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Ja, der neue Ford Ka hat alles dabei, um genau so ein Hit zu werden wie
das vorige Modell. Das merkt man schon direkt beim Einsteigen. Alle starken
Punkte des Vorgängers sind geblieben, aber wo möglich angeschärft.
KinetiKA
Das fängt schon beim äußeren an. Der neue Ka wurde nach Fords
"Kinetic"-Design geformt. Dieser Hausstil von Ford kommt bei diesem
kleinen Auto sehr gut zur Geltung. Vor allem harte Farben stehen dem Ka gut
(der Testwagen hat die Farbe "Dive".
Das Interieur wird ohne Aufpreis in frischen, leichten Farbtönen
geliefert, wobei die Lackfarbe für kontrastreiche Akzente genutzt wird. Die
verwendete Materialen fühlen sich bequem an und sind so elegant, dass der
Ka einem absolut nicht das Gefühl gibt, ein billiges kleines Auto zu
sein.
Dank des klugen Entwurfs bietet dieser Kleine außerdem vollauf Innenraum.
Der Raum vorne ist gut, wie bei den meisten kleinen Autos. Die Vordersitze
können sehr weit nach hinten gestellt werden, so dass sogar große Fahrer
bequem sitzen können. Die Gurte sind leider nicht höhenverstellbar, was für
manche Fahrer ärgerlich sein kann.
Der Raum vorne geht logischerweise auf Kosten des Platzes auf dem
Rücksitz. Um doch noch Platz zu schaffen, wurde ein "Bissen" aus dem
Armaturenbrett für den Beifahrer heraus genommen. Das Handschuhfach wurde
versenkt, damit vorne extra Raum entsteht. Deswegen kann der rechte
Vordersitz weiter nach vorne geschoben werden und bleibt doch genügend Platz
für die Beine. Hinter dem Vordersitz entsteht so extra Raum für einen
Erwachsenen!
Daneben wurde der Ka mit Türbehältern ausgestattet (in welche eine
1-Liter-Flasche hinein passt), dazu gibt es Netze in der Mittelkonsole und
die benötigten Becherbehälter. Unten in der Mittelkonsole ist (optional)
ein USB-Anschluss zu finden mit einem Fach darüber, in welches genau ein
iPod passt. In der Praxis aber funktioniert dieser USB-Anschluss mit allen
MP3-Playern, nur nicht mit dem iPod. Auch unpraktisch: Die Heckklappe kann
nur mit dem Schlüssel geöffnet werden, was in der Praxis sehr umständlich
und störend ist.
KArakter
Der dynamische Charakter, der den vorigen Ka zum Erfolg brachte, kommt
mit dem Neuling wieder. Wie kein anderes kleines Auto lässt sich der Ka
herrlich durch den regen Stadsverkehr lenken. Der Ka ist nicht nur sehr
wendig, sondern fordert sogar dazu heraus, ihn so geschickt wie möglich
durch den Verkehr zu lenken, und das gibt dann auch viel Fahrvergnügen. Das
ist auch der Grund dafür, weswegen sich der vorige Ka so lange gehalten
hat.
Technisch basiert der Ka auf dem Fiat 500, aber Ford hat das Fahrgestell
in verschiedenen Punkten angepasst (Abstimmung der Federung, Zufügen eines
Torsionsstabes, andere Räder). Deswegen fühlt sich der Ka leichtfüßiger an
als der Fiat.
Außerdem ist das Fahrverhalten (noch) sicherer, denn der Ka reagiert sehr
versöhnlich auf Lenkfehler oder einen zu begeisterten Lenkversuch in der
Kurve. Ford entscheidet sich bewusst für eine sublime Straßenlage, was
immer noch mehr wert ist als Airbags und Knautschzonen.
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In diesem Punkt hat Ford sicherlich nicht gespart (obwohl kein
Knie-Airbag lieferbar ist), aber damit ist der Ka nicht besser als
durchschnittlich.
Fahren bitte
Der Ka ist mit einem Benzin- und einen Dieselmotor lieferbar, den selben
wie im Fiat 500. Jeder Ka ist mit einem leicht und treffsicher schaltenden
Fünfganggetriebe ausgestattet.
Der Benzinmotor ist bis zu 100 km/h angenehm leise. Die Leistungen sind
gut, aber man darf keine blitzschnelle Beschleunigung von einem Auto
in dieser Preisklasse erwarten. Zu dem bescheidenen Leistungsdrang gehört
zum Glück auch ein bescheidener Verbrauch. Eine Testfahrt im Berggebiet mit
viel Stadtverkehr kostete 6,4 Liter pro 100 km, und das ist für eine derartig
unbequeme Strecke sehr günstig.
Den neuen Ka stattet man besser mit einem Dieselmotor aus. Dieser ist
etwas kräftiger als der Benzinmotor, und das zeigt sich in etwas besseren
Leistungen, insbesondere in den Bergen. Der Dieselmotor wurde aber nicht
wirklich verfeinert. Im Gegensatz zu großen Dieselmotoren in luxuriösen
Geschäftswagen liefert dieser Ka nicht bei jeder Drehzahl viel Leistung. Der
Ka Diesel muss nachdrücklich auf Drehzahl gehalten werden.
Sogar mit einem flotten Fahrstil hat der Ka Diesel mit 4,8 Liter Diesel
genug, um eine Strecke von 100 km zu fahren. Mit einem ruhigen Fahrstil und
über längere Strecken ist der von Ford versprochene Verbrauch von 4,2 Liter
pro 100 km durchaus machbar. Weil der Dieselmotor 80 kg mehr wiegt als der
Benzinmotor, hat der Diesel ein etwas weniger lebendiges Fahrverhalten.
Auch dank der leisen Motoren eignet sich dieses kleine Auto ausgezeichnet
für das Fahren von größeren Strecken. Und das ist genau das, womit der Ka
sich von anderen kleinen Autos unterscheidet: Der Ka ist lebendig und
wendig, genau wie es sich für ein kleines Auto gehört. Gleichzeitig bietet
dieser Ford das solide Gefühl, die raffinierte Technik und das verfeinerte
Design, das man von einem größeren Auto erwarten darf.
Fazit
Ist der neue Ford Ka ein würdiger Nachfolger seines Vorgängers?
Sicherlich! Der dynamische, wendige und herausfordernde Charakter bleibt
erhalten. Die Leistungen sind gut und der Verbrauch ist angenehm
niedrig.
Es ist einem klugen Entwurf zu verdanken, dass Ford maximalen Innenraum
aus minimalem Außenraum zu nehmen weiß. Trotzdem kennt das Auto einige
ergonomische Fehler wie der nicht höhenverstellbare Gurt und eine
Heckklappe, die nur mit Schlüssel zu öffnen ist. Der versprochene
iPod-Anschluss funktioniert nicht.
Der Ford Ka unterscheidet sich von seiner Konkurrenz durch seinen
verfeinerten Charakter. Die Fahreigenschaften sind die eines kleinen Autos,
aber das solide Gefühl und das Raffinement (Vollendung, Materialwahl,
Straßenlage) sind die eines großen, luxuriösen Autos. Der Ford Ka ist
deshalb bereit für die Zukunft. Er ist der Fels in der Brandung;
Charaktererhaltung also.
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