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Im Radio hört man den x-ten Sprecher, der besorgt über
die Zunahme der CO2-Emissionen erzählt, während diese
eigentlich gerade sinken sollten. Außerdem werden die Staus
immer länger und die Parkplatzprobleme größer. Wenn
auch der Smart gleich nach dem Testanfang im Stau steht, merkt man
hier den ersten Vorteil dieses Autos. Das City Coupé ist
klein, hat keine Nase oder einen Überhang auf der
Rückseite, und kann sich deswegen dem kleinsten Raum anpassen.
Der Stau scheint eine Parade von düster schauenden
Geschäftsleuten zu sein, die einsam im großen Wagen
sitzen, deren einzige Gesellschaft ein Sakko auf dem
Kleiderbügel über dem Rücksitz gehängt ist.
Wozu dieser ganze Platz? Prestige? Sicherheit? Das Smart City
Coupé hat sich wieder als eines der sichersten kleinen Autos
erwiesen. Außerdem zeigt sich das Auto in diesem Fall
praktischer, und dadurch durchdachter als die Geschäftswagen.
Im Smart gibt es keinen düster schauenden Fahrer, sondern
einen Testwagen–Fahrer, der diese Fahrt voller Begeisterung beginnt.
Nagel auf den Kopf getroffen
Die erste Fahrt hat als Ziel eine Pressekonferenz des
Nagel–Rennteams. Sehr schnell nach dem Stau wird auf die
Nebenstraße gewechselt und der Smart kommt auf Touren. Jeder
Smart bietet als Standard die Möglichkeit sequentiell zu
schalten oder die ganze Arbeit der Automatik zu überlassen. Im
ersten Fall genügt es um "+" oder "-" mit dem kleinen
Schaltknüppel zu wählen, für den höheren oder
niedrigeren Gang. Ein Display zeigt an, welcher Gang gewählt
worden ist. Ein Pfeil hoch oder herunter zeigt an, daß man
einen höheren oder niedrigeren Gang wählen sollte. Wenn
der Fahrer nicht reagiert, schaltet das automatische Schaltgetriebe
schließlich selber um, um den Mechanismus auf diese Weise zu
schonen. Anfänglich gab es viele Beanstandungen hinsichtlich
der zu langsam funktionierenden automatischen Kupplung und dazu
gehörenden Schaltzeiten. Obwohl es den Testfahrer nie
gestört hat, merkt man, daß das Schalten jetzt schneller verläuft.
Das Kaltstartverhalten des Motors ist das, was störte und
weiterhin stört. Die Automatik kommt nicht mit einem kalten
Motor klar und schaltet dann plump und rüde. Die Lösung
ist, auf jeden Fall in den ersten Minuten selber zu schalten. Wer
den Motorcharakter einmal kennengelernt hat, sollte außerdem
in vielen Fällen sparsamer und müheloser mit dem Smart
fahren können, als mit der Automatik selbst. Der Verbrauch ist
dabei stark vom Fahrer abhängig. Wie ehedem ist das City
Coupé im Stadtverkehr außergewöhnlich schnell und
darum ist die Verlockung groß, allen und jedem zu zeigen, wie
schnell man kann. Die Konsequenz waren die beschämten 6,6
Liter/100 km als durchschnittlichen Verbrauch beim ersten Tanken.
Wenn man seine Fassung wiedergewonnen hat, schien ein Durchschnitt
von 5 Liter/100 km realistisch zu sein. Smart scheint wieder eine
Lösung für das Problem gefunden zu haben.
Die Fahrt zur Pressekonferenz findet bei schwerem Sturm statt.
Selbst bei Gegenwind macht der 3-Zylinder 698 cm3 Motor nicht
schlapp. Auch wenn der 6.Gang eingelegt ist, um den Benzinverbrauch
auf ein Minimum zu halten, gibt der City Coupé nicht nach.
Der Gegenwind ist so stark, daß die auf dem
Außenspiegel plazierte Antenne jetzt fast horizontal an der
Seitenscheibe entlang liegt. Beim Seitenwind reagiert der hohe und
relativ schmale City Coupé sehr heftig. Das Auto
läßt sich nicht ohne weiteres vom Kurs bringen, aber
reagiert offenbar anders als ein durchschnittliches Auto. Man
sollte zwei Hände am Lenkrad halten, weil das Auto
ungewöhnlich - aber sicherlich nicht gefährlich –
auf die Situation reagiert.
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Der Parkplatz an der Sportwagenfabrik ist total voll. Manche
Besucher fahren langsam, mit der Hoffnung, einen letzten freien
Platz zu finden. Direkt vor der Tür ist noch ein Platz frei,
aber niemand paßt rein... außer natürlich das City
Coupé! Wieder ist das Auto einfach zu überblicken und
der City Coupé läßt sich mit einer einzigen
Bewegung zwischen zwei teuren Exoten einparken. Das Auto, das
bereits die zweite Runde auf der Suche nach einem Parkplatz dreht,
seufzt, daß der Smart–Fahrer das schlau geschafft hat.
Den Nagel auf den Kopf getroffen!
Besuch im Restaurant
Für den nächsten Tag ist ein Treffen in einem schicken
Restaurant in einem kleinen und abgelegen Dorf geplant. Die Wege
zum Dorf sind so schmal, daß die Autos nur auf speziellen
Ausweichplätzen aneinander vorbeifahren können. Die
unterschiedlichen MPVs oder – schlimmer noch- SUVs
können nur mit größter Mühe aneinander
vorbeifahren. Wenn unglücklicherweise ein Baum etwas
überhängt oder ein Abfallcontainer längs der
Straße steht, haben die Autos ein Problem. Wieder bietet das
City Coupé eine Lösung an und der Testfahrer fährt
fröhlich weiter und ein bißchen brutal zwischen dem
restlichen Verkehr durch. Die schlechte Straßendecke war
früher ein Horror für den Smart-Fahrer, aber das
Fahrgestell der "2nd Generation" ist ein großer Fortschritt.
Die erste Generation des City Coupé hatte nur eine Federung
auf dem Papier, die späteren Modelle waren für ein Auto
dieser Größe akzeptabel gefedert, aber diese letzte
Generation bietet genügend Komfort ungeachtet des Modells. Vor
allem auf der Langstrecke ist das eine wertvolle Verbesserung.
Ein letzter Punkt der Verbesserungen ist beim Design zu finden,
obwohl es hier um Details geht. Die Scheinwerfer haben jetzt nur
eine kleine "Krümmung", die man vom Cabriolet abgeschaut hat.
Die Rückleuchten sind nicht mehr oval, sondern rund und an den
Seiten in grauem Kunststoff gefaßt. Der Innenraum war immer
ein Beispiel für die Smart "Schlauheit". Während manch
mittelmäßiges Auto den Innenraum für vier Personen
auf einen Achsstand von 2.5 m erreicht, mißt das City
Coupé insgesamt nur 2.5 m! Der Raum kommt jedoch völlig
den zwei Insassenen zu Gute; eine Motorhaube gibt es nicht und der
Motor liegt unter dem Boden des Kofferraumes. Der Gepäckraum
hinter den Rücksitzen bietet ungefähr so viel Raum an,
wie ein durchschnittliches kompaktes Auto. Der Raum für die
Insassenen ist enorm. Die unterschiedlichen Skeptiker, die
während des Tests mitfahren, verließen den City
Coupé, als wahre "Fans"! Ein Testfahrer sagte:der Smart
gibt das gleiche Raumgefühl, wie die Kabine eines großen
LKWs, aber dann ohne den Anhänger hinten dran!"
Fazit
Smart fahren ist und bleibt eine besondere Erfahrung. Wenn ein
Auto seinen Namen unter Beweis stellt, ist es mit Sicherheit der
Smart. Das Auto bietet die richtigen Lösungen für ernste
Probleme an. In der Stadt ist das Auto überraschend leicht zu
parken. Bei starkem Verkehr ist das Auto schnell, perfekt handlich
und sehr praktisch. Außerdem reichen der niedrige Verbrauch
und die niedrige Emission der Umwelt und dem Geldbeutel eine Hand.
Außerdem genießt der Inhaber, dank der technischen
Änderungen, mehr Komfort denn je.
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