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Das äußere Design ist bei weitem für viele
Käufer der wichtigste Grund ein Auto zu wählen. Renault
muß gedacht haben, daß ein erfolgreiches Rezept nicht
verändert werden sollte, weil die externen Veränderungen
beim erneuerten Laguna minimal sind. Die Frontseite ist nur etwas
angepaßt worden, so daß der Laguna nun auch besser zur
gesamten Renault-Familie paßt.
Beim Innendesign ist etwas mehr verändert worden, aber auch
hier sind die Unterschiede nur im direkten Vergleich mit einem
altem Laguna zu erkennen. Die Designanpassungen sind klein, aber
das verarbeitete Material ist merklich verbessert und die
Verarbeitung befindet sich nun auf einem höheren Niveau. Neu
oder nicht: das Interieur des Laguna bleibt nett und
gleichermaßen Einladend. Besonders ruft der Testwagen mit
seinen lichtdurchfluteten Flächen und seinen dunklen
Materialien ein Gefühl der Wärme und des Raumes hervor.
Technik
Jedoch bleibt die progressive Technik der wichtigste Punkt,
durch den sich der Laguna von seinen Konkurrenten unterscheidet.
Auch Anno 2005 ist die Schlüsselkarte, anstelle eines
Zündschlüssels, etwas besonderes. Die elektronische Karte
ist nicht nur handlicher als ein traditioneller Schlüssel, sie
ist auch sicherer. Das Zündschloß ist meistens an der
Lenkradsäule zu finden und kann zu schmerzlichen
Knieverletzung bei einem möglichen Unfall führen. Dem
Laguna genügt ein Startknopf.
Völlig neu für den Laguna ist die elektronisch
bedienbare Handbremse. Solche Ausstattungsmerkmale waren bis jetzt
nur in den sehr teuren Limousinen der Oberklasse zu finden und ist
jetzt zum ersten Mal in diesem Geschäftswagen für den
"normal sterblichen" zu finden. Mit einem großen Knopf am
Lenkrad wird die Handbremse "angezogen" oder wieder gelöst.
Letzteres ist streng genommen nicht notwendig, denn beim Anfahren
sorgt die Elektronik selbständig dafür, daß die
Handbremse gelöst wird. Auf diese Weise wird das "Anfahren am
Berg" zu einem Kinderspiel!
Privileg
Das Testauto ist eine "Privileg" Ausführung und
steht damit etwas über dem "Authentique" Basismodell.
Nichtsdestotrotz sind eine Klimaautomatik, mit rechts/links
getrennter Regelung, ein Audiosystem, Licht- und Regensensor,
Einparkhilfe, und ein Bordcomputer standardmäßig mit an Bord.
Auch die Maschine ist eine Mittelklasse: 1,9 Liter, 4-Zylinder
Diesel. Dieses Triebwerk ist ruhig, aber sicher nicht
unhörbar, so daß immer deutlich ist, daß es sich
hierbei um eine Dieselausführung handelt. Der Charakter des
Motors ist wie viele Geschäftswagenfahrer es wünschen:
vor allem stark und leichtläufig. Aber, wenn es sein
muß, ist eine beträchtliche Reserve vorhanden und der
Laguna kann stattlich durchziehen. Dank seines 6-Stufen Getriebes
kann der Laguna bei niedriger Drehzahl gefahren werden, wenn
gewünscht, was den Komfort spürbar erhöht.
Sicherheit
Doch mit seiner Straßenlage unterscheidet sich der Laguna
erst richtig von seinen Konkurrenten. Der Laguna fühlt sich
wie ein "großes Auto" an und das ist in diesem Fall ein
großes Kompliment. Die beträchtliche
Reifengröße sorgt für eine ausgezeichnete Laufruhe.
Außerdem bleibt der Wagen auch bei hohen Geschwindigkeiten
sehr gut kontrollierbar.
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Auch in schnell genommenen Kurven fühlt sich der Laguna
groß und stabil an. Das ist nicht nur angenehm, sondern auch
noch sehr sicher. Eine plötzliche, extreme Lenkradbewegung
resultiert in ein Ausweichmanöver und nicht in eine
Grabenlandung. Die Bremsen sind sehr bissig und stark, so daß
der Laguna nicht nur gut aus dem Crashtest kommt, sondern auch in
der Unfallverhinderung gut abschneidet.
Platzangebot
Zweifellos mit einer kostbaren "Ladung" ist das letztere
äußerst wichtig. Mit der hinteren Rücksitzbank an
ihrem Platz, besteht die Ladung aus bis zu drei Personen. Der
mittlere Teil der Rücksitzbank ist wirklich zum sitzen
geeignet, kein Problem also bei zusätzlichen Kindern. Die
Beinfreiheit hinten ist durchschnittlich für ein Auto aus
diesem Segment.
Im Gegensatz zu Renaults puren "Raumautos" findet man in diesem
Laguna Grand Tour keine besonderen "Platzspar-Erfindungen". Jedoch
sehr geschickt ist die in zwei Teilen zu öffnende
Kofferraumklappe. Der Rücksitzbank muß entsprechend dem
traditionellen Verfahren nach oben geklappt werden, wobei die
einzige Besonderheit ist, daß die Kopfstützen an ihrem
Platz bleiben können. Danach entsteht ein beträchtlicher
Gepäckraum (von 475 bis zu maximal 1515 Liter), womit der
Grand Tour beweist, daß er mehr zu bieten hat als nur einen
schönen Namen. Dieses ist kein "life style" Kombi, der
nur so aussieht als ob, sondern in dem ein echtes Arbeitstier
steckt, indem beträchtlich was Extragepäck mitgenommen
werden kann.
Fazit
Das Endurteil: nichts verkehrt mit dem Laguna. Ein schönes
Resultat, aber für Renault zu wenig. Der Renault Megane ist in
der Mittelklasse bei vielen Punkten besser als seine Konkurrenz.
Der Renault Modus ist der cleverste, kleine MPV in diesem Moment.
Aber der Laguna unterscheidet sich nach dem Facelift nur durch
Details von der Konkurrenz. Die diversen, bahnbrechenden
Erfindungen die Renault in die anderen Modelle stopft, sind leider
im erneuerten Laguna nicht zu finden.
Die wichtigsten Punkte um sich für einen Laguna zu
entscheiden bleiben aus diesem Grund dieselben wie früher.
Besonders das Innen- und Außendesign ist sehr gut gelungen.
Die Technik bleibt progressiv, auch wenn der Unterschied mit
anderen Autos im Lauf der Jahre kleiner geworden ist. Die
Fahreigenschaften sind ausgezeichnet, wobei Ruhe, Komfort und
Sicherheit die wichtigsten Eigenschaften dieses
Geschäfts-Renaults sind.
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