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Sieht das Ganze wirklich besser aus? Ja, denn diese eine
Tür weniger macht einen Riesenunterschied! Die 1er-Serie mit
fünf Türen wirkt eher wie ein sportliches Stationcar,
aber diese Variante mit nur drei Türen ist ein toll
aussehendes Hecktürmodell! Die beiden Türen sind so
groß, dass die 1er-Serie kaum noch an ein Stationcar
erinnert. Weniger Türen sind hier eindeutig besser.
Gleichzeitig mit der Einführung des Drei-Türen-Modells
hat die 1er-Serie eine neu angepasste Frontseite bekommen. Die
Linien an den Seiten und unter den Stoßstangen sind etwas
stärker betont. Dadurch wirkt das Auto trotz weniger
Türen erwachsener.
Das Innere des Autos hat sich nicht verändert. Vorn ist der
BMW ein durchschnittlich großes Auto. Der Platz auf der
hinteren Sitzbank ist dagegen mäßig. Dank der eckig
gestalteten Rückseite kann der verfügbare Kofferraum
optimal genutzt werden.
Weniger Knöpfe sind besser
Der Facelift wurde auch dazu benutzt, einige neue Optionen
einzuführen. So wurde die 1er-Serie mit einem USB-Anschluss
versehen, über den MP3-Dateien direkt über einen Memory
Stick abgespielt werden können. Als Alternative ist auch ein
spezieller iPod-Anschluss lieferbar.
Je nach Ausführung kann die 1er-Serie mit einem
"iDrive" ausgestattet werden. Dieses System, das Audio,
Navigation, Telefon und Klimaanlage in einem System mit nur einem
Bildschirm und nur einem Druck/Drehknopf unterbringt, ist im Lauf
der Jahre immer raffinierter geworden. Es ist auch deswegen noch
immer das weitaus beste seiner Art. Weniger Knöpfe sind besser.
Weniger Gewicht ist besser
Es klingt vielleicht nicht logisch, aber dieses Einsteigermodell
von BMW ist zugleich auch das Modell von BMW, das sich am besten
lenken lässt. Die teureren Modelle bieten ein ausgeglichenes
Verhältnis von Komfort und Sportlichkeit. Aber bei der
1er-Serie entscheidet sich BMW ausdrücklich für das
Fahrvergnügen. Das Fahrgestell ist bedeutend robuster als das
der anderen BMW Modelle. Und genau darum ist das Fahrerlebnis
intensiver als bei der 3er- oder 5er-Serie.
BMW erreicht das durch mehrere Maßnahmen. Die wichtigste
ist die Gewichtsreduzierung durch die Verwendung von Aluminium und
Kunststoff. Das restliche Gewicht wird so gut wie möglich
gleichmäßig auf die Vorder- und Hinterräder
verteilt. Ein leichtes Auto kann schneller die Richtung
ändern, und wenn das Gleichgewicht dann auch noch perfekt ist,
merkt auch ein Nichtfachmann sofort, dass sich die 1er-Serie besser
als so manches andere Auto lenken lässt.
Der Hinterradantrieb trägt auch seinen Teil dazu bei. Da
sich nur die Vorderräder lenken lassen, lasten keine anderen
Kräfte auf den Rädern, und das gibt ein noch besseres
Fahrgefühl. Mit anderen Worten: wer gern Auto fährt, wird
bereits nach wenigen Kilometern süchtig nach der 1er-Serie.
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Weniger Verbrauch ist besser
Um den Suchtfaktor noch zu vergrößern, wurde die neue
1er-Serie trotz der Anzahl der Türen mit stärkeren
Motoren ausgestattet. Dank einer gut durchdachten Technik sind
diese trotz der größeren Leistung weniger
umweltschädlich. BMW hat relativ einfache Maßnahmen
getroffen, die sich während der Testfahrt als sehr effizient
erwiesen haben.
Die erste davon ist das neue Stop/Start System. Wenn das Auto
zum Stillstand kommt, kein Gang eingelegt und die Kupplung
losgelassen wird, dann stoppt der Motor. Sobald der erste Gang
eingelegt wird, startet der Motor wieder. Das geht in der Praxis
sehr schnell, und das System reagiert beim Anfahren nie mit
Verspätung. Im Gegensatz zu ähnlichen Systemen anderer
Hersteller kann der Fahrer bei BMW den Motor drehen lassen, indem
er die Kupplung durchtritt.
Der Motorblock ist leichter geworden, und die interne Reibung
wurde auf ein Minimum reduziert. Autos, die von Hand geschaltet
werden, sind mit einer Schaltanzeige ausgestattet, die den besten
Schaltmoment für sparsames Fahren angibt.
Weniger Verschwendung ist besser
Teile, die normalerweise mechanisch waren, sind nun elektrisch.
Zum Beispiel die Wasserpumpe, die Ölpumpe und die
Servolenkung. Die mechanischen Pumpen arbeiten meist mit voller
Kraft, auch wenn das gar nicht notwendig ist. Bei elektrischen
Exemplaren ist es möglich, diese Teile nur zu benutzen, wenn
es nötig ist.
Aber es geht nicht allein darum, weniger zu verschwenden. Die
Energie, die normalerweise beim Bremsen oder Ausrollen verloren
geht, wird jetzt in einem Akku gespeichert. Da dieser "gratis"
Strom für die elektrische Pumpen benutzt wird, kann man eine
Menge einsparen.
Aus Messungen von BMW geht hervor, dass all diese
Maßnahmen dafür sorgen, dass die meisten Motorvarianten
jetzt eine Sekunde weniger für einen Sprint von 0 auf 100 km/h
brauchen. Gleichzeitig verbraucht das Auto jetzt auf 100 km einen
Liter Kraftstoff weniger.
Das Testauto ist mit einem 2 Liter Vierzylinder-Motor
ausgestattet, der eine Leistung von 170 PS bringt. Wenn dieser 120i
zügig gefahren wird, ist die 1er-Serie pures
Fahrvergnügen und ein rundum schnelles Auto. Der Verbrauch
liegt dann bei rund 8,5 Liter pro 100 km. Wenn der Fahrer wirklich
alles tut, um Kraftstoff zu sparen, ist es durchaus möglich,
die gleichen 100 km mit nur 6,1 Litern Benzin zu schaffen. Nach der
gesamten Testfahrt wurde ein durchschnittlicher Verbrauch von 7,1
Liter pro 100 km festgstellt. Mehr Leistung,weniger Verbrauch: eine
fantastische Kombination!
Fazit
Es fiel schwer, den Wagen der neuen BMW 1er-Serie nach der
Testfahrt wieder an den Fabrikanten zurückzugeben. Das Auto
ist spürbar schneller und messbar sparsamer geworden. Die
umweltfreundlichen Maßnahmen beeinträchtigen das
Fahrvergnügen nicht; die Gewichtsreduzierung hat die 1er-Serie
sogar noch dynamischer gemacht. Die neue Variante mit 3 Türen
bietet einen vollkommen anderen Anblick: Eine Tür weniger
verleiht der 1er-Serie viel mehr Ausstrahlung.
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