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In der Regel hat ein MPV Platz für 6 oder 7 Personen und 2
Nachteile. Der erste Nachteil ist die enorme Größe, die
unpraktisch in der Stadt ist. Außerdem ist ein solcher
Megabus alles andere als reizend. Bereits von Anfang an kann der
Opel Zafira fast wunderlich viel Platz aus seiner bescheidenen
Außengröße zaubern. Obwohl der neue Zafira
bedeutend größer ist als sein Vorgänger, scheint
das Auto kompakter und windschnittiger zu sein. Genauso wie alle
neuen Opel ist der Zafira von straffer Linienführung und
scharfen Kanten in der Karosserie gezeichnet. Dies sorgt
dafür, daß der neue Zafira mehr von einem besonders
großzügig bemessenen Astra hat, als von einem Familienbus.
Flex7
Der zweite Nachteil eines 7-Personen-MPV ist die
umständliche Prozedur, das Platzangebot nutzen zu können.
Wenn der Platz für's Gepäck benötigt wird,
müssen die Rücksitze ausgebaut und entweder zu Hause oder
in der Garage abgestellt werden. Aber nichts von allem beim neuen
Opel Zafira! Bereits die erste Generation des
"Flex7"-Systems ist ein Trumpf des Opel MPV. Die erste
Rücksitzbank schiebt man auf Schienen bis zu den Vordersitzen,
wonach genügend Platz entsteht. Die zweite Rücksitzbank
läßt sich dann aus dem Fußboden falten. Das
komplette System funktioniert einfach und intuitiv. Im Gegensatz zu
einem anderem 7-Sitzer, ist das Instruktionssbuch dieses mal nicht nötig.
Das ganze "Flex7"-System ist, bezogen auf den vorherigen
Zafira, verfeinert worden, aber im Grunde bleibt es doch dasselbe.
Wie bei allen Autos in diesem Segment, sind die hinteren
Sitzplätze vor allem für Kinder gedacht. Diese
Plätze sind nicht nur klein, sondern sie sind auch noch schwer
zu erreichen (unsere "Testkinder" haben den Ein- und Ausstieg
über die Heckklappe bevorzugt). Aber es gibt ja genügend
Platz für die Erwachsenen auf den ersten Rücksitzen. Hier
sind, natürlich abhängig von der Version, auch
Klapptische, eine Laptopsteckdose und Becherhalter vorhanden.
Kofferraum
Mit dem Zafira werden aber nur selten 7 Personen fahren
können. Mit allen Sitzen ist der Kofferraum nämlich
gleich Null. Selbst das Gepäck für's Wochenende
paßt dann nicht mehr hinter die zweite Rücksitzbank. Das
ist worin sich der Zafira von den 3x3 MPVs unterscheidet (zwei
Reihen von je 3 Stühlen) und den (teureren und
schwerfälligeren) "full size" MPV's.
Glücklicherweise bietet der Zafira diverse
Möglichkeiten zwischen den 7 Sitzen und dem max. 1.820 Liter
Gepäckraum zu variieren. Die zweite Rücksitzbank besteht
aus zwei losen Sitzen, die unabhängig voneinander aus dem
Fußboden gezaubert werden können. Die erste Sitzbank
kann dabei flach gelegt werden. Dadurch entsteht ein zwar langer,
aber leider schiefer Ladeboden. Der Kofferraum kann verlängert
werden, wobei die Rücklehne des rechten Vordersitzes
hochgeklappt wird. Alternativ kann die Sitzfläche der
Rücksitzbank aufrecht gestellt werden, wonach die komplette
Sitzbank nach vorne, gegen die Vordersitze, geschoben wird. Der
Opel ist nur optional mit dem "Flexorganizer"
ausgerüstet, bestehend aus Netzen und Spannbändern. Wegen
dieses Mangels rutschte uns das Gepäck im Testauto mehrmals,
bei schnellen Kurven und scharfem Bremsen, hin und her.
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Straßenlage
Aus der Sicht des Fahrers ist der Unterschied zum vorherigen
Zafira groß. Das Armaturenbrett ist genauso straff gezeichnet
wie der Rest des Autos. Jedoch ist die Anzahl der Staufächer
und Becherhalter in der hier gefahrenen "Enjoy" -
Ausführung ziemlich enttäuschend. Teurere
Ausführungen haben ein Panoramadach, das nicht nur hübsch
ist, sondern auch noch zusätzlichen Stauraum bietet. Das
Lenkrad ist ab jetzt in Länge und Abstand zum Fahrer zu
verstellen. Viel wichtiger sind jedoch die angenehm festen Sitze
mit den vielen Verstellmöglichkeiten.
Auch "angenehm straff" ist das Fahrgestell. Während der
vorherige Zafira erst nach einigen Kilometern überzeugen
konnte, ist bei diesem neuen Modell sofort deutlich, daß die
Abstimmung gut ist. Seine Straßenlage ist jetzt bedeutend
besser, als bei einem durchschnittlichen MPV und ist fast schon auf
PKW-Niveau. Das ist nicht dafür gedacht, um schneller durch
die Kurve fahren zu können, aber vor allem ist es sehr sicher,
falls irgendwann mal ausgewichen werden muß, um einen Unfall
zu vermeiden. Die Bremsen sind ausgezeichnet, sogar
leistungsfähiger und griffiger als die eines
durchschnittlichen PKWs.
Motor
Der Zafira ist seit der Einführung mit einer großen
Anzahl von Benzin - und Dieselmotoren lieferbar. Das Testexemplar
ist mit dem kleinsten Benzinmotor der Preisliste ausgestattet.
Dieser 1.6 Liter Vier-Zylinder leistet 105 PS, dies ist aber
durchaus ausreichend für ein Auto dieser Größe. An
der Ampel zieht der Zafira 1.6 manchmal etwas schlecht an und beim
Einfädeln auf der Autobahn ist des öfteren die volle
Power nötig. Bei voller Beladung, oder mit einem
Anhänger, wird ein stärkerer Motor empfohlen.
Einmal unterwegs, ist die 1.6 Liter Maschine keine Behinderung
mehr, denn der Testwagen hat mit uns enorme Trips abgelegt ohne zu
schwächeln, ohne das die Maschine (zu) hart arbeiten
mußte. Stärker noch, das Auto ist angenehm ruhig und
gibt -dank der hohen Sitzposition- einen guten Überblick
über den Verkehr, so daß der Testfahrer jedes mal extrem
entspannt am Ziel ankam.
Fazit
Seit seiner Einführung 1999, ist dies die zweite, komplett
neue Generation des Opel Zafira. In dieser Zeit hat die Konkurrenz
nicht still gestanden. Der neue Zafira geht noch immer besonders
bösartig intelligent und in flexibler Weise mit Raum um, ist
aber leider nicht mehr einzigartig. Auch in anderen Punkten bleibt
die Revolution von früher aus.
Aber, der Zafira ist wirklich verbessert worden. Dies fängt
bei seinem Äußeren an. Der neue Zafira sieht kompakter
und eleganter aus, ist aber dennoch breiter als früher. Das
"Flex7"-System arbeitet noch einfacher und schneller. Im
technischen Bereich sind die Motoren etwas verfeinert und die
Straßenlage stark verbessert worden.
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