Veröffentlichungsdatum: 7 Februar 2008
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Suzuki Splash

Suzuki Splash

Herrlich, klar, handzahm

Suzuki hat glänzende Nachtrichten: Die Marke führt ein MPV ein, das so schön ist, dass man gern damit fahren möchte. Das neueste Modell ist ein Raumwunder, aber schön anzusehen. Suzuki hat den frischen Neuankömmling Splash getauft.

Ja! In weiß! Weiß ist die Modefarbe von heute, und das passt zum Splash. Dieser neueste Suzuki hat eine so kluge Formgebung, dass kaum zu sehen, dass es sich hier um ein MPV (Multi Purpose Vehicle) handelt. Trotzdem ist es tatsächlich das neueste Raumwunder von Suzuki.

Vorn

Der Splash hat die herausfordernden Linien, die ausgeklopften Radkästen und die keck blickenden Scheinwerfer des Verkaufshits von Suzuki: dem Swift. Aber der Splash ist wesentlich höher. Das bedeutet einen höheren Sitz (+54 mm), was das Einsteigen einfacher macht. Die Windschutzscheibe ist sehr weit vorn platziert, wodurch der Splash ein enormes Gefühl von Geräumigkeit erzeugt. Dank der hohen Dachlinie ist der Kopfraum überwältigend.

Das Armaturenbrett hat dieselbe runde, spielerische Forme wie der Rest des Fahrzeugs. Der Schalthebel ist weit oben auf dem Armaturenbrett angebracht, damit es zwischen den beiden Vordersitzen zusätzlichen Raum gibt.

Suzuki Splash

Das Interieur hat alle üblichen Behälter, Fächer, Schubfächer und andere praktische Vorsehungen, aber nicht mehr als durchschnittlich. Bezüglich der praktischen Möglichkeiten ist der Splash gut, hat aber nichts wirklich Neues zu bieten; und gerade ein neues Auto muss besser sein als der übliche Standard. Teilweise wird das durch erfrischende Optionen und Akzente mit "Splash"-Tropf-Motiv und Armaturenbrettunterteilen in der Lackfarbe des Autos wieder gut gemacht.

Hinten

Der Beinraum hinten ist angemessen, der Kopfraum ist beachtlich. Leider ist um den Rücksitz herum kein Laderaum vorgesehen; die Hintertüren haben keine Schubfächer. Eventuelles Kinderspielzeug wird deswegen schnell im Auto herumfliegen. Der Gepäckraum ist durchschnittlich für ein Auto dieser Größe. Unter dem Ladeboden ist aber ein großes Extra-Schubfach zu finden, das willkommenen zusätzlichen Laderaum bietet.

Suzuki Splash

Der Rücksitz ist ganz einfach aufzuklappen (Kopfstütze entfernen oder Sitze hochklappen ist nicht notwendig), und dann bietet der Splash nicht weniger als 1.050 Liter Gepäckraum. Dazu hat Suzuki sich an alle Spielregeln gehalten: der Gepäckraum kennt keine Hebeschwelle, hat einen perfekten flachen Ladeboden, ist gut vollendet und ist dank der breiten Heckklappe gut erreichbar.

Straßenlage

Nicht nur das äußere des Splash basiert auf dem Suzuki Swift, auch die technische Basis beider Autos sind gleich. Das ist nicht mehr als logisch, denn der Swift ist eines der am besten fahrenden Autos seiner Klasse. Der Swift ist ausgesprochen sportlich und bietet dank der ausgezeichneten Straßenlage viel Sicherheit.

Suzuki Splash

Der Splash ist aber viel mehr auf Komfort abgestimmt. Die Kombination aus einem sportlichen Unterton und einem komfortablen Fahrgestell verlangt am Anfang etwas Gewöhnung. Der Splash lenkt mit viel Gefühl (sprich: nicht gefühllos leicht) und reagiert bemerkenswert direkt auf jede Lenkbewegung. Aber weil der Splash sanft gefedert ist und höher als ein normales Personenauto, hängt dieses MPV doch schnell über. Das fällt nur bei den ersten Kilometern auf; je länger die Testfahrt dauert, desto mehr Vertrauen gewinnt der Splash. Schließlich hat der Splash eine sichere und lebendige Straßenlage. Dank des sportlichen Untertones bietet der Splash mehr Fahrvergnügen als mancher Konkurrent.

Suzuki Splash

Dabei verdienen die Bremsen eine spezielle Erwähnung: Der Splash ist sehr exakt zu dosieren und, falls gewünscht, innerhalb sehr kurzer Abstände wie ein Block zum Stehen zu bringen. Ein sicheres Gefühl!

Motoren

Suzuki legt ab mit drei Motoren, die für den Splash ganz neu entwickelt wurden. Es handelt sich um einen Diesel- und zwei Benzinmotoren. Weil die Benzinmotoren schon sehr sparsam sind, müssen sehr viele Kilometer pro Jahr gefahren werden, um den Mehrpreis des Dieselmotors wieder hereinzuholen.

Deswegen wurde für diesen Test nur mit den beiden Benzinmotoren gefahren. Obwohl der Splash genau so groß ist wie kompakte MPVs anderer Marken, sind die Suzuki-Motoren bedeutend kleiner. Weil der Splash relativ leicht ist und einen niedrigen Strömungswiderstand hat, genügen diese kleinen Motoren. Trotzdem fehlt das erwachsene Gefühl mancher Gegner. Der Vorteil bei der Wahl von Suzuki besteht darin, dass der Splash sowohl beim Kauf als auch im Gebrauch günstiger ist.

Suzuki Splash

Erst wurde mit dem 1.2-Liter Motor gefahren, laut Erwartung die beliebteste Kraftquelle. Das erste, was auffällt, ist, dass der Splash besonders ruhig für ein Auto dieser Preisklasse ist. Der Motor lässt kaum etwas von sich hören, und auch Seitenwind und Rollgeräusche sind geringfügig. Auch außerhalb des Autos fällt auf, dass der Splash fast unhörbar über den Asphalt rollt.

Doch ist der Motorcharakter widersprüchlich zum komfortablen Charakter des Autos. Wenn ruhig gefahren wird, hat der Motor kaum eine Reserve bereit. Das Gaspedal tiefer einzutreten hat wenig Effekt; deswegen fühlt sich der Splash kraftlos an. Um flott zu beschleunigen, muss das Gas kräftig eingetreten werden, und dann ist es -zeitweilig- aus mit dem Komfort. In der Stadt, auf der Autobahn und sogar in den Bergen ist der 88 PS starke 1.2 Liter Motor weit ausreichend, solange er auf Drehzahl gehalten wird.

Umweltfreundlich

Als Alternative ist ein äußerst effizienter 1.0 Liter Motor lieferbar. Dieser zählt drei statt der mehr üblicheren vier Zylinder. Ein Dreizylinder-Motor läuft in der Regel etwas weniger schön, ist aber von Natur aus besonders sparsam. Weil der Splash so ruhig ist, ist vom erwarteten rohen Lauf wenig zu spüren. Gleichzeitig zeigt der Bordcomputer äußerst (umwelt)freundliche Verbrauchszahlen.

Suzuki Splash

In der Stadt und auf Landstraßen bringt der Splash 1.0 fast genau so gute Leistungen wie der 1.2. Nur auf der Autobahn ist spürbar, dass es ein Basismotor ist. Dann muss der Splash 1.0 noch mehr arbeiten als der 1.2, um sich flott einzufädeln. Auch in den Bergen muss regelmäßig zurückgeschaltet werden, um das Tempo zu halten.

Deswegen lautet der Rat: Wenn der Splash als Stadtauto benutzt wird, ist der 1.0 Motor die wirtschaftlichste Wahl. Der Splash 1.0 ist ruhig, flott und sehr sparsam. Für viele Autobahnkilometer oder weitere Urlaubsfahrten ist der 1.2 die bessere Auswahl. Außerdem darf nur der Splash 1.2 einen Fahrradständer tragen. Der Splash 1.2 bietet in jeder Hinsicht etwas mehr Raffinesse und leistet einfach mehr.

Fazit

Das Endurteil ist klar: Der Suzuki Splash weiß sich gut von der Konkurrenz zu unterscheiden. Im Sachen Geräumigkeit und praktische Möglichkeiten gehört der Splash nur zum Mittelfeld. Aber der Splash sieht ungeahnt frisch aus und hat bestimmt nicht die Ausstrahlung eines langweiligen Familienbusses.

Dabei fährt der Splash so gut wie er aussieht. Dank der Gene des Suzuki Swift hat der Splash einen sportlichen Unterton, aber das Familienauto ist auf Komfort ausgerichtet. Für ein Auto in dieser Preisklasse ist der Splash sehr ruhig. Die Benzinmotoren liefern gute Leistungen und sind sparsam mit dem Brennstoff.

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Preise

Splash 1.0 Comfort:
€ 13.500

Grundpreis:
€ 9.990

 
Beurteilung
plus
  • Komfortabel mit sportlichem Unterton
  • Geräumig und schön anzusehen
  • Nette Leistungen, sogar mit Basismotor
minus
  • Kein Laderaum um den Rücksitz herum
  • Mittlere Kopfstütze nimmt die Sicht zum Innenspiegel
 
Zufriedenheitswert nach Einschätzung der Eigentümer
7,9

8,6

8,5

 
Alternativen
  
 

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