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Die untersetzte Dachlinie ist der kennzeichnendste Punkt des TT
Coupé. Audi ist es besonders gut gelungen, das TT Cabriolet
noch schöner zu machen. Sicherlich in Schwarz hat dieser
Roadster noch immer die stärkste Form, so daß die
Dachlinie in Gedanken mühelos weitergeführt werden kann.
Die Silhouette des TT Roadsters ist so schön, daß
selbst dem Testteam bei den ersten Fotos die Sprache ausblieb,
wegen des perfekten Linienspieles. Die Frontseite des Autos ist so
beeindruckend, mit den "grantig" blickenden Scheinwerfern hinter
Rauchglas und Xenonscheinwerfern, um dem Gegenverkehr auf schmalen
Straßen einen Schreck einzujagen. Wer sich hinter dem TT
Roadster befindet, wird mit einer massiven Hinterpartie, zwei
dicken verchromten Auspuffrohren traktiert, die deutlich machen,
daß der Zuschauer bestimmt nicht mehr als sein Hinterteil zu
sehen bekommt.
Renn Ambitionen
Dieses doppelte Auspuffrohr verrät, daß der Testwagen
das schnellste Mitglied der TT Familie ist. Der Antrieb wird durch
einen 4 Zylinder Fünfventil Motor realisiert, unterstützt
durch einen Turbo und einen Intercooler. Das bedeutet, daß
das Auto gefügig und gelassen auf schmalen Straßen zu
fahren ist, solange der Drehzahlmesser unter 3000 U/min bleibt.
Sobald die Beatmungsaparatur in Betrieb kommen darf, stehen dem
glücklichen Fahrer 225 PS zur Verfügung, womit der TT zu
schaudererregenden Geschwindigkeiten imstande ist.
Das Einfädeln auf der Autobahn ist besonders toll. Vom
Stillstand am Anfang der Beschleunigungsspur katapultiert das Auto
im 1. und im 2.Gang innerhalb von 6.7 Sekunden auf 100 km/h. Der
Verkehr auf der Autobahn weiß nicht, was er sieht. Die
Insassenen des TT genießen in Hülle und Fülle und
der Fahrer schaltet heuchlerisch vom 2. in den 6.Gang, um sich dann
mit einem brav schnurrenden Motor in den restlichen Verkehr zu
mischen. "Wir wollten uns lediglich mal mit einer sicheren
Geschwindigkeit einfädeln". Egal ob es um einen Sprint aus
dem Stillstand oder einen Zwischensprint von 100 auf 200 km/h geht
- der Audi-Motor hat immer Lust zum Spielen.
Bei Audi steht Sicherheit hoch im Kurs und deswegen hat Audi
alles getan, um sein Cabriolet mit Renn-Ambitionen für jeden
handhabbar zu machen. Wer genügend vorausschaut und die
Geschwindigkeit nicht überschätzt, kann alles mit dem TT
tun. Dank des Allradantriebs ist es mit dem TT möglich, die
Kurven fast "wider den Naturgesetzen" zu nehmen.
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Eine Beschleunigungsprobe auf einer kurvenreichen
Landstraße mit Morast und losem Sand? Manche unerfahrenen
Fahrer sind mit einem Hinterradantrieb im Straßengraben
gelandet, während der TT jeden angegebenen Kurs unter allen
Umständen bis zum letzten Zentimeter folgt. Auch durch
Gasgeben oder scharfes Bremsen in einer Kurve läßt sich
der TT nicht aus der Balance bringen. Auch dank der kürzlich
durchgeführten Modifikationen (zu erkennen an dem kleinen
Heckspoiler) macht der TT aus jedem Anfänger einen sicheren Fahrer.
Reiselimousine
Der Innenraum des Roadsters ist im großen und ganzen dem
des Coupés ähnlich. Er ist bis ins kleinste Detail mit
schwarzem Leder, schwarzem Kunststoff und Unmengen von
Chromakzenten verarbeitet. Wie bei einem Audi erwartet - kein
Plastik mit einem Klecks Silberfarbe, sondern echtes Chrom,
daß mit Schraubenlöchern als Ornament veredelt ist.
Letztendlich ist es ein Auto, wo nicht nur das Exterieur, sondern
auch der Innenraum von den Designern zu einem spannenden Ganzen
kombiniert worden ist.
In allen Ecken und Kanten des Innenraumes (und selbst des
Kofferraumes) findet man eine kleine Luke und einen
zusätzlichen Stauraum dahinter. Der Kofferraum ist kleiner als
der des Coupés, weil die Heckklappe tiefer liegt und man
eine Aussparung für das Cabriodach gemacht hat.
Außerdem, ist der Boden im Kofferraum, in der
Allrad–Ausführung des TT, etwas höher, weil man
Platz für die Zusatzmechanik schaffen mußte. Dennoch ist
das Auto, mit Kreativität bepackt, für einen langen
Urlaub geeignet, ohne daß das Gepäck nachgesendet werden muß.
Dach
In der Mittelkonsole findet man einen Schalter, den es beim
Coupé nicht gibt: Ausschalten der
Innenraumüberwachungssystems (Alarmanlage). Trotz des hohen
Preises ist das Auto nämlich mit einem Ultraschallalarm und
nicht mit dem, für ein Cabrio gewöhnlichem, Radaralarm
ausgestattet. Wäre die Innenraumüberwachung nicht
auszuschalten gewesen, ginge der Alarm sofort an, nachdem man das
Auto mit offenem Dach geparkt hätte. Gut gemeint mit dem
Ausschalter, aber in dieser Preis–Klasse liefern andere
Marken trotzdem einen Radaralarm.
Das Dach zu schließen, ist zum Glück ganz einfach.
Wer die Persenning gebraucht hat, muß sie selber losmachen
und in den Kofferraum packen. Danach schließt das Dach
elektrisch. Dem Fahrer bleibt nur die, über der
Windschutzscheibe plazierten, Handgriffe zu verriegeln. Wenn das
Dach zu ist, kann man den Geräuschpegel mit dem des
Coupés vergleichen. Eine Zusatzbehandlung in der
Waschstraße beweist, daß das Dach keinen Wassertropfen durchläßt.
Fazit
Für denjenigen, der sich den Aufpreis von 3.800.- EUR
erlauben kann, bietet der TT Roadster mehr Fahrvergnügen, ohne
etwas vom Komfort des TT Coupé abzugeben. Der TT Roadster
ist kein Spielzeug, wie der Mazda MX5 oder der Fiat Barchetta.
Diese Autos sind zwar spannender, aber auch anstrengender. Das
Fahren mit dem TT Roadster empfindet man als ein großes
Privileg und es ist vor allem eine entspannende Beschäftigung;
jede Fahrt ist ein kurzer Urlaub.
Außerdem fährt der TT sehr gerne Langstrecken. Audi
bittet explizit nicht zu viele Kilometer zu fahren, weil das
Testauto in einem Monat bereits 11.000 Km abgelegt hat. Aber trotz
einer gut geplanten Route erschien nach "einem kleinen Abstecher
von der geplanten Route" sehr schnell das Schild "Berlin 20
km", obwohl unser Ziel eigentlich Köln war. Damit hat man
noch einmal bewiesen, daß der TT, auch als Roadster, eine
erstklassige Reislimousine ist.
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