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"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen"? Quatsch!
Sicher, bei der Auswahl eines Autos geht persönlicher
Geschmack fast immer über rationelle Erwägungen. Kaum ein
Fahrer, der sein Auto least, wählt es mit Hilfe einer
Rechenmachine. Das äußere zählt, und da hat Mazda
sich viel Arbeit gemacht.
Vergnügendes Aussehen
Der Mazda6 wurde bis zur letzten Schraube neu entworfen. Wie
üblich bei neuen Autos ist auch der Mazda6 kräftig
gewachsen. Das Auto wurde 8 cm länger, 2 cm breiter und 5 cm
höher als sein Vorgänger. Zugleich ist das Auto leichter
geworden, und das kommt dem Fahrvergnügen zugute. Das
äußere ist scharf und vornehm. Gerade von vorne
ähnelt der Mazda den aktuellen Topmodellen von Lexus.
Das geräumig angelegte Interieur ist gekennzeichnet durch
stramme und moderne Linien. Trotzdem sieht es nicht steril deutsch
oder frivol italienisch aus. Der Mazda6 ist sachlich, aber nicht
altmodisch. Sehr geschickt sind die vielen Funktionen mittels einer
"Cursor-Insel" auf dem Lenkrad bedienbar.
Obwohl Mazda alle Technik bietet, die heute in 2008 erwartet
werden darf (DVD-Navigation, Anschluss für MP3-Spieler,
Bluetooth-Telefonkupplung), ist die Ausrüstung nicht
innovativ. Die Vollendung, Ausrüstung und der Raum taugen,
aber sie sind nicht besser als in dieser Segment üblich.
Angenehm fahren
Zum Glück weiß sich der Mazda6 mit seiner
Straßenlage direkt von der Konkurrenz zu unterscheiden. Der
"6" ist sehr stark abgefedert, und das setzt sich in eine
dynamische Straßenlage um. Dieses Geschäftsauto ist
sogar sehr herausfordernd und eignet sich nur zu gerne für
flottes Kurvenfahren. Die Straßenlage ist ausgezeichnet und
sehr vertrauenerweckend. Wenn die Grenze der Bodenhaftung
schließlich erreicht ist, lässt sich der Mazda ganz
einfach korrigieren.
Der 2.0 Dieselmotor des Testwagens ist ruhig und kräftig.
Dank des sechsten Gangs bleibt die Drehzahl angenehm niedrig, und
es können in aller Ruhe längere Strecken gefahren werden.
Ein subtiler Ansporn reicht schon, um kräftig zu
beschleunigen. Auch bei einer niedrigen Drehzahl ist schon viel
Zugkraft vorhanden, wodurch dieser Dieselmotor einen lebendigen
Charakter hat. Die Leistung von 140 PS / 330 Nm ist sicher keinen
übermaß, aber wenn er darf, ist immer die notwendige
Reserve verfügbar, um kräftig weiterzufahren. Ganz
wichtig: Der Mazda6 fühlt sich auch schnell an, und das ist
mindestens so wichtig wie die tatsächlichen Leistungen.
Vernünftig fahren
Die sportliche Straßenlage bringt nicht nur das
erwünschte Vergnügen, sondern garantiert auch die
notwendige aktive Sicherheit. Eine gute Straßenlage sorgt
dafür, dass das Auto bei einem Ausweichmanöver
kontrolierbar bleibt.
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Die Motoren des neuen Mazda6 sind vom vorigen Mazda6
übernommen. Zwar sind alle Motoren verfeinert, damit sie jetzt
kräftiger und doch sparsamer sind. Außerdem hat die
Technik sich jetzt bewiesen und damit ist jetzt schon klar, dass
ein neuer Mazda6 äußerst zuverlässig sein wird.
Weil der Dieselmotor bei niedriger Drehzahl vollauf Leistung
liefert, ist es nicht notwendig, den Motor in jedem Gang weiter
durchzuziehen. Das zwingt wie von selbst zum sparsamen Fahren und
einem entsprechend niedrigen Verbrauch. Es ist daher einfacher,
sparsamer zu fahren, als der Hersteller angibt. Außerdem ist
dieser kluge Dieselmotor mit einem Rußfilter versehen.
Neuigkeiten wie ein Stop-/Start-System oder andere innovative und
umweltfreundliche Maßnahmen kennt der Mazda6 nicht.
Vernüftig Laden
Das starke Wachstum des Mazda6 sorgt nicht nur für eine
stabile Straßenlage. Dank des hohen Radstandes (+5 cm im
Vergleich zum vorigen Mazda6) ist der Beinraum auf dem
Rücksitz überdurchschnittlich groß. Vorne ist der
Raum durchschnittlich für einen Auto dieses Segments.
Der hier gefahrene Kombi ("SportBreak") bietet eine
Anzahl kluger und praktischer Einrichtungen. So bewegt sich der
Abdecküberzug des Kofferraums mit der Heckklappe mit, und das
ergibt einen ungeahnt geräumigen Zugang zum Gepäck.
Leider öffnet die Heckklappe nicht weit genug, deswegen
können lange Menschen sich ihren Kopf stoßen.
Auch weniger bequem ist die Beleuchtung in der Heckklappe statt
im Gepäckraum. Das Lämpchen ist zu schwach, um den Boden
zu beleuchten, und zu weit vom Gepäckraum platziert, um dort
Licht ins Dunkel zu bringen. Vor allem in der dunklen Garage ist
das wirklich unbequem.
Der Gepäckraum kann von 519 auf bis zu 1.751 Liter
vergrößert werden. Das Hochklappen von Sitzen oder
Demontieren von Kopfstützen ist überflüssig. Ein
Knopfdruck genügt, um einen perfekt flachen Ladeboden zu
schaffen. Außerdem ist sowohl auf dem Rücksitz als auch
im Gepäckraum ein "Hochklappknopf" zu finden. Das ist alles
sehr praktisch und funktionell, genauso wie es sich bei einem
vernünftigen Auto wie diesem gehört.
Fazit
Der Chef mag es gediegen und bezahlbar. Aber für den
Geschäftsfahrer sind Fahrvergnügen und Aussehen das
wichtigste bei der Auswahl eines neues Autos. Solche
entgegengesetzte Wünsche scheinen sich nicht vereinen zu
lassen. Aber der Mazda6 ist eines der wenigen Geschäftsautos,
die Vergnügen und Verstand erfolgreich kombinieren.
Der Mazda6 bietet eine sportliche und fast herausfordernde
Straßenlage, die gleichzeitig auch sehr sicher ist. Man darf
also kein starr lenkendes Auto erwarten, aber doch mehr Dynamik als
durchschnittlich. Der 2.0 Liter Dieselmotor liefert gute
Leistungen, ist aber auch sparsam und sauber. Der SportBreak ist
geräumig und praktisch und kombiniert das mit einer modernen Linienform.
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