Innenraum
Das Testauto ist eine 2.4-Liter Country-Ausführung. In
dieser Gestalt unterscheidet sich das Testauto von anderen
Varianten mit dem äußeren Aufwand in Form von einem
Push-Bar, Seitenstufen und dem zweifarbigen Autolack. Auch für
den Innenraum wählt Hyundai zwei Töne, aber jetzt in
einem robusten, grauen Kunststoff. Aus der großen Anzahl von
Griffe und Schalter rundum das Lenkrad zeigt sich sofort, daß
es hier um eine besonders komplette Ausführung geht. So ist
dieser Santa Fe standard mit unter anderem einer
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, einer Alarmanlage,
elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, Klimaanlage und
Tempomat ausgestattet. Der Tempomat wird mit vier Schaltern auf dem
Lenkrad bedient. Das ist nicht nur einfach, sondern sollte auch
später beweisen, daß ein großer SUV nicht
notwendigerweise jede Tankstelle anfahren muß, um das
folgende holen zu können.
Das Radio ist hoch im Armaturenbrett platziert, so daß die
Schalter auf dem Lenkrad nicht an den Tempomat "vergeudet" sind.
Unter dem Radio befindet sich ein geschicktes Fach für zum
Beispiel ein Handy. Die Schalter und das Display der Klimaanlage
sind niedrig in der Mittenkonsole platziert. Zum Glück die
Bedienung davon einfach ist, so daß es nicht nötig ist,
die halsbrecherische Kunststücke zu machen, nur um die
gewünschte Temperatur im Auto einzustellen.
Die Vordersitze bieten wenig seitliche Unterstützung, aber
durch die vielen Verstellmöglichkeiten findet man jedoch eine
sehr gute Position hinter dem (in der Höhe verstellbaren)
Lenkrad. Sitzen auf dem Fahrersitz wird zu einem der wichtigsten
Pluspunkte des Santa Fe. Der hohe Sitz gibt einen guten
Überblick über den Verkehr, so daß der Fahrer
automatisch weiter hinschaut und dadurch mehr entspannt und sicher
fährt. Die große Motorhaube, der Abstand vom
Innenspiegel bis zur Heckscheibe und derselbe hohe Sitz geben dem
Fahrer das Gefühl mit einem enormen Auto zu fahren.
Hinten
Der Platz auf der Rücksitzbank ist großzügig.
Hier können zwei große Erwachsene auch während
einer langen Fahrt sehr gut sitzen. In der Rückseite gibt es
zwei Becherhalter, ein Aschenbecher und Zeitungsmappen in der
Rückenlehne der Vordersitze. Hinter der Rücksitzbank
bietet der Santa Fe einen Platz für 690 Liter Gepäck.
Nachdem man die Rücksitzbank in die zwei ungleichen Teile
zusammengeklappt hat, vergrößert sich der Kofferraum bis
1475 Liter. Der Kofferraum ist mit einem Netz, einem
Abdecküberzug, 12V Steckdose und diversen Ösen und
Schlaufen um das Gepäck festzumachen. Im Kofferraum rechts
befindet sich ein Fach für z.B. einen CD-Wechsler.
Besonders geschickt ist das separat zu öffnen Heckfenster
von der Heckklappe. Bei einer Ladung, die aus dem Auto steckt,
muß jetzt nicht mit geöffneter Heckklappe transportiert
werden, sondern es reicht das Heckfenster aufzumachen. Wenn all die
Maßnahmen versagen, darf der Santa Fe machen 2.4i einen
Anhänger von maximal 1650 Kg ziehen. Für andere
Ausführungen gilt ein gehemmtes Gewicht bis maximal 2300 Kg.
Technik
Ein echter Geländewagen bietet mit Schaltknüppeln die
Wahl zwischen hoher oder niedriger Gangschaltung, und Zwei - oder
Allradantrieb. Der Santa Fe wählt selber.
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Da der Santa Fe nicht als ein Geländewagen gedacht ist, hat
sich Hyundai für eine Übersetzung entschieden, die vor
allem beim Schnee, auf dem Strand oder einem modderigen
Campingplatz zur Geltung kommt. Hyundai verwendet eine
viscokoppeling und limitiertes Schleuderausgleichgetriebe, so
daß das Auto unter den meisten Umständen automatisch die
beste Wahl trifft. Zusätzliche Schaltknüppel sind einfach
überflüssig.
Der Santa Fe soll nur in den Extremfällen versagen, aber da
sind die echten Geländewagen auch für. Während zwei
bescheidenen Proben auf der unbefestigter Straße hat der
Santa Fe bewiesen, auf dem leichten Terrain sehr gut seinem Mann zu stehen.
Einmal zurück auf die Autobahn ist der Santa Fe in seinem
Element. Jedenfalls, wenn die gewünschte Geschwindigkeit
einmal erreicht worden ist. Der 2.4 Liter 4-Zylinder hat eine
stabile Kleinigkeit mit der 1618 Kg wiegenden, 173 cm hoher
"Kutsche" und dem Mechanismus des Allradantriebs. Einmal
Geschwindigkeit erreicht, ist es mögliche hohe
Dauergeschwindigkeiten zu behalten und sind der Motor ist angenehm
leise (2600U/min = 120 Km/h). Auch die Nebengeräusche der
Reifen oder des Winds (jedoch abhängig von der
Windrichtung)bleiben auf sehr bescheidenem Niveau.
Reisewagen
Durch den langen Achsstand, die sehr guten Sitze und den bereits
genannten hohen Sitz gibt der Santa Fe ein echtes Luxusgefühl
und ist ein feines Reisewagen um mühelos große
Abstände zu überbrücken. Zurück in der Stadt
gilt es gehörig Gas geben. Nicht nur der Santa Fe arbeiten
muß, um flott mitzukommen, sondern wer zu vorsichtig mit dem
Gas umgeht, um den Kraftstoff zu sparen, riskiert den Motor
auszusetzen. Wenn sich der Hyundai gerade erbost, sind sehr
gehörige (Zwischen)Sprints zu erreichen, obwohl sich das Auto
damit nicht angenehm zu fühlen scheint. Am Ende der
Testperiode gibt der Santa Fe dennoch kein Gefühl zu langsam
oder "untermotorisiert" zu sein.
Sicherheit
Hyundai hat für den Santa Fe ein stabil gefedertes
Fahrgestell gewählt. Das kann für manche Fahrer
widersprüchlich mit dem skizzierten Bild eines komfortablen
Reisewagens sein, aber für einen anderen bedeutet richtig
zusätzliches Fahrvergnügen. Außerdem garantiert ein
stabiles Fahrgestell, daß das Auto bei der maximalen
Belastung von 2380 Kg nicht tanzend auf den leichten Federn
über den Weg schleudert. Gerade bei einem Auto, das für
mehrere Insassenen und viel Gepäck bestimmt ist, kann das
langfristig ein deutlicher Vorteil sein.
Ein anderer Vorteil der gewählten Federung ist eine relativ
sichere Straßenlage in den schnell genommenen Kurven.
Während viele Geländewagen und SUVs durch ihren hohen
Schwerpunkt in den Kurven ominös neigen oder tief nach vorne
beim Bremsen gehen, funktioniert der Santa Fe immer
vertrauenerweckend. Selbstverständlich neigt ein hohes Auto
wie dieses, mehr als ein gewöhnlicher PKW, aber die Grenze
liegt weit. Wer gewohnt an den Umfang des Santa Fe ist, kann sogar
wie mit einem kleinen Stadtauto spielen. Dank dem standard
eingebauten ABS bleibt das Auto auch bei einer Notbremsung gut kontrollierbar.
Fazit
Der Hyundai Santa Fe ist kein Geländewagen und ist auch so
nicht gedacht. Die Koreanische Marke stellt selbst das Auto als
einen Sports Utility Vehicle (SUV) oder "Boulevard 4x4" vor. Das
kommt wieder in der sehr kompletten Ausstattung, die bezüglich
des Preisniveaus wenig übrig zu wünschen läßt.
Der enorme Innenraum und sehr gut Fahreigenschaften auf der
Autobahn und in der Stadt machen das Auto vielseitig, wie der Name
SUV verspricht.
Der Allradantrieb ist als eine zusätzliche
Sicherheitsmaßnahme gedacht und um die
Gebrauchmöglichkeiten auf Sonne, Meer, Strand, Campingplatz
und Wintersport zu erweitern. Damit wird die Vielseitigkeit noch
einmal erhöht, so daß der Hyundai Santa Fe den Namen
Sports Utility Vehicle in allen Punkten wahr macht.
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