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Die vorherige Generation Outlander gibt es weiterhin unter dem
Namen "Outlander Sport" am Markt. Und mit Recht. Der neue
Outlander und der Outlander Sport unterscheiden sich wie Tag und
Nacht. Der Outlander Sport ist ein großer Kombi mit den
äußerlichen Kennzeichen eines SUV. Der neue Outlander
ist ein SUV, wie es einst gemeint war: ein Geländewagen
für tägliche Nutzung.
Dass der Outlander als Geländewagen gedacht ist, zeigt das
Aussehen. Die Räder sind an die äußersten Ecken
platziert, damit der überhang minimal ist. Die
Stoßstangen sind schräg, damit an steilen Hängen
oder abfallenden Straßen mehr Freiheit hat (der Anlaufwinkel
ist 22 Grad, Ablaufwinkel 21 Grad). Der Boden wird von
kräftigen Platten geschützt, die bis zur Stoßstange gehen.
Raum
Ganz geschickt ist das zweiteilige Heck. Es macht das Be- und
Entladen einfacher, und den unteren Teil des Hecks kann man als
Sitz benutzen (max. 200 kg). Der obere Teil öffnet leider
nicht weit genug, da gehen lange Menschen das Risiko ein, sich den
Kopf stoßen.
Der Kofferraum ist enorm, und deswegen hat Mitsubishi sich dazu
entschieden, den Outlander als Fahrzeug für 7 Personen
auszuführen. Aber da hat der Hersteller sich
überschätzt. Weil die erste Rückbank auf Schienen
steht, gibt es hier genügend Platz für die Beine. Der
Kopfraum ist jedoch massiv unzureichend.
Mit einer einfachen Bewegung kann man eine zweite Rückbank
aus dem Boden des Kofferraums hervorzaubern. Diese beiden
zusätzlichen Sitzchen sind nur schwer zu erreichen, und sowohl
der Kopf- als auch der Beinraum sind nur für (kleine) Kinder
genügend. Betrachten Sie den Outlander also eher als einen
5-Personen Wagen und nicht als ein vollwertiges 7-Personen-Auto.
Das Interieur
Zum Glück bietet der Wagen vorne vollen Platz. Die
Vordersitze bieten außerdem viel Bequemlichkeit. Das
Interieur ist modern und starr, aber nach einer abenteuerlichen
Fahrt auch einfach zu reinigen.
Das Armaturenbrett kann man als "aufgeräumt" bezeichnen.
Fast alle Funktionen (und das sind viele!) werden mit Knöpfen
an oder um das Lenkrad herum bedient. Am Armaturenbrett sind nur
Drehknöpfe für die Klimaanlage zu finden. Die
großen Knöpfe sehen robust aus, sind aber ziemlich
wackelig und schaden der Vollendung. Auch die Fensterränder
der Vordertüre sind verbesserungswürdig: Hier zieht bei
hoher Geschindigkeit der Wind herein.
Das kombinierte Audio-, Navigations- und Kommunikationssystem
der hier gefahrenen Top-Ausführung wird mittels einem
Sensorbildschirm bedient. Vor allem das Audiosystem verdient eine
ehrenvolle Erwähnung. In Zusammenarbeit mit dem Spezialisten
Rockford Fosgate hat Mitsubishi derzeit eines der besten
Car-Audiosysteme im Haus! Es könnte sogar noch mehr, aber dann
kostet es doppelt (Volvo) oder fünfmal soviel (Lexus).
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Fahren
Zum Testzeitpunkt war für den Outlander nur ein Motor
verfügbar: ein 2-Liter-Vierzylinder Turbodiesel. Dieser
zeichnet sich als typischen Geländewagen-Motor aus. Der
Outlander reagiert auf Gasgeben wie ein großer, gütiger
Koloss. Ein Sprint an der Ampel fordert viel Geduld.
In der Stadt ist und bleibt der Outlander ein großes SUV.
Das Auto reagiert mit einer gewissen Trägheit auf
Steuerungskommandos, aber die Straßenlage ist gut. Der
Outlander erfordert keinen angepassten Fahrstil, und hat genau so
ein sicheres Verhalten wie ein normaler Personenwagen.
Auf der Autobahn zeigt der Outlander seine Kraft. Hier werden
hohe Reisegeschwindigkeiten einfach behalten. Auch Beschleunigen
aus einer hohen zu einer noch höheren Geschwindigkeit ist
überhaupt kein Problem.
Verbrauch
Richtig schnell ist der Outlander nie, aber seine Leistungen
reichen. Außerdem steht dem mäßigen Leistungsdrang
ein mäßiger Verbrauch gegenüber. Mitsubishi
verspricht einen äußerst bescheidenen Durst von nur 6,9
l/100 km. In der Praxis ist das ganz einfach möglich, und mit
einen ruhigen Fahrstil ist das Auto sogar noch etwas sparsamer.
Der niedrige Verbrauch wird unter anderem mit dem zuschaltbaren
Zweiradantrieb erklärt, womit auf freier Strecke nicht mehr
Mechanik angetrieben wird als notwendig.
Off Road
Abseits normaler Straßen wird mittels einem einfachen
Drehknopf zwischen den Vordersitzen der Allradantrieb aktiviert.
Durch die träge Reaktion auf das Gaspedal (ohne Turboloch) ist
der Outlander im Gelände sehr gefügig. Spezielle Getriebe
für den Gebrauch im Gelände ("low gearing") fehlen
leider. Durch den allmählichen Aufbau der Motorleistungen und
die gut gewählten Getriebeverhältnisse ist der Outlander
fürs Gelände trotzdem gut geeignet.
Wenn auch der Allradantrieb nicht ausreicht, kann mit dem selben
Knopf zwischen den Vordersitzen das Zwischenausgleichsgetriebe
blockiert werden. Dann kommt der Outlander auch zum Beispiel in
dichtem Schlamm oder lockerem Sand gut weg. Kurz gesagt: endlich
wieder ein SUV, wie es sich gehört!
Fazit
Die SUV sind in falsche Fahrwasser gekommen, aber Mitsubishi
bietet mit dem neuen Outlander einen Ausweg. Viel gehörte
Nachteile der SUV sind die mäßige Straßenlage, der
hohe Verbrauch und das Fehlen von echten Off-Road-Kapazitäten.
Der neue Mitsubishi Outlander bietet eine gute Straßenlage,
hat einen sparsamen Dieselmotor und verfügt über echte
Off-Road-Kapazitäten.
Das Auto ist aber nicht perfekt; Der Raum hinten enttäuscht
und die Vollendung lässt im Detail zu wünschen
übrig. Abgesehen von diesen Schönheitsfehlern hat
Mitsubishi den Weg gefunden, da wo manche Hersteller ihn komplett
verloren haben. Der Outlander ist ein SUV, wie ein SUV gemeint ist.
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