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Einem Laien fällt das Facelift, des neuen Alfa Romeo 156,
kaum auf. Aber bereits beim ersten Foto-Shoting kommen Alfa
Romeo-Fans angeschossen, um das neue Gesicht des 156 aus
nächster Nähe zu bewundern. Sie können genau sagen,
was geändert worden ist.
Außen beschränkt sich die Änderung auf eine
kombinierte Radio/Telefonantenne und in Wagenfarbe lackierte
Außenspiegel und Stoßstangen. Die Spiegel haben eine
besondere "Eiform", die dem Auto ein lebendiges Element
hinzufügt. Diese Form bringt jedoch zwei praktische Probleme
mit sich: die äußersten Winkel sind zu klein, um
tatsächlich den nachfolgenden Verkehr sehen zu können und
die Form macht sich bei geöffnetem Fenster durch deutliche
Windgeräusche negativ bemerkbar. Die Stoßstangen sind
jetzt mit Nebelleuchten ausgestattet und verleihen dem 156 eine
schickere Ausstrahlung als früher.
Innenraum
Im Innenraum sah Alfa Romeo mehr Gründe für
Änderungen. So ist die ganze Mittelkonsole überarbeitet
worden und jeder 156 hat jetzt standard eine links/rechts getrennt
regelbare Klimaanlage("Bi-Zone Airconditioning", heißt
das bei Alfa Romeo). Die Bedienung ist etwas
gewöhnungsbedürftig, weil -wie üblich bei
italienischen Produzenten- geht Form immer vor Funktionalität.
Deswegen dient der verchromte Rand, um die beiden runden Displays
mit der Temperaturanzeige, auch als Schalter; sehr clever, sehr
schön, aber schwer zu finden.
Mitten auf dem Armaturenbrett befindet sich eine große
"Kühlinsel". Diese Erhebung hat an allen Rändern
Luftöffnungen: an der Frontseite, zwischen zwei Rosten, dem
Bildschirm des -jetzt als Standard- eingebauten Bordcomputers.
Außer den Standardinformationen, über den aktuellen und
durchschnittlichen Verbrauch, kennt der Bordcomputer auch die
zulässige Höchstgeschwindigkeit. Durch Piepen, in dem
Moment, wenn die vom Fahrer eingestellte Höchstgeschwindigkeit
überschritten wird, können unnötige "Knöllchen"
vermieden werden (der sprachliche Fehler in der Warnmeldung wird
Alfa Romeo großzügig vergeben).
Ein unsichtbares aber sehr wichtiges Detail des Facelifts ist
das erhöhte Sicherheitsniveau. Jeder 156 ist jetzt standard
mit EBD (für Vorder- und Hinterräder), VDC (Korrektur bei
Lenkungsfehlern), ASR (Traktionskontrolle), MSR (Anpassen der
Motordrehzahl beim Zurückschalten), ABD (Anpassen der
Antriebskraft, wenn sich die Bodenhaftung verringert) und
selbstverständlich ABS (verhindert das blockieren der
Räder beim Bremsen) versehen. Aber ein einfaches Zubehör
wie die Becherhalter, fehlt immer noch.
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Fahreigenschaften
Der aufgefrischte Alfa Romeo 156 wird mit den gleichen
Benzinmotoren geliefert, wie die vorherige Generation. Nur die
2-Liter Variante wurde angepasst und bringt jetzt 165 anstatt 150
PS. Sowohl der 1,9-Liter als auch der 2,4-Liter JTD Diesel sind um
10 PS stärker geworden. Die populärste Wahl ist noch
immer der 1.8-Liter Benziner, der auch für diesen Test
gewählt wurde. Der Twin Spark Motor ist genau richtig für
dieses Auto. Die 140 PS, die das Triebwerk liefert, machen den 156
flott aber nicht herausfordernd schnell. Im täglichen Verkehr
kommt das Auto sehr gut mit und in Eile erzielt der Motor ein
höchst inspirierendes Geräusch und eine ordentliche
Leistung. Dieses nagelneue Exemplar fällt auch durch seine
Elastizität auf. Jedoch sind die Motorgeräusche bei
Geschwindigkeiten über 120 Km/h etwas störend, weil er
unregelmäßig und damit etwas quengelig klingt. Mit einem
durchschnittlichem Testverbrauch von 7,5 Litern Benzin auf 100 km
ist der Durst des 1.8ers durchschnittlich.
Das Fahrgestell ist sehr gut auf die Motorleistung abgestimmt
worden. Das Auto eignet sich gut die mittleren Strecken bei
bescheidenen Geschwindigkeiten abzulegen. Wer jedoch versucht, wozu
das Auto imstande ist, wird nicht enttäuscht sein. Dank des
Vorderradantriebs ist besonders ist der 156 einfach zu fühlen.
Unter allen Umständen reagiert das Auto genau wie erwartet.
Das Fahrgestell ist dann fähig und mehr imstande, als bei der
normalen Verwendung je nötig sein wird. Damit ist der
Charakter des Autos gutmütig und vertrauenerweckend. Das
Ganze, der Motor, das Fahrgestell und die Lenkung machen aus dem
156 ein angenehmes und lebhaftes Auto.
Für Strecken bis ungefähr 400 Kilometern pro Tag ist
der 156 eine erlesene Wahl. Wer längere Strecken ablegt wird
die Motorgeräusche, die nicht zu weichen Sitze und den Mangel
an Ruhe des Fahrgestells vermissen. Dann bieten weniger
charaktervolle Artgenossen die zusätzliche Ruhe und den
Komfort, der bei Alfa Romeo Platz für Dynamik und
äußeres Bild gemacht hat. Für den Pendelverkehr und
Besuch der Kunden innerhalb Deutschlands ist die Wahl jedoch
einfach. Im Vergleich mit dem erfrischten Alfa Romeo 156 kein
anderes Auto bietet so viel Ausstrahlung und Charme kombiniert mit
einem dynamischen Fahrverhalten und einer reichen Ausstattung.
Fazit
Alfa Romeo ist sich bewusst, eine Erfolgsnummer im Hause zu
haben und deswegen hat man sich dazu entschieden, das Facelift des
156 nur auf Details zu begrenzen. Der 156 war immer der
originellste und sportlichste in der Mittelklasse. Im Vergleich zu
anderen, ähnlichen Autos steht Design, Dynamik und Image bei
Alfa Romeo auf dem ersten Platz, wobei man sich nur wenig Gedanken
über die praktischen Möglichkeiten gemacht hat. Vor allem
die Ausstattung und das Sicherheitsniveau haben wesentlich an
Bedeutung gewonnen.
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