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Schauen Sie sich mal fünf Minuten lang den fließenden
Verkehr an. Die Wahrscheinlichkeit, dass in den meisten Autos nur
eine Person sitzt, ist groß. In einem einzigen Auto sitzen
zwei Personen. Nur mit sehr viel Geduld gibt es eine Chance, dass
ein Auto vorbeifährt, in welchem sogar die Rücksitze
benutzt werden. Wozu schleppt man soviel Auto mit, wenn nur zwei
Sitze gebraucht werden? Das kostet unnötig viel Geld, Raum und Energie.
Smart kam deswegen Ende des vorigen Jahrhunderts mit einer
logischen Lösung: ein Auto, das genau das bietet, was man
braucht, und nicht mehr als das. Wie logisch der Gedanke auch war,
so ein radikal anderes Auto wird nicht so einfach akzeptiert.
Sicherheit
Manche sorgen sich über die Sicherheit des extrem kleinen
Autos. Smart stattet den ForTwo deswegen mit sehr starken
Sicherheitsbalken aus, die sogar von außen sichtbar sind. Der
graue "Tridon"-Sicherheitskäfig an dem roten Testwagen
sorgt dafür, dass dieser Kleine sogar einen Unfall mit einem
viel größeren Auto sicher durchsteht.
Um einen Unfall zu verhüten, sind ABS
(Anti-Blockier-System) und ESP
(elektronisches Stabilitäts-Programm) Standard.
Fahren
Die Fahrt mit einem so kleinen Auto darf kein Opfer sein, und
gerade deswegen ist dieser ganz neue Smart 20 cm länger als
sein Vorgänger. Trotzdem verlangt der Smart ForTwo eine
gewisse Gewöhnung. Die Steuerung ist indirekt und
gefühllos. Weil der Fahrer fast auf den Vorderrädern
sitzt, fühlt sich dieser Miniatur anders an als ein beliebiges
kleines Auto.
Aber es ist alles nur eine Frage der Gewohnheit. Allmählich
gibt der Smart ForTwo immer mehr Vertrauen, es zeigt sich immer
mehr Können, und für den Fahrer fühlt sich der Wagen
immer besser an. Was bleibt, ist die extreme
Seitenwindempfindlichkeit. Der Smart ForTwo ist auf der Autobahn
sehr zu Hause, aber hier bieten andere kleine Autos (wie Daihatsu
Cuore, Toyota Aygo) mehr Komfort.
In der Stadt ist der "Kluge für Zwei" unschlagbar. Dank der
minimalen Abmessungen ist dieser Smart ungeahnt wendig. Die
Straßenlage ist gut; viel besser als die seines
Vorgängers. Sich einfädeln ist kinderleicht, frech
irgendwo davor fahren fast unwiderstehlich. Auch Einparken ist
einfach, obwohl der neue Smart zu lang ist, um ihn quer auf einen
Parkplatz zu parken.
Motor
Nicht nur das handliche Format macht aus dem Smart ForTwo einen
ideales Stadtauto. Der 3-Zylinder 1-Liter-Motor (bei 698 ccm
Hubraum) ist für den Stadtverkehr gebaut.
Diese Kraftquelle ist in drei Variationen verfügbar. Die
erste ist ein Basismodell (61 PS) für diejenigen, die den
Smart als Budgetauto kaufen. Demgegenüber steht eine
schnellere Variante, die durch einen hinzugefügten Turbo viel
Leistung (84 PS) liefert. Die mittlere Variante (71 PS) wird die
meisten Verkäufe auf ihr Konto schreiben können und ist
hier getestet worden.
Die Leistungen des Testwagens sind hervorragend. Vor allem in
der Stadt ist der ForTwo lebendig und schnell. Auch auf der
Autobahn sind die Leistungen gut, aber oberhalb der 100 km/h muss
zurückgeschaltet werden, damit man noch gut beschleunigen kann.
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Schalten
Der Smart ForTwo hat kein Kupplungspedal. Es genügt, den
Schalthebel nach vorne oder nach hinten anzutippen, um den jeweils
höheren oder niedrigeren Gang zu wählen.
Weil der Motor klein ist, ist es wichtig, den Schaltmoment
richtig zu wählen. Wenn zu früh geschaltet wird, ist
nicht genug Kraft verfügbar, und der Wagen steht fast still.
Zu spät schalten macht zuviel Lärm und verursacht
unnötig hohen Verbrauch. Es braucht etwas Zeit, um zu
spüren, wann der richtige Augenblick zum Schalten da ist.
Mit einem Druck auf den Knopf an der Seite des Schalthebels
übernimmt der Computer das Schalten; der Smart hat dann ein
vollautomatisches 5-Gang-Getriebe. Aber der Automat passt sich dem
Fahrer nicht gut an und schaltet außerdem störend
träge. Weshalb kann nicht ein normales handschaltbares
Getriebe in dieses Auto? Das Schaltsystem war "der" kritische Punkt
der vorhergehenden Generation, und es ist immer noch nicht
adäquat gelöst!
Raum
Der Smart ForTwo sieht zwar klein aus, aber der Platz im
Innenraum ist enorm. Der Motor liegt unter dem Kofferraum, sodass
der Raum für die Beine bis unter die Scheinwerfer durch geht!
Die Sitze sind besonders angenehm und gut verstellbar. Leider ist
das Lenkrad nicht verstellbar. Weil das Innere so geräumig
ist, fühlt sich der ForTwo überhaupt nicht wie ein
Miniatur an.
Das Armaturenbrett ist mit einzelnen Zähler recht
eigenwillig. Dank eines Klicksystems können Zubehöre wie
Uhren, Stützen oder CD-Regale einfach zugefügt und
befestigt werden. Die hier gefahrene Ausführung
"Passion" verfügt standardmäßig über
eine Klimaanlage, einen Radio/CD-Spieler, elektrische Fensterheber,
Zentralverriegelung mit Fernbedienung und ein großes
Panoramadach. Letzteres ist aus leichtem Kunststoff gemacht, damit
es nicht zerbrechen kann.
Hat der Miniaturwagen auch einen Miniaturkofferraum? Auch hier
belehrt der Smart den Skeptiker. Der Kofferraum ist mit denen
anderer kleiner Autos vergleichbar. Der ForTwo ist kein
Möbelwagen, aber die tägliche Einkäufe passen dank
einiger kluger Anpassungen ohne Probleme hinein. So ist die
Zwischenwand zwischen Kofferraum und Passagieren einfach zu
entfernen (Klettband) und sogar in der Hecktür ist ein
Gepäckfach eingebaut. Kurz gesagt: Für alle Probleme gibt
es eine Lösung, für alle Vorurteile eine passende Antwort.
Fazit
Smart hat ein Problem gesehen und kam mit einer klugen
Lösung. Der Smart ForTwo bietet genau das, was der
durchschnittliche Fahrer braucht. Weil keine
überflüssigen Sitzplätze, eingebildete Sicherheit
und auch kein unnötiges Prestige mitzuschleppen sind, ist der
Smart ForTwo ungeahnt wendig, bietet erstaunlich viel Raum, ist
äußerst praktisch, sehr sicher und vor allem besonders sparsam.
Ist der neue Smart ForTwo auch besser als der vorige? Der
Unterschied zur vorherigen Generation ist unverkennbar. Er wirkt
weniger wie ein Spielzeug, aber auch der Spaß ist weniger
geworden. Demgegenüber ist der neue Smart ForTwo komfortabler,
stabiler, schneller, geräumiger und eleganter geworden. Wenn
jeder einen Smart ForTwo fahren würde, sehe die Welt
schöner aus.
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