Schritt 1: Ziel
Fange mit einem klaren Ziel an. Ein kleines Auto muss trotzdem
ein vollwertiges Auto sein. Der verfügbare Raum muss maximal
genutzt werden. Deswegen sind die Räder auf die
äußersten Ecken platziert und relativ klein. Die
Radkästen nehmen dadurch so wenig wie möglich Platz weg.
Der Raum vorne ist dank dieses Entwurfs hervorragend. Vor allem
im Vergleich mit seinem Vorgänger, dem Atos, ist der i10
bedeutend breiter geworden. Die Insassen sitzen nicht länger
Schulter an Schulter, sondern haben den benötigten
Bewegungsraum. Der i10 hat einen etwas höheren Sitz als ein
durchschnittliches Personenauto, was den Einstieg einfacher macht.
Auch der Platz auf dem Rücksitz wurde nicht vergessen.
Sogar sehr große Erwachsene sitzen hier gut. Der Beinraum
hinten im i10 ist sogar besser als der mancher größerer Autos!
Schritt 2: Gepäckraum
Vergiss den Gepäckraum nicht. Leider hat Hyundai genau das
getan. Mit 225 Liter ist der Laderaum nur durchschnittlich
groß. Mit umgeklapptem Rücksitz kommt er auf bis zu 889
Liter, ebenfalls ein durchschnittlicher Wert. Leider hat der i10
eine große Hebeschwelle, was das Ein- und Ausladen erschwert.
Die Hutablage hat kein Scharnier zur Heckklappe. Das ist vor allem
dann unbequem, wenn man die Hände voller Einkaufstaschen oder
Koffer hat.
Schritt 3: Vorteilhaft beim Kauf
Mach das Auto vorteilhaft. Hyundai ist stark im Bauen von Autos
mit einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis. Das
fängt mit praktischen Dingen an, die das Auto kaum teurer
machen, wohl aber geschickter. Der i10 ist großzügig mit
Behältern und Fächern ausgestattet. Die Skala am
Tachometer ist in weiß ausgeführt, während die
anderen Anzeigen (Drehzahlmesser, Benzinmesser) einen schwarzen
Hintergrund haben. Das liest sich einfacher ab und macht das Auto
kaum teurer.
Ab Basisausführung hat der i10 Servolenkung und einen
Radio/CD-Spieler. Letzterer kann auch CDs mit MP3-Daten abspielen.
Sogar ein Anschluss für einen externen MP3-Spieler ist
vorgesehen! Die teuren Versionen des i10 sind mit zentraler
Türverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch bedienbaren
Seitenfenstern vorn und hinten, Klimaanlage und elektrisch
verstellbarem Außenspiegel ausgestattet. Die hier gezeigte
Hitversion ist mit einem Dachspoiler, Leichtmetallfelgen und
Fernstrahlern ausgestattet.
Schritt 4: Vorteilhaft im Gebrauch
Mach das Auto nicht nur vorteilhaft beim Kauf, sondern auch im
Gebrauch. Deswegen wurde der i10 einen 1.1 Liter Vierzylinder Motor
versehen. Der leistet etwas weniger als die der Konkurrenz, aber
dafür ist der i10 besonders sparsam.
In der Stadt und auf ländlichen Straßen kommt der 66
PS starke i10 problemlos im Verkehr mit. Um sich auf der Autobahn
flott einzufädeln, muss der i10 schwer arbeiten. 120 km/h sind
eine nette Reisegeschwindigkeit, aber darüber ist kaum Reserve
verfügbar. Hyundai verspricht eine Höchstgeschwindigkeit
von 151 km/h, aber 140 km/h ist in der Praxis schon nur noch mit
Mühe machbar.
Der i10 ist auch mit einem Vierstufenautomaten lieferbar. Dieser
wirkt gebührend, aber dabei bleibt es auch. Die Elektronik
fühlt sich für den Fahrer nicht gut an und schaltet
gefühlsmäßig im falschen Moment. Außerdem ist
der i10 mit Automat bedeutend träger als die handgeschaltete
Variante. Kurz gesagt: Wenn es sein muss, reicht der Automat, aber
der i10 kommt mit dem handgeschalteten Getriebe besser zurecht.
Schritt 5: Komfort
Sorge für genügend Schallisolierung. Der Motor ist bei
stationärer Drehzahl so ruhig, dass die Scheibenwischer noch
besser zu hören sind! Auch die Geräusche von Reifen oder
Seitenwind sind sehr kultiviert für ein Auto dieser Klasse.
Leider erzeugt der Testwagen das übliche Klappern auf
schlechten Straßendecken, aber ein Sprecher von Hyundai
erklärte, dass das beispielhaft sei.
Der i10 ist kräftig gefedert, und dadurch sind Unebenheiten
in der Straßendecke nachdrücklich spürbar. Das
schadet dem Komfort, aber Hyundai hat hier im Hinblick auf Punkt 6
und 7 zu Recht einen anderen Schwerpunkt gewählt:
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Schritt 6: Fahrvergnügen
Wähle ein kräftiges Fahrgestell, das eine gute
Straßenlage garantiert. Kleine, vorteilhafte Autos haben in
der Regel auch ein "vorteilhaftes" Fahrgestell, wodurch die
Straßenlage zu wünschen übrig lässt. Der i10
lässt sich ohne Probleme mit hoher Geschwindigkeit durch die
Kurven lenken, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Er bringt
deswegen mehr Fahrvergnügen und Vertrauen als die meisten Konkurrenten.
Der i10 ist sehr wendig (Wendekreis 9,5 Meter) und fühlt
sich vor allem in der Stadt wie zu Hause. Während der
Testfahrt wurden schmale Straßen befahren, die sogar mit dem
Fahrrad ein Herausforderung wären, aber der i10 ließ
sich ohne Probleme durch die engsten Gassen lenken. Dabei ist der
i10 sehr übersichtlich, was das Manövrieren noch
einfacher macht.
Schritt 7: Sicherheit
Die gute Straßenlage vermeidet Unfälle (aktive
Sicherheit), aber vergiss die passive Sicherheit nicht. Leider hat
der i10 in der Basisausführung nur einen Airbag. Für
einen bescheidenen Mehrpreis ist er zum Glück auf zwei oder
sogar vier Airbags erweiterbar.
Bremsen mit ABS, wodurch das Auto während einer Notbremsung
lenkbar bleibt, sind Standard. Außerdem hat der i10 rundherum
Scheibenbremsen (Trommelbremsen hinten sind üblicher), wodurch
das Auto ausgezeichnet bremst.
Schritt 8: Interieur
Der Fahrer sieht vor allem das Interieur des Wagens, also sorge
gerade hier für eine verlockende Formgebung. Das
Armaturenbrett des i10 ist aus spielerischen runden Formen
gestaltet. Alle Knöpfe und Hebel sind auf "Inseln"
untergebracht, von welchen jede eine eigene Funktion hat.
Abhängig von der Ausführung ist das Interieur mit
farbigen Akzenten versehen. Die Sitze können mit frechen
Drucken verkleidet werden.
Schritt 9: Exterieur
Auch ein kleines Auto darf gut aussehen. Deswegen hat Hyundai
dem i10 fließende Formen gegeben. Die Front mit den
hochgezogenen Scheinwerfern gibt dem i10 einen tapferen und
selbstbewussten Blick. Die schwarzen Akzente geben diesem
stattlichen Racker eine robuste Ausstrahlung. Der i10 ist ganz klar
ein Hyundai der neuen Generation, genau wie der i30.
Schritt 10: Bonus
Als Sahnehäubchen: Lasse das Auto von Autozine auf einem
großen Platz mitten in der Innenstadt von Palermo (Sizilien,
Italien) fotografieren. Setze eine nette Dame hinters Lenkrad, um
die Bilder aufzuheitern.
Folge diesen zehn Schritten, und der Hyundai i10 wird bestimmt
ein Erfolg!
Fazit
Der Hyundai ist ein Auto wie aus dem Buch. Minuspunkte sind
deswegen kaum zu finden: Der Gepäckraum hat eine große
Hebeschwelle, und die Hutablage hat kein Scharnier zur Heckklappe.
Das Automatikgetriebe funktioniert nur angemessen, aber dabei
bleibt es dann auch.
Der Hyundai i10 bietet vollauf Innenraum, sowohl vorne als auch
hinten. Ausgehend von der Ausrüstung und dem Komfort ist das
Verhältnis zwischen Preis und Qualität sehr gut. Dank des
sparsamen Motors ist der i10 auch im Gebrauch vorteilhaft. Das
Benehmen auf der Straße (Straßenlage, Lenkung, Bremsen)
ist überdurchschnittlich gut, was den i10 auch sehr sicher
macht. Schließlich sieht das Auto gut aus. Kurz gesagt: Der
Hyundai i10 hat alles Nötige in sich vereint, um ein
großer Erfolg zu werden!
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