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Bis vor kurzem wurden die Fords entsprechend dem "New
Edge"-Design entworfen. Für die neue Generation hat Ford
den Ausdruck "Kinetic Design" ins Leben gerufen. Die
Designer hatten eine klare Inspiration, denn der neue Mondeo ist
moderner, hat schärfere Linien und hat einfach mehr Charakter
als manch anderes Auto seiner Klasse. Deswegen zieht das Auto die
Aufmerksamkeit auf sich. Von der Tankstelle bis zum Fotostop:
Interessierte haben regelmäßig wegen des neuen Mondeo
ein Gespräch angefangen. Jeder fand ihn schön, einzelne
fanden aber den aggressiven Kühlergrill nicht so gut.
Die Kreativität der Designer hört nicht beim Exterieur
auf, auch von innen ist der Mondeo neu und anders. Abhängig
von der Ausführung ist die Atmosphäre klassisch mit Holz
und Chrom (Ausrüstungsniveau "Ghia") oder gerade modern
mit tollen Farben und metallischen Zierleisten (wie beim hier
gezeigten "Titanium"). Die glänzenden Zierstreifen
reichen bis zum Lenkrad, können aber gerade da bei voller
Sonneneinstrahlung störend reflektieren.
Bildschirme
Die Ausrüstung ist fortschrittlich und modern mit MP3,
Bluetooth, DVD und allem, was ein Auto im Jahre 2007 an Bord haben
sollte. Anders als üblich befindet sich das große
Display zwischen dem Drehzahlmesser und dem Tacho. Darauf
können die Ausgaben des Bordcomputers, des Navigationssystems,
des Telefons und des Audiosystems abgelesen werden. Mit
Knöpfen auf dem Lenkrad kann man einfach zwischen den
verschiedenen Informationen blättern.
Eine schematische Wiedergabe des Autos zeigt, ob die Türen
geschlossen sind und ob zum Beispiel das Licht brennt. Leider wird
dieses übersichtsbild nicht vom Parkassistenten verwendet.
Dieser beschränkt sich auf akustische Signale.
Eher traditionell ist der zweite Bildschirm in der
Mittelkonsole. Genau wie der erste zeigt er Grafiken, die so
schön sind, dass mancher Computer davon lernen kann. Die
Schärfe beider Bildschirme kann zwar eingestellt werden, aber
ganz schwarz ist nicht möglich. Der Menüpunkt
"ausschalten" bringt nur ein Testbild mit Uhr. Bei einer
Fahrt im Dunkeln sind die beiden abgeblendeten Bildschirme
äußerst ermüdend für die Augen.
Ein anderes Problem ist die für links und rechts getrennte
Klimaanlage, die ungeachtet der eingestellten Temperatur immer eine
Unterströmung mit kalter Luft von der Klimaanlage in das Auto
hineinbläst. Die Klimaanlage kann man ausschalten, aber dann
ist die Luft wieder zu warm.
Raum
Das Interieur ist sehr geräumig gehalten. Vorne ist
ordentlich Platz, und die Sitze passen vorzüglich. Auch hinten
bietet der Mondeo mehr Raum als in diesem Segment üblich.
Der hier gefahrene Wagon ist als echtes Lasttier gedacht, nicht
als Lifestyle-Auto mit Kombi-Optik. Der Gepäckraum ist deshalb
enorm, sogar wenn der Rücksitz nicht weggeklappt ist.
Was aber bei einem fortschrittlichen Auto wie diesem wirklich
auffällt, ist, dass Ford beim Gepäckraum keine
Zaubertricks genutzt hat. So fehlen der doppelte Boden, ein System,
um den Raum flexibel einzuteilen, versteckte Fächer oder
sonstige kluge Einrichtungen. Das Herunterklappen der Rückbank
ist für heutige Begriffe ein umständliches Verfahren,
aber es bietet einen gigantisch großen (1.745 Liter) Laderaum
mit einem perfekt flachen Ladeboden.
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Motoren
Der Mondeo ist mit drei Benzin- und drei Dieselmotoren
lieferbar. Bei den Benzinmotoren fällt auf, dass der Verbrauch
bedeutend niedriger ist als bisher üblich bei Ford. Auch die
Techniker hatten Inspiration!
Trotzdem wurde für den Testwagen der schwerste Dieselmotor
gewählt; laut Erwartung der Favorit bei Leasing-Fahrern. Der
2.0 TDCi (mit Rußfilter) ist gut für 140 PS / 320 Nm und
damit leichter als in dieser Klasse üblich. Nach einem Druck
auf den Startknopf läuft der Selbstentzünder besonders
schön rund, auch nach kaltem Start.
In der Stadt ist der Mondeo 2.0 TDCi flott, und es ist immer
genügend Reserve zum flotten Beschleunigen oder, wenn
nötig, brutalen einordnen im Hause. Die kleinen
Außenspiegel und das kleine Seitenfenster hinten machen den
Wagen wenig übersichtlich. Das erzeugt sicher in den ersten
Tagen ein unsicheres Gefühl.
Auf der Autobahn hat der 2.0 TDCi wiederum mehr als
genügend Leistung parat, um flott mitzukommen. Bei richtiger
Eile macht die Kraftquelle aber nicht mehr mit. Ein Sprint von zum
Beispiel 120 nach 150 macht relativ viel Mühe. Das ist auch
dem niedrigen sechsten Gang zuzuschreiben, der das Drehmoment
niedrig hält. Demgegenüber steht, dass der Mondeo bei
Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h schnell, bemerkenswert ruhig und
außerdem sehr sparsam ist.
Straßenlage
Die Straßenlage ist unter alle Umständen
ausgezeichnet. Ford weiß wie kein anderer, eine perfekten
Kombination aus Komfort und Sportlichkeit zu finden. Das
Fahrgestell ist nicht zu hart und nicht zu sanft. Die
Straßenlage ist ausgezeichnet, auch in extremen Fällen.
Kurz gesagt: Der neue Mondeo fährt so gut wie er aussieht.
Fazit
Die Designer von Ford hatten frische Ideen und reichlich
Inspiration. Das Resultat ist ein Auto, das in jeder Hinsicht einen
enormen Sprung nach vorn macht; nicht nur in Bezug auf den
vorherigen Mondeo, sondern auch im Vergleich mit vielen aus der Konkurrenz.
Es beginnt mit dem unterschiedlichen Aussehen und dem
geräumigen, gut verarbeiteten Interieur. Der Laderaum des
Wagon ist enorm, jedoch fehlen kluge Erfindungen, um den Raum auch
optimal zu nutzen. Die Dieselmotoren sind schnell, sparsam und sehr
ruhig. Genau wie alle andere Fords hat auch der Mondeo ein
ausgezeichnetes Fahrverhalten.
Die Designer hatten deutlich neue Inspirationen und haben aus
dem Mondeo ein erfrischendes Auto mit Charakter und vor allem ein
vorzüglich fahrendes Auto gemacht.
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