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Der durchschnittliche Toyota wird mit Verstand ausgewählt. Der Aygo ist
ein ausgezeichnetes Stadtauto, das sowohl beim Kauf als auch im Verbrauch
sparsam ist. Der Auris ist ein sublimer, wenig auffallender
Mittelklassewagen. Der Avensis ist die erlesene Wahl für den
Geschäftsfahrer, der Effizienz und ein repräsentatives äußeres wählt.
äußerlicher Aufwand
Der Urban Cruiser spielt pur auf Gefühl. Dieser auffallende Toyota hat
eine hohe Nase, die dem Wagen eine unerschütterliche und selbstsichere
Ausstrahlung gibt. Von der Seite gesehen scheint es das Auto im Verhältnis
viel Metall und wenig Glas zu haben. Das sorgt dafür, dass der Urban Cruiser
äußerst robust aussieht.
Das Interieur ist nicht so speziell, und das ist kennzeichnend für den
Urban Cruiser: Nach außen ist er ein besonderes Auto, aber eigentlich ist
der Urban Cruiser genau so gediegen und praktisch wie jeder andere
Toyota.
Leider sind die Vordersitze unüblich klein, so als ob das Auto nur für
kleine Japaner gedacht sei. Die Sitze sind kurz und die Kopfstützen zu
niedrig, um tatsächlich einen Beitrag für die Sicherheit leisten zu können.
Auch mit den Vordersitze in der niedrigsten Stellung ist der Kopfraum nur
mäßig.
Das Lenkrad ist sowohl in der Höhe als auch im Abstand zum Fahrer
verstellbar, aber leider über einen zu kurzen Abstand. Insbesondere große
Fahrer haben das Lenkrad auf den Knien. Sie haben deswegen das Gefühl, auf
dem Auto zu sitzen statt drinnen.
Der Platz auf dem Rücksitz ist normal für ein Auto dieses Umfangs. Obwohl
der Gepäckraum wegen der hohen Hebeschwelle etwas schwierig erreichbar ist,
ist der Inhalt (300 Liter) großzügig.
Motoren
Der Urban Cruiser kann mit einem Benzin- oder einem Dieselmotor
ausgestattet werden. Die Benzinvariante hat nur Vorderradantrieb, denn der
Allradantrieb ist nur für die Dieselvariante vorgesehen.
Mit dem Urban Cruiser richtet sich Toyota an solche Menschen, denen das
robuste äußere eines SUV gefällt, die aber gleichzeitig ein sparsames Auto
haben möchten.
Sparsamkeit ist der Punkt, an dem sich der Urban Cruiser von der
Konkurrenz unterscheidet. Der Benzinmotor hat einen Hubraum von 1.3 Liter
(die meisten anderen fangen erst bei 1,6 Litern an), und liefert dennoch 100
PS / 132 Nm. Das sind gute Werte. In der Stadt und auf der Autobahn sind die
Leistungen deswegen sehr gut. In einer hügeligen Umgebung, wo die meisten
Testkilometer gefahren wurden, hat der Urban Cruiser etwas zu wenig Kraft.
Es muss dort oft mit Vollgas gefahren werden, damit er im Verkehr mitfahren
kann.
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Verbrauch
Toyota verspricht einen durchschnittlichen Verbrauch von nur 5,5 Liter
pro 100 km. Um das zu erreichen, bietet der Urban Cruiser verschiedene
Hilfsmittel an.
Das Start/Stop-System schaltet den Motor automatisch ab, wenn das Auto
stillsteht, das Getriebe auf Neutral geschaltet wird und der Fahrer die
Kupplung loslässt. Sobald der erste Gang wieder geschaltet wird, startet der
Motor wieder von selbst. Das geht so schnell (und stoßfest), dass es
überhaupt nicht stört. Bei häufigen Stadtfahrten kann dieses
Start/Stop-System etwa 4 % Sprit einsparen.
Ein Schaltindikator zeigt an, wann der ökonomisch beste Moment zum
Schalten ist. Etwas ganz Besonderes für ein kompaktes Auto wie dieses ist,
dass der Urban Cruiser 1.3 mit einem 6-Stufen-Getriebe ausgestattet wurde.
Dadurch ist das Auto auch auf längeren Strecken überdurchschnittlich
sparsam.
Der Motor wurde aus leichten Materialien gebaut (je weniger Gewicht das
Auto zu schleppen hat, desto sparsamer ist es). Die Reibung der beweglichen
Teile wurde auf ein Minimum reduziert. Das Motormanagementsystem (der
"Chip") hat als Schwerpunkt einen möglichst niedrigen Verbrauch.
Die Fahrgeräusche sind durchschnittlich für ein Auto in dieser
Preisklasse. Die Straßenlage ist gut, aber trotzdem ist das Fahren mit dem
Urban Cruiser nicht so spannend, wie das äußere des Autos glauben lässt.
Schließlich fährt dieser Urban Cruiser genau so gut wie jeder andere Toyota
- und war das nicht auch genau so gedacht?
Fazit
Ist es Toyota gelungen, ein Auto zu bauen, das etwas Besonderes ist, aber
keine Luxusprobleme wie einen sehr hohen Verbrauch, mäßiges Fahrverhalten
oder unzuverlässige Technik kennt? Damit angefangen: Die Zuverlässigkeit und
damit der Restwert sind bei Toyota immer ein sehr starker Punkt, also auch
beim Urban Cruiser.
Dabei ist die Formgebung robust und auffallend, obwohl es keine
besonderen Accessoires oder sogar spannende Farben gibt. Wie Toyota
verspricht, holt der Urban Cruiser maximalen Innenraum aus minimalen
Außenmaßen heraus, was aber durch die kleinen Vordersitze und das nur
ungenügend verstellbare Lenkrad wieder zunichte gemacht wird.
Im Vergleich mit der Konkurrenz unterscheidet sich der Urban Cruiser vor
allem durch den niedrigen Verbrauch und die umfassenden
Sicherheitsmaßnahmen. Durch die umfangreiche Standard-Ausrüstung ist der
Urban Cruiser teurer, bietet aber auch mehr fürs Geld. Er ist also schon
gediegen und besonders!
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