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Ein Geländewagen war einmal ein Werkzeug, das den
schwierigsten Anforderungen gewachsen war. Deswegen war ein
Geländewagen kompromisslos und musste in den Bereichen
Komfort, Straßenlage oder Luxus nachholen. Im Laufe der Jahre
wurde das Auto mehr zu einem Modeaccessoire. Die Hersteller haben
sich wirklich Mühe gegeben, um diesen Wagen, einst ein
"Arbeitspferd", geschickt an die modernen Anforderungen anzupassen.
Ein erstklassiger Geländeriese wie der Nissan Patrol wurde
deswegen immer luxuriöser und bequemer, ohne jedoch etwas von
seinen Geländekapazitäten abgeben zu müssen. Ein
Trend der letzten Jahre ist auch Zugeständnisse an die
Geländekapazitäten zugunsten des Komforts auf den
öffentlichen Straßen zu machen. Diesem Auto, das sich
genauso gut auf befestigten und unbefestigten Straßen zu
Hause fühlt, wurde das Label SUV (Sports Utility
Vehicle) verliehen.
Innenraum
Gerade weil Nissan's SUV verspricht, den Luxus eines
großzügigen PKWs zu bieten, hat man für diesen Test
das Top-Modell in der X-Trail Serie gewählt. Wer in der
Elegance-Ausführung platz nimmt, ist sofort von dem
versprochenen Komfort und vom Luxus überzeugt. Außerdem
wird es schnell deutlich, dass der X-Trail die letzte
SUV-Generation repräsentiert, weil Nissan Mut im Design des
Innenraums zeigt. Die Sitze, die Türfüllungen und der
Fußboden sind in einem cremefarbenen Stoff ausgeführt.
Das dunkle Armaturenbrett, die Türgriffe und die auffallenden
Lautsprecher in den Türfüllungen bilden einen
geschmackvollen und lebhaften Kontrast.
Überall hat man die Kapazitäten des Autos
berücksichtigt. So sind die Trittbretter mit einem
Kunststoffschutz versehen, der während diversen (leichten)
Geländetests sofort seinen Nutzen beweist, weil die
Schlammspuren vom Fotografen einfach aufzuwischen sind. Auch der
Kofferraum ist in cremefarbenem aber einfach abwaschbarem Material
ausgeführt, so dass es auch bei intensivem Gebrauch lange
schön bleibt. Sehr geschickt sind die Ski-Luke in der
Rücksitzbank und die Verstellmöglichkeiten der
Rückenlehne. Dadurch kann man entweder den Kofferraum oder den
Platz auf der Rücksitzbank auf Limousinenniveau
vergrößern. Die Abdeckhüllen des Kofferraumes sind
dabei so ausgeführt, dass das mögliche, wertvolle
Gepäck, ungeachtet des Rücksitzbankstandes, den Blicken
der Außenstehenden entzogen bleibt.
Das Armaturenbrettlayout ist das radikalste und modernste
Element des X-Trail. Es ist vollkommen symmetrisch. Der Tacho und
der Drehzahlmesser sind mitten unter der Windschutzscheibe
angebracht. Es ist auf diese Weise weniger ermüdend, die
Instrumente abzulesen, als andauerndes Hin- und Herblicken von der
Straße zu den flach unter dem Lenkrad angebrachten
Instrumenten. Jedoch hätten die Instrumente etwas direkter auf
den Fahrer ausgerichtet werden sollen, weil das Bild jetzt etwas
verzerrt ist, und es nicht einfach ist, die
Höchstgeschwindigkeit bis auf den letzten Kilometer genau zu bestimmen.
Über der Mittelkonsole befindet sich ein auffälliges,
silbernes Radio mit beidseitig angebrachten, tiefen Fächern
für die Dosen. Diese "Trinkboxen" sind mit der Heizung und der
Klimaanlage verbunden, so dass an einem warmen Tag kalte
Getränke und an einem kalten Tag warme Getränke vorhanden
sind. Außerdem ist der X-Trail, genau gesagt, mit einem
Klimakontrollsystem und nicht mit einer Klimaanlage ausgestattet,
weil man die Temperatur bis auf ein halbes Grad genau einstellen
kann, wobei die Elektronik dafür sorgt, dass diese Temperatur
erhalten bleibt. Über dem Armaturenbrett vor dem Lenkrad
befindet sich eine praktische Ablage, während dieser Platz auf
der Beifahrerseite für einen Airbag genutzt wird. Das Lenkrad
verdient ein Kompliment, weil es durch das angenehme Material und
Einsparungen in der Position 10-vor-2 sehr angenehm in der Hand liegt.
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Fahreigenschaften
Der X-Trail wird mit zwei Motoren angeboten. Wer Langstrecken
zurücklegt und/oder schwere Anhänger (bis 2000 Kg) zieht,
entscheidet sich für den 2,2-Liter Diesel. Der Benzinmotor
zeigt mehr den Charakter eines multifunktionellen PKW und
fällt durch ein besonders zivilisiertes Verhalten auf. In der
Stadt reagiert der X-Trail direkt auf das Gas und erzeugt mit 140
PS, die das Triebwerk liefert, ein lebhaftes Gefühl. Wer den
Motor hochtourig fährt, merkt, dass der Benzinmotor wirklich
zu sehr guten Leistungen auf den Nebenstraßen fähig ist.
Die außergewöhnlich geringen Motorgeräusche
veranlassen den Fahrer nicht hochtourig zu fahren, was jedoch
für flotte Zwischenbeschleunigungen auf der Autobahn
erforderlich ist.
Wie jedes Auto von diesem Umfang, hat auch dieser SUV eine
andere Straßenlage als der durchschnittliche PKW. Im Fall von
X-Trail ist es vor allem eine Gewöhnungssache, weil das Auto
während der Testperiode immer mehr überzeugen konnte.
Wenn der Fahrer dennoch zu weit geht, greifen der Allradantrieb und
Standard ESP ein. Deswegen gehört der X-Trail im Moment zu den
vorbildlichsten SUVs, hinsichtlich der Straßenlage. Das
Neigungsausmaß ist mehr mit dem eines MPVs vergleichbar als
mit dem eines puren Geländewagens. Auch die
Übersichtlichkeit ist sehr gut und dadurch ist der X-Trail
weniger abschreckend zu fahren, als mancher Geländeriese.
Obwohl der Allradantrieb an erster Stelle die zusätzliche
Sicherheit bietet, ist der X-Trail auf dem Gelände noch immer
zu etwas mehr fähig als der durchschnittliche PKW. Nissan
weiß, dass der X-Trail Käufer nicht nach einem
Geländewagen sucht und hat deswegen den X-Trail mit einem
selbst denkenden System ausgestattet, das den Allradantrieb
reguliert. Mit der Schalterbetätigung ist der Automat
angeschaltet, wonach der Allradantrieb selbst beispringt, wenn es
nötig ist. Das selbst denkende System erzeugt bei Regen oder
Glätte ein beruhigendes und sicheres Gefühl, aber auch
bei einfachen Geländetests schaltet es im richtigen Moment
ein. Ein großer Unterschied zu den reinen Geländewagen
ist der Mangel an niedriger Gangschaltung. Mit einer
zusätzlichen Übersetzung kann auch ein schweres
Gelände überwunden werden und die Kupplung kann beim
Ziehen der schweren Anhänger unter schwierigen Umständen
geschont werden.
Fazit
War es eine gute Idee von Nissan, um neben dem bestehenden
Allradantriebwagen-Angebot einen vierten Geländewagen
einzuführen? Ein umfangreicher Test im Stadtverkehr, auf der
Autobahn und im leichten Gelände beweist: ja. Wie gut die
reinen Geländewagen auch sein mögen, bieten sie für
manchen mehr Kapazität als überhaupt genutzt wird, die
der Käufer jedoch bezahlen muß. Der X-Trail bietet die
Lösung der Probleme durch die Kombination von Komfort und
Luxus eines PKWs mit den Kapazitäten eines bescheidenen
Geländewagens. Der X-Trail stellt durch den modernen Innenraum
und den durchdachten Allradantrieb nicht nur eine willkommene
Ergänzung des Nissan-Programms, sondern auch einen
tüchtigen Newcomer auf dem SUV-Markt dar.
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