version, die sich von den bislang bekannten Hybridfahrzeugen
unterscheidet. Die Theorie bleibt gleich: ein Elektromotor ist
effizient in der Stadt, ein Verbrennungsmotor ist besser für
die Autobahn geeignet. Durch die Kombination der beiden kann der
Verbrauch erheblich niedriger werden.
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Das Problem bei Hybrid-Antrieben besteht darin, die Kraft zweier
Motoren auf eine Achse zu übertragen, wobei einer davon ein
Dieselmotor ist.
Zusammen mit Peugeot löst Citroën dieses Problem
ebenso einfach wie effektiv: Der Dieselmotor treibt die
Vorderräder an, der Elektromotor die Hinterräder. Es
bleibt die Herausforderung, beide Motoren auf dieselbe Drehzahl zu
bringen. Bei voller Beschleunigung klappt das nicht sehr gut; dann
ist ein leichtes Beben der Antriebseinheit spürbar. Im
"Sport"-Modus ergänzen sich beide Motoren - das macht
den DS5 zu einem durchaus schnellen Auto.
Ein weiterer Vorteil der Citroën "Hybrid4"-Technik
ist, dass das Auto über Allradantrieb verfügt. Zwar macht
die geringe Bodenfreiheit Off-Road fahren unmöglich, lockerer
Sand ist jedoch kein Problem. Durch die Aktivierung des
"Zev"-Modus entscheidet sich der Fahrer dafür, den
Elektroantrieb zu bevorzugen. Das reicht für 3 km bei einer
Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.
Der "Hybrid4" braucht nie an der Steckdose geladen zu
werden. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, wird
die Bewegungsenergie der Räder in Elektrizität umgesetzt.
Obwohl alle Hybridwagen diesen Trick benutzen, ist es beim DS5
erheblich stärker spürbar, weil das Auto sehr deutlich
mit der Geschwindigkeit heruntergeht. Dadurch gewinnt der DS5 in
dem Moment mehr Energie zurück als andere Hybride. Auch
deswegen kann der Elektromotor öfter benutzt werden. Der
Testverbrauch war, trotz anspruchsvoller Strecke, 5,6 Liter pro 100
km (Herstellerangabe: 4 l/100 km).
Benzin
Natürlich gibt es den DS5 auch mit Benzinmotoren, und auch
das sind keine Durchschnitts-Autos. Das erste, was auffällt,
ist, dass die Benzinmotoren einen feineren Lauf haben als der
Dieselmotor vom "Hybrid4". Der "THP 200" ist leiser
und produziert weniger Erschütterungen. Das Getriebe hat einen
herrlich kurzen Schaltweg, womit der Schaltknüppel mit einem
"Klick" in den Gang kommt.
Sogar der schnellste DS5 ist mit einem 1.6 Liter Motor
ausgerüstet, der in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt wurde.
Ein 1.6 Liter Motor erscheint vielleicht zu klein, doch dank der
Assistenz des Turbos liefert diese bescheidene Kraftquelle 200 PS /
275 Nm. Diese Leistung ist nicht nur ausreichend, sondern auch der
Ehrgeiz, mit dem sie aufgebaut wird, sorgt dafür, dass der DS5
"THP 200" als Topmodell der DS-Linie überzeugt.
Fazit
Citroën will sich mit dem DS5 durch Gediegenheit in
Kombination mit Schönheit und Fahrvergnügen sowie einem
niedrigeren Verbrauch unterscheiden. Eine ausführliche
Testfahrt lehrt, dass Citroën das auch gelungen ist.
Der DS5 unterscheidet sich nicht nur durch besondere Formen,
sondern auch durch eine fast kunstvolle Vollendung, während
die Qualität auf einer hohen Ebene steht. Der
Cockpit-ähnliche Entwurf sorgt für eine besondere
Atmosphäre im Interieur, doch das geht auf Kosten des Raumes.
Bezogen auf Sicherheitsvorkehrungen macht sich der DS5 nicht besser
als durchschnittlich; andere Hersteller können es besser.
Die Fahreigenschaften sind der stärkste Punkt des DS5. Die
Lenkung und die Straßenlage sind ausgezeichnet. Der
"Hybrid4" bietet gute Leistungen und hat sogar ein wenig
Off-Road-Kapazität, während der Verbrauch bescheiden ist.
Der "THP 200"-Benzinmotor bietet mehr Komfort und noch mehr
Fahrvergnügen. Damit bietet der DS5 französisches Flair
und hebt sich dabei wohltuend von der Konkurrenz ab.
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