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über welche Talente muss ein gutes SUV verfügen? Ein
derartiges Auto muss rüstig aussehen, vollauf Raum bieten,
komfortabel fahren und sehr sicher sein. Obwohl niemand es je
benutzen wird, muss sich das Auto im Gelände bewiesen haben.
Das äußere
Das SUV ist dank des robusten äußeren populär.
Mancher genießt das Gefühl, ein großes,
kräftiges Auto zu fahren. Der Ford Kuga ist kein
abschreckender Geländewagen, der den Fahrstreifen schon dann
für sich allein bekommt, wenn er nur im Rückspiegel des
vor ihm Fahrenden erscheint. Aber die hohe Front macht den Kuga
robust und gewichtig. Die Fernstrahler geben dem Kuga eine
entschlosse Ausstrahlung.
Der Bodenschutz ist bis zur Stoßstange herangezogen, was
vermuten lässt, dass der Kuga zu vielem im Stande sein muss.
Weil die Räder an die äußersten Ecken platziert
wurden, ist der überhang minimal und sollte der Kuga
theoretisch steile Steigungen befahren können.
Raum
Unter dem robusten äußeren versteckt sich eine
komfortabele Puppe. Der Raum vorne ist sehr gut; sogar mit
Sonnendach bleibt der Kopfraum ausgezeichnet. Die (optional) mit
Leder bezogenen Sitze sind herrlich stabil und gut verstellbar. So
wie es sich bei einem Wagen wie diesem gehört, ist die
Sitzposition hoch, was eine gute Sicht auf den übrigen Verkehr
erlaubt. Das Gefühl, eine unbesiegbare Maschine zu fahren,
stellt sich aber nicht ein.
Trotz des großen Umfangs des Wagens enttäuscht der
Raum hinten. Im Vergleich mit ähnlichen SUV bietet der Kuga
auf dem Rücksitz weniger Raum als durchschnittlich. Der
Gepäckraum ist groß, aber doch wieder nicht so
groß wie durchschnittlich für ein Auto wie dieses. Das
schöne Linienspiel nimmt vom Gepäckraum Platz weg,
welcher deswegen unregelmaßig geformt ist. Um große
Teile transportieren zu können, ist es deswegen öfter
notwendig, den Rücksitz wegzuklappen.
Gemäß aktuellem Trend kann die Heckklappe des Kugas
in zwei Teilen geöffnet werden. Für größeres
Gepäck muss die ganze Heckklappe geöffnet werden.
Für kleines Gepäck reicht es, nur die obere Hälfte
zu öffnen. Da hat Ford leider sein Ziel verpasst. Die obere
Hälfte ist so kräftig gebaut, dass das öffnen fast
genau so viel Kraft kostet wie das öffnen der ganzen
Heckklappe. Damit ist der Vorteil einer teilbaren Heckklappe
verloren gegangen.
Im Interieur des Kugas ist viel Standard-Ford-Zubehör zu
erkennen. Das heißt, dass die Ausrüstung modern und in
manchem Punkt sogar fortschrittlich ist. Der Testwagen wurde mit
einem guten Audio-, Kommunikations- und Navigationssystem
ausgestattet. Dieses letzte fällt mit ganz neuem
Kartenmaterial auf. Der Kuga kennt den Weg in die Neubausiedlung,
wo der Asphalt gerade trocken ist! Vom Preis her gesehen ist die
Ausrüstung großzügig; der Kuga ist so kaum einem
Personenwagen in seiner Preiskategorie unterlegen.
Komfort
Und das letzte gilt auch für den Komfort. Vorerst ist der
Kuga nur mit einem 2.0 Liter Dieselmotor lieferbar, der seine
Arbeit in aller Ruhe macht. In Zahlen ausgedrückt ist die
gebotene Leistung von 136 PS / 320 Nm mager für ein Auto wie dieses.
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In tatsächlicher Leistung ausgedrückt enttäuscht
der Kuga nie. Natürlich ist es kein Sportwagen, aber das Auto
fährt immer ohne Probleme mit dem übrigen Verkehr mit.
Auch wenn es mal schneller sein muss, kann der Kuga weiterfahren.
Dank des Allradantriebs ist ein Durchdrehen der Räder
ausgeschlossen, auch bei extremem Wetter. Wenn ruhig gefahren wird,
ist der von Ford versprochene Verbrauch von 6,4 Liter pro 100 km
tatsächlich realisierbar.
Sicherheit
Ein oft gehörter Grund für den Kauf eines SUV ist das
Gefühl der Sicherheit. Dabei bleibt es in der Regel bei einem
Gefühl, denn durch das enorme Gewicht und die große
Höhe lässt die Straßenlage eines SUV oft viel zu
wünschen übrig.
Der Kuga erweist dem Ruf von Ford alle Ehre. Genau wie jeder
andere Ford lenkt dieser Geländewagen außerordentlich
gut. In den meisten Situationen benimmt sich der Kuga wie ein
normaler Personenwagen. Dieses SUV lässt sich in
Geschwindigkeiten durch Kurven lenken, bei denen manche Sportcoupes
schon Probleme bekommen könnten!
Nach langer Fahrt ist doch einen Schwachpunkt gefunden: Durch
das hohe Gewicht und die weiche Federung kann der Kuga auf einer
welligen Straßendecke mit einer sicheren Trägheit
reagieren und die Bodenhaftung verlieren. Wenn dann eine
plötzliche Lenkbewegung gemacht wird, hat das Auto kaum noch
Bodenhaftung. Nur in diesem Fall ist ein leichter, niedrigerer
Personenwagen noch immer im Vorteil.
Gelände
Der Ford Kuga ist nicht als Geländewagen gedacht und hat
deswegen auch keine Geländewagen-Technik an Bord. Der An- und
Abfahrtswinkel sind größer als die von Personenwagen,
aber die Bodenfreiheit ist kaum größer. Die
standardmäßig montierten Reifen sind
ausschließlich für öffentliche Straßen, nicht
jedoch für Schlamm geeignet.
Der Kuga wurde mit einem besonders kurzen ersten Gang
ausgestattet. In der Stadt ist das ärgerlich, weil deswegen
oft geschaltet werden muss. Aber im Gelände macht es das Auto
kräftig, und steile Steigungen können bemerkenswert
einfach genommen werden. Derselbe kurze Erste macht es
möglich, effektiv beim Abwärtsfahren mit dem Motor zu bremsen.
Das Automatikallradgetriebe ist in der Praxis effektiv. Meistens
wird mit Frontantrieb gefahren, aber wenn es nötig wird,
machen die Hinterräder mit. Dadurch weiß der Kuga seine
Talente auch im Gelände überzeugend zu beweisen.
Fazit
Applaus für Ford! Mit dem Kuga hat sich Ford ein echtes
Talent ins Haus geholt. Das Auto erfüllt alles, womit sich ein
modernes SUV bewährt. Der Kuga sieht kräftig aus und
bietet innen vollauf Luxus und Komfort.
Die Fahreigenschaften sind ausgezeichnet für ein SUV. Die
Straßenlage ist kaum der der Personenwagen von Ford
unterlegen. Die Leistungen des Dieselmotors sind nett, obwohl der
Verbrauch niedrig bleibt. Trotz der einfachen Off-Road-Technik der
Kuga im leichten Gelände verdienstvolle Leistungen.
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