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Beim jetzigen Facelift des Seat Arosa hat die spanische Marke
eine Chance gesehen, das gesamte Modellprogramm innerhalb eines
Jahres zu modernisieren. Das Facelift wandelt den Arosa von einem
hübsch stilisierten Mini, zu einem modernen, frisch
aussehenden Stadtauto. Der neue Kühlergrill, die
Stoßstange in Wagenfarbe und die ein bißchen Böse
blickenden Scheinwerfer, mit den hellen Reflektoren auf einem
dunklen Hintergrund machen deutlich, daß dieser Kleine ernst
genommen werden will. Die dreieckigen Rückleuchten mit ihren
runden Units sind ein nettes Zwinkern an die schicken Lexus
Limousinen. Genauso wie bei den anderen Seats ist das große
Firmen-Logo, daß die Heckklappe verziert, gleichzeitig auch
ein Handgriff zum Öffnen; ein sowohl praktisches als auch
schönes Detail.
Innenraum
Beim Innenraum wurde vor allem das Armaturenbrett gründlich
überarbeitet. Die verwendeten Bausteine stammen zwar ganz
deutlich vom VW Lupo ab, aber sie wurden so verwendet, daß
der Gesamteindruck trotzdem ganz anders ist. Außerdem ist es
Seat erstaunlicherweise gelungen, ein Armaturenbrett zu gestalten,
das trotz der vielen Grautöne nicht kalt oder phantasielos
wirkt. Die diversen Chromakzente auf den Türgriffen und um die
Armaturen verleihen dem Innenraum eine angenehme Atmosphäre.
Die meisten Funktionen lassen sich über die Griffe am Lenkrad
Bedienen, dadurch macht das Armaturenbrett einen sehr
aufgeräumten Eindruck. Bis auf die Lichtschalter und die zwei
Becherhalter sind keine Knöpfe mehr zu finden. Die
Heizungsbedienung wurde etwas tief auf der Mittenkonsole plaziert.
Dies ist vielleicht kein logischer Platz, aber derjenige, der
einmal verstanden hat, wo welche Funktion zu finden ist, kann alles
schnell und blindlings bedienen. Den Ausstattungsbereich Stauraum
hat man bei Seat glatt vergessen. Es gibt kein Handschuhfach, damit
sind die Insassenen vor allem auf die Kartenfächer in den
Türen und eine Staufach, wo locker ein Handschuhfach plaziert
werden könnte, angewiesen.
Zu einem ergonomisch gestalteten Armaturenbrett gehört auch
eine gute Sitzposition. Die Sitze sind, außer bei der
Basisausstattung, auch Höhenverstellbar. Nachdem auch das
Lenkrad auf die gewünschter Höhe gestellt ist, fühlt
sich jeder Fahrer sofort zu Hause. Man hat sogar an eine
Stütze für den linken Fuß gedacht. Der Platz auf
der Rückbank ist, abhängig vom Stand der Vordersitze, nur
mäßig bis gut. Da sich Seat für mehr Beinfreiheit
im Fond entschieden hat, mußte der Kofferraum etwas von
seinem Platz abgeben. Aber für die wirklich großen
Einkaufstaschen kann man durch das Hochklappen der geteilten
Rückbank Platz schaffen.
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Autobahntiger
Seat vermarktet den Arosa als echtes Stadtauto. Die Testfahrt
lehrt, daß der Arosa tatsächlich kompakt und wendig ist.
Das Auto läßt sich leicht durch enge Gassen, oder
Straßen die in zweiter Reihe voll geparkt und von ausladenden
LKWs blockiert sind, steuern, um dann auf einem winzigen
Plätzchen zu parken. Dabei assistiert die Servolenkung
ausreichend genug, um einfach einzuparken, ohne daß das
Fahrvergnügen etwas bei höheren Geschwindigkeiten abgeben
muß. Im Hinblick auf den Stadtverkehr hat sich Seat für
ein bequemes Fahrgestell entschieden. Zusammen mit den Rädern,
die auf den äußersten Winkeln plaziert sind, um bis zu
maximalen Achsstand zu kommen, ist der Arosa für die
Insassenen richtig angenehm auf der schlechten Straßendecke.
Das Geräuschniveau liegt dabei, für ein Auto dieser
Klasse, nur bei einem mittleren bis niedrigen Niveau. Was Seat
nicht bei der Empfehlung des Arosa erwähnte ist, daß
sich die Version mit dem 1.4 Liter Motor auch sehr gut auf der
Autobahn verhält. Mit den 60 PS, die der kleine Arosa liefert,
entpuppt sich Seats Kleinster nach dem ganzen Stadtverkehr als
wahrer Autobahntiger. Das zeigt sich vor allem bei den
hervorragenden Zwischenbeschleunigungen und der Leichtigkeit, mit
der das Auto auch hohe Dauergeschwindigkeiten halten kann. Selbst
wenn der Motor des zwei Tage alten Testautos geschont wird, kann
der Arosa während des Überholens auch bei hohen
Geschwindigkeiten den größeren Autos das Leben schwer
machen. Der Schallpegel liegt dabei für ein Auto dieser
Kategorie auf einem durchschnittlichem bis niedrigem Niveau.
Zusammen mit dem neuen Exterieur haben sich die Spurweite und
Reifengröße um einige Zentimeter vergrößert.
Wer das vorherige Modell des Arosa kennt, wird deswegen
möglicherweise auffallen, daß der neue Arosa gerade
etwas ruhiger und etwas schneller auf der Straße ist. Auf den
spiegelglatten Teststraßen, schien der Arosa kinderleicht zu
fahren. Ein eintägiger, schriftlicher Anti-Rutsch Kursus ist
ausreichend, um den Arosa durch Schnee und Eis zu lotsen. Auch in
einer (zu schnell) genommenen Kurve auf trockenem Untergrund ist
das Auto trotz des o.g. sanften Fahrgestells einfach zu
korrigieren. Außer mit diesem aktiven Sicherheitsmerkmal, ist
der Arosa standard mit zwei Airbags ausgestattet(außer der
"Select"-Ausführung), Gürtelspanner und
Seitenaufprallschutz in den Türen. ABS und Seitenairbags
können in den meisten Ausführungen zusätzlich
bestellt werden.
Fazit
Der Seat Arosa benötigte nach dem Facelift der anderen
Modelle offenbar auch ein neues Outfit. Seat hat das lange Warten
mit einem gelungenen, überholten Modell des Arosa belohnt.
Parkt man den Neuen neben dem alten Modell, dann sieht der neue
Arosa viel erwachsener, moderner und viel attraktiver aus. Der
Arosa unterscheidet sich besonders im Preis von anderen, kleinen
Autos. Beim Seat liegt der Nachdruck nicht auf eindrucksvollen
Aufzählungen der Accessoires, sondern mehr auf Qualität,
Sicherheit und Technik. Dieser Seat Arosa 1.4 Stella ist darum
nicht nur ein sehr gutes Stadtauto, sondern eignet sich dank des
großen Motors auch für Langstrecken. Zum Beispiel
für einen Urlaub in Spanien. Arosa liegt 500 Kilometer im
Nordwesten von Madrid.
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