24 September 2007
Subaru Impreza

Subaru Impreza

Das hässliche Entlein

Autotest | In einem schönen See, nicht weit von hier, lebte einst eine Entenfamilie. An einem Tag wurde ein neues Entenküken geboren, das ganz anders aussah als die anderen Enten. Schon rasch wurde das neue Entlein das "hässliche Entlein" genannt und von allen anderen Tieren verspottet. Aber das hässliche Entlein wuchs auf zu einem Schwan und wurde das schönste Tier im See. Was hat dieses Märchen mit dem neuen Subaru Impreza zu tun? Lesen Sie es selbst.
 

"Subaru Impreza" stand immer für Sportlichkeit und brutale Pferdestärken. Aber in dieser Zeit der Klimaveränderung und des Umweltbewusstseins ist dass nicht länger akzeptabel. Deswegen wirft Subaru das Ruder herum. Obwohl es auch vom neuen Impreza eine schnellere Version gibt, ist die neue Generation vor allem als Geschäftswagen vorgesehen.

Hässlich?

Auch das Aussehen bedeutet einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit. Die vorherigen Generationen wurden als Limousine und Kombi angeboten. Der neue Impreza ist eine exotische Mischung aus beidem.

Subaru Impreza

Zum Glück überzeugt das Interieur mit seiner Schönheit. Das Armaturenbrett ist mit großen wellenartigen Formen um den Fahrer und Beifahrer herum gebaut. Das unerfahrene 80-er-Jahre-Gefühl, das den Impreza bisher trotz vieler Faceliftings gequält hat, gehört damit definitiv zur Vergangenheit. Das neue Interieur ist einheitlich und logisch aufgebaut. Das einzige ungewohnte Element ist der Innenspiegel, der ungewöhnlich niedrig auf die Frontscheibe geklebt ist.

Optional liefert Subaru ein ausgezeichnetes Navigations-, Audio- und Informationssystem. Die grafische Formgebung ist ausgezeichnet, und die Möglichkeiten sind riesig. Nur die Bedienung ist manchmal verwirrend, weil manche Funktionen mit Knöpfen rund um den Monitor bedient werden und andere über den Touchscreen. Zusätzlich wird das System auch noch mit den Tasten am Lenkrad bedient.

Subaru Impreza

Geräumigkeit

Für seine bescheidenen Außenmaße bietet der neue Impreza viel Innenraum. Wenn der Sportsitz ganz hinten steht, kommen sogar große Fahrer nicht an die Pedale heran! Im Gegensatz dazu ist das Lenkrad kaum verstellbar. Es kann in alle Richtungen eingestellt werden, aber nur so wenig, dass man es immer auf den Knien liegen hat.

Der Platz auf den Rücksitzen ist überdurchschnittlich. Auch der Gepäckraum ist groß für ein Auto in diesem Segment.

Subaru Impreza

Boxer

Trotzdem weiß sich der Impreza mit seiner besonderen Technik wirklich von der Masse zu unterscheiden. Die Technik ist nicht einfach nur anders, um anders zu sein, sondern bietet große, praktische Vorteile. Die Entwicklungen, die bisher für maximale Leistungen eingesetzt wurden, werden für den neuen Impreza genutzt, um maximale Sicherheit zu bieten.

Dass fängt mit dem Boxermotor an. Dieser ist einfacher entworfen als ein traditioneller Motor. Außerdem kann er so konstruiert werden, dass das Gewicht nah am Boden liegt. Der einfache Entwurf macht das Auto zuverlässig, der niedrige Schwerpunkt verbessert die Straßenlage.

Subaru Impreza

Auch der neue Impreza hat einen charakteristisch rauen Boxerklang. Die Kupplung greift frühzeitig; wenn das linke Pedal etwas losgelassen wird, will das Auto sofort weg. Das Bremspedal hat sehr viel Spielraum, woran man sich gewöhnen muss.

Der 2.0-Liter-Vierzylinder im Testwagen ist eine Weiterentwicklung des alten Impreza-Motors. Die Kraftquelle ist darauf angepasst, bei niedriger Drehzahl mehr Leistung zu haben. Dass macht das Auto sparsamer. Außerdem lädt der Charakter dazu ein, ruhig und komfortabel zu fahren.

Wenn die Situation dazu geeignet ist, liefert auch dieser neue 150 PS starke Impreza ausgezeichnete Leistungen und hat er seine sportliche Vergangenheit nicht vergessen. Im Hinblick auf den guten Preis liefert der Subaru Impreza eine außergewöhnliche Kombination aus Komfort und Leistung.

Subaru Impreza

Allradantrieb

Subaru wäre nicht Subaru, wenn der Impreza nicht mit dem "Symetrical All Wheel Drive" ausgestattet wäre. Dank des ausgeknobelten Allradantriebs liegt der Schwerpunkt des Wagens niedrig und ist Bodenhaftung unter allen Umständen garantiert. Dies war bei früheren Sportwagen das Geheimnis, um gute Leistungen zu liefern. Beim neuen Impreza für Geschäftsleute garantiert es ganz viel aktive Sicherheit. Airbags und Knautschzone (passive Sicherheit) sind schön, einen Unfall zu vermeiden ist aber immer besser.

Trotzdem ist die Straßenlage etwas schlechter als die des sportlichen Impreza. Das Fahrgestell von diesem Geschäftswagen ist relativ schwammig gefedert, wodurch das Auto mit brutalem Schleudern schließlich aus der Balance kommt. Das Gefühl im Lenkrad ist auch ganz anders als bei einem Sportwagen, wodurch der neue Impreza tatsächlich ein komfortabler Geschäftswagen geworden ist.

Zugpferd

Der Impreza hat noch einen letzten Trumpf, um sich von der Masse zu unterscheiden: Low gearing. Einfach ausgedrückt hat der Impreza zwei Getriebe. Das eine ist für normalen Gebrauch, das andere macht den Wagen langsam, aber extrem stark. Die Kraft kann benutzt werden, um auf einer Steigung mit schwerem Anhänger leichter wegzukommen. Diese Geländewagentechnik ist einzigartig für Personenwagen und macht den Impreza zu einem besseren Zugpferd als mancher SUV!

Fazit

Was hat das Märchen vom hässlichen Entlein nun mit dem neuen Subaru Impreza zu tun? Subaru hat den Mut, Kopf und Kragen zu riskieren, und ist anders als anders. Nach vielen Generationen an Rallye-Fahrzeugen für öffentliche Straßen ist der neue Impreza ein besonderer Geschäftswagen. Wer genauer hinsieht, findet heraus, dass hinter dem hässlichen Entlein sehr viel schöne Technik verborgen ist.

Dank des Boxermotors liefert der Impreza ausgezeichnete Leistungen und ist das Auto äußerst zuverlässig. Der Allradantrieb gibt viel aktive Sicherheit und macht den Impreza zu einem ausgezeichneten Zugfahrzeug.

plus
  • Sehr sicher
  • Schöner Preis
  • Ausgezeichnete Straßenlage
min
  • Gefühlloses Bremspedal
  • Lenkrad ungenügend verstellbar