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Die Bühne für seinen ersten Auftritt bildet das Gebiet
in und um Marseille. Zuerst muß sich das Auto in der Stadt
beweisen. Es fällt sofort auf, daß die Franzosen viel
Aufmerksamkeit für ein neues Produkt aus dem eigenen Land
übrig haben. Dem C1 wird von manch einem hinterhergeschaut und
während der Fotostops fragen viele Passanten, was das denn
für ein lustiges Auto sei.
Design
Was sein Aussehen betrifft, ist der C1 ein echter Citroën,
denn sein Design ist angenehm, sympathisch und
selbstverständlich eine Spur eigenwillig. Ein witziges Detail
der hier gefahrenen 5-Türers ist, daß die hinteren
Türen direkt an die Rückleuchten anschließen. Die
Rückleuchten scheinen nahtlos in die gläserne
Kofferraumklappe überzugehen.
Dies ist schön, aber nicht immer praktisch. Der Zugang zum
Gepäckraum ist durch dieses spezielle Design sehr eng. Eine
große Reisetasche paßt zwar hinten rein, aber nur wenn
die Hutablage vorher entfernt worden ist! Die hinteren Türen
bieten einen sehr guten Zugang zur hinteren Sitzbank, aber im
Gegensatz zur Aussage in der Broschüre, ist der Raum für
Erwachsene hier extrem begrenzt.
Das Raumangebot Vorne ist richtig prima. Das ist der pfiffigen
Innenraumeinteilung zu verdanken, aber auch seinen bequemen Sitzen.
Der C1 ist kein kleines Auto, indem die Insassen wie in einer
Sardinenbüchse gequetscht sind, sondern, dank der
großzügigen Sitze, ein kompaktes Auto indem die Insassen
bequem sitzen. Auch auf der Langstrecke bleiben die Sitze sehr
angenehm. Von den vorderen Sitzen genießen Fahrer- und
Beifahrer eine Aussicht auf ein äußerst originell
designtes Armaturenbrett. Die ordentliche Verarbeitung stellt
sicher, daß dieser Flitzer nicht das Gefühl eines
fahrenden Budget-Kompromisses erzeugt, sondern das eines zwar
kleinen aber durchaus erwachsenen Autos.
Stadtverkehr
Der C1 versteht durch sein Styling nicht nur die Herzen der
Betrachter zu gewinnen, sondern auch der Verkehr ist auffallend
freundlich zu ihm, wenn der C1 mal einen Fehler macht. Das
geschieht glücklicherweise selten, denn im C1 behält man,
dank seiner kompakten Abmessungen, leicht den Überblick. Das
Auto läßt sich problemlos durch den dicksten Verkehr steuern.
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In der Basisversion bietet Citroën den C1 ohne Servolenkung
an. Der Testwagen ist jedoch mit einer einfachen Lenkhilfe
ausgestattet. Berücksichtigt man das geringe Gewicht des
Autos, ist eine Servolenkung auch nicht unbedingt nötig und
das kann viel Geld sparen.
Autobahn
In diesem Moment ist der C1 nur mit einem einzigen Motor
lieferbar: 3-Zylinder, 1-liter "Triebwerk" von Toyota. Die Maschine
ist klein aber lebendig, so daß der C1 tapfer auf die
Autobahn fährt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h in 13,7 Sekunden
scheint vielleicht etwas langsam, aber beim einfädeln
erscheint der Flitzer richtig schnell zu sein. Auch wenn der C1 mit
Citroëns "SensoDrive" lieferbar ist, ist der Testwagen
handgeschaltet. Hier ist wieder eine dankbare Einsparung
verwirklicht worden, denn der Wagen läßt sich auch
manuell prima schalten. Der Motor ist ausreichend dimensioniert, um
dem Fahrer einen Schaltfehler zu verzeihen.
Während in der Stadt noch der typisch, rauhe, rasselnde
Krach einer 3-Zylinder Maschine hörbar ist, verschwindet dies
spontan sobald der 4e Gang eingelegt wird. Die Maschine scheint
plötzlich viel freundlicher zu laufen und dank des niedrigen
Schallpegels empfiehlt sich der C1 auch selbst für
längere Fahrten. Nur auf einer beträchtlichen Steigung
wird das Äußerste von dem kleinen abverlangt, um im
übrigen Verkehrsfluß mithalten zu können. In den
flachen Regionen Deutschlands kommt dies weniger vor, so daß
der C1 sich wohl eher in den nördlichen Bundesländern zu
Hause fühlen wird.
Fazit
Der Citroën C1 ist der zweite von drei kleinen Autos, die
Citroën, Peugeot und Toyota gemeinsam entwickelt haben. Alle
drei haben die gleiche Basis, nur das äußere Design und
die Ausstattung unterscheidet sich. Nach der Testfahrt ist klar,
daß die Fahreigenschaften aller drei Modelle gleich sind. Aus
diesem Grund bleiben nur zwei Argumente übrig, um sich
entweder für den Peugeot, den Toyota oder den hier gefahrenen
Citroën zu entscheiden.
In der Praxis zeigt sich, daß das äußere Design
bei weitem das wichtigste Argument ist, um ein bestimmtes Auto zu
wählen. Völlig in der Linie mit den anderen Modellen, hat
auch der kleinste Citroën eine angenehme, sympathische und
etwas eigensinnige Ausstrahlung. Das zweite Argument bei der Wahl
eines Autos ist der Preis. Citroën entscheidet sich dazu, die
Servolenkung und ein Radio nicht in der Basisausführung
mitzuliefern. Damit ist der C1 dann auch der günstigste des Trios.
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