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Ja! In weiß! Weiß ist die Modefarbe von heute, und
das passt zum Splash. Dieser neueste Suzuki hat eine so kluge
Formgebung, dass kaum zu sehen, dass es sich hier um ein MPV
(Multi Purpose Vehicle) handelt. Trotzdem ist
es tatsächlich das neueste Raumwunder von Suzuki.
Vorn
Der Splash hat die herausfordernden Linien, die ausgeklopften
Radkästen und die keck blickenden Scheinwerfer des
Verkaufshits von Suzuki: dem Swift. Aber der Splash ist wesentlich
höher. Das bedeutet einen höheren Sitz (+54 mm), was das
Einsteigen einfacher macht. Die Windschutzscheibe ist sehr weit
vorn platziert, wodurch der Splash ein enormes Gefühl von
Geräumigkeit erzeugt. Dank der hohen Dachlinie ist der
Kopfraum überwältigend.
Das Armaturenbrett hat dieselbe runde, spielerische Forme wie
der Rest des Fahrzeugs. Der Schalthebel ist weit oben auf dem
Armaturenbrett angebracht, damit es zwischen den beiden
Vordersitzen zusätzlichen Raum gibt.
Das Interieur hat alle üblichen Behälter, Fächer,
Schubfächer und andere praktische Vorsehungen, aber nicht mehr
als durchschnittlich. Bezüglich der praktischen
Möglichkeiten ist der Splash gut, hat aber nichts wirklich
Neues zu bieten; und gerade ein neues Auto muss besser sein als der
übliche Standard. Teilweise wird das durch erfrischende
Optionen und Akzente mit "Splash"-Tropf-Motiv und
Armaturenbrettunterteilen in der Lackfarbe des Autos wieder gut gemacht.
Hinten
Der Beinraum hinten ist angemessen, der Kopfraum ist beachtlich.
Leider ist um den Rücksitz herum kein Laderaum vorgesehen; die
Hintertüren haben keine Schubfächer. Eventuelles
Kinderspielzeug wird deswegen schnell im Auto herumfliegen. Der
Gepäckraum ist durchschnittlich für ein Auto dieser
Größe. Unter dem Ladeboden ist aber ein großes
Extra-Schubfach zu finden, das willkommenen zusätzlichen
Laderaum bietet.
Der Rücksitz ist ganz einfach aufzuklappen (Kopfstütze
entfernen oder Sitze hochklappen ist nicht notwendig), und dann
bietet der Splash nicht weniger als 1.050 Liter Gepäckraum.
Dazu hat Suzuki sich an alle Spielregeln gehalten: der
Gepäckraum kennt keine Hebeschwelle, hat einen perfekten
flachen Ladeboden, ist gut vollendet und ist dank der breiten
Heckklappe gut erreichbar.
Straßenlage
Nicht nur das äußere des Splash basiert auf dem
Suzuki Swift, auch die technische Basis beider Autos sind gleich.
Das ist nicht mehr als logisch, denn der Swift ist eines der am
besten fahrenden Autos seiner Klasse. Der Swift ist ausgesprochen
sportlich und bietet dank der ausgezeichneten Straßenlage
viel Sicherheit.
Der Splash ist aber viel mehr auf Komfort abgestimmt. Die
Kombination aus einem sportlichen Unterton und einem komfortablen
Fahrgestell verlangt am Anfang etwas Gewöhnung. Der Splash
lenkt mit viel Gefühl (sprich: nicht gefühllos leicht)
und reagiert bemerkenswert direkt auf jede Lenkbewegung. Aber weil
der Splash sanft gefedert ist und höher als ein normales
Personenauto, hängt dieses MPV doch schnell über. Das
fällt nur bei den ersten Kilometern auf; je länger die
Testfahrt dauert, desto mehr Vertrauen gewinnt der Splash.
Schließlich hat der Splash eine sichere und lebendige
Straßenlage. Dank des sportlichen Untertones bietet der
Splash mehr Fahrvergnügen als mancher Konkurrent.
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Dabei verdienen die Bremsen eine spezielle Erwähnung: Der
Splash ist sehr exakt zu dosieren und, falls gewünscht,
innerhalb sehr kurzer Abstände wie ein Block zum Stehen zu
bringen. Ein sicheres Gefühl!
Motoren
Suzuki legt ab mit drei Motoren, die für den Splash ganz
neu entwickelt wurden. Es handelt sich um einen Diesel- und zwei
Benzinmotoren. Weil die Benzinmotoren schon sehr sparsam sind,
müssen sehr viele Kilometer pro Jahr gefahren werden, um den
Mehrpreis des Dieselmotors wieder hereinzuholen.
Deswegen wurde für diesen Test nur mit den beiden
Benzinmotoren gefahren. Obwohl der Splash genau so groß ist
wie kompakte MPVs anderer Marken, sind die Suzuki-Motoren bedeutend
kleiner. Weil der Splash relativ leicht ist und einen niedrigen
Strömungswiderstand hat, genügen diese kleinen Motoren.
Trotzdem fehlt das erwachsene Gefühl mancher Gegner. Der
Vorteil bei der Wahl von Suzuki besteht darin, dass der Splash
sowohl beim Kauf als auch im Gebrauch günstiger ist.
Erst wurde mit dem 1.2-Liter Motor gefahren, laut Erwartung die
beliebteste Kraftquelle. Das erste, was auffällt, ist, dass
der Splash besonders ruhig für ein Auto dieser Preisklasse
ist. Der Motor lässt kaum etwas von sich hören, und auch
Seitenwind und Rollgeräusche sind geringfügig. Auch
außerhalb des Autos fällt auf, dass der Splash fast
unhörbar über den Asphalt rollt.
Doch ist der Motorcharakter widersprüchlich zum
komfortablen Charakter des Autos. Wenn ruhig gefahren wird, hat der
Motor kaum eine Reserve bereit. Das Gaspedal tiefer einzutreten hat
wenig Effekt; deswegen fühlt sich der Splash kraftlos an. Um
flott zu beschleunigen, muss das Gas kräftig eingetreten
werden, und dann ist es -zeitweilig- aus mit dem Komfort. In der
Stadt, auf der Autobahn und sogar in den Bergen ist der 88 PS
starke 1.2 Liter Motor weit ausreichend, solange er auf Drehzahl
gehalten wird.
Umweltfreundlich
Als Alternative ist ein äußerst effizienter 1.0 Liter
Motor lieferbar. Dieser zählt drei statt der mehr
üblicheren vier Zylinder. Ein Dreizylinder-Motor läuft in
der Regel etwas weniger schön, ist aber von Natur aus
besonders sparsam. Weil der Splash so ruhig ist, ist vom erwarteten
rohen Lauf wenig zu spüren. Gleichzeitig zeigt der
Bordcomputer äußerst (umwelt)freundliche Verbrauchszahlen.
In der Stadt und auf Landstraßen bringt der Splash 1.0
fast genau so gute Leistungen wie der 1.2. Nur auf der Autobahn ist
spürbar, dass es ein Basismotor ist. Dann muss der Splash 1.0
noch mehr arbeiten als der 1.2, um sich flott einzufädeln.
Auch in den Bergen muss regelmäßig zurückgeschaltet
werden, um das Tempo zu halten.
Deswegen lautet der Rat: Wenn der Splash als Stadtauto benutzt
wird, ist der 1.0 Motor die wirtschaftlichste Wahl. Der Splash 1.0
ist ruhig, flott und sehr sparsam. Für viele Autobahnkilometer
oder weitere Urlaubsfahrten ist der 1.2 die bessere Auswahl.
Außerdem darf nur der Splash 1.2 einen Fahrradständer
tragen. Der Splash 1.2 bietet in jeder Hinsicht etwas mehr
Raffinesse und leistet einfach mehr.
Fazit
Das Endurteil ist klar: Der Suzuki Splash weiß sich gut
von der Konkurrenz zu unterscheiden. Im Sachen Geräumigkeit
und praktische Möglichkeiten gehört der Splash nur zum
Mittelfeld. Aber der Splash sieht ungeahnt frisch aus und hat
bestimmt nicht die Ausstrahlung eines langweiligen Familienbusses.
Dabei fährt der Splash so gut wie er aussieht. Dank der
Gene des Suzuki Swift hat der Splash einen sportlichen Unterton,
aber das Familienauto ist auf Komfort ausgerichtet. Für ein
Auto in dieser Preisklasse ist der Splash sehr ruhig. Die
Benzinmotoren liefern gute Leistungen und sind sparsam mit dem Brennstoff.
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