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Wir wollten ihn haben, aber zweifellos auf einem Parkplatz voll
"normaler" Meganes sieht der Sedan durchaus etwas konservativ aus.
Vielleicht ein grauer, konservativer Buchhalter würde ihn als
auffallendes Auto empfinden. Jeglicher Charme, der den Hatchback so
populär macht, ist mit Zusatz von einem "Kofferraum" partout
verschwunden. Aber dem steht ein enormer Stauraum gegenüber.
Auch die Rücksitzbank ist jetzt sehr viel leichter
zugänglich und bietet außerdem viel mehr Platz als der
Durchschnitt in diesem Segment.
Startknopf
Genau wie jeder andere Megane hat auch dieses Exemplar keinen
Schlüssel, sondern nur eine Karte. Darauf findet man
Druckknöpfe, zum öffnen der Fahrertüren. Danach wird
die Karte einfach in einen Schlitz der Mittelkonsole gesteckt und
zum anlassen des Motors reicht es aus, einen Startknopf zu
drücken. Die Chance im weiteren Vorgehen auf Unklarheiten zu
stoßen ist minimal, denn im Display des Tachos werden genaue
Anweisungen (auf Deutsch) gezeigt
Außerdem ist der Startknopf nicht nur ein schönes
Spielzeug, sondern auch das Erste von vielen Sicherheitsdetails,
die den Megane auszeichnen. Das Zündschloß ist im
Allgemeinen rechts an der Lenksäule, in der Nähe des
Fahrerknies, zu finden. Aus diesem Grund ist auch der harte
Zündzylinder häufig die Ursache für Knieverletzungen
bei Unfällen. Während andere Hersteller das
Zündschloß einfach irgendwo anders hinstecken (Smart /
Saab), erklärt Renault das komplette Ding für überflüssig.
Ergonomie
Ein anderer Bestandteil des Sicherheitspaketes sind die
Kopfstützen, die fast bis zum Dach verstellt werden
können. Selbst die allerlängsten Fahrer sitzen sicher im
Megane. Jedoch ist es sehr Schade, daß diese so sicheren
Kopfstützen bei unserem Testauto Teil eines sensationell faden
Interieurs sind. Der Schwarz/Grau karierte Stoff und die
schwarz/grauen Innenraumteile müssen anscheinend einen
Kontrast zum radikalen Design des Autos bilden.
Bis auf sein Äußeres, ist über jedes Bauteil des
Autos erneut nachgedacht worden. Von der Sitzverstellung bis zum
Tankdeckel: alles ist anders, alles ist pfiffiger. Fade oder nicht:
das Testauto ist jedoch komplett Ausgestattet. Tempomat,
Klimaanlage, Regensensor, ein umfangreicher Bordcomputer und ein
Radio/CD-Spieler gehören zum Standard. Die Audioanlage klingt
selbst in der einfachsten Ausführung überraschend gut.
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Sicherheit
Das gesamte passive Sicherheitskonzept (= Absorption des
Aufpralls)ist sehr gut und Renault gewinnt damit hohe Punktzahlen
in den Crashtests. Viel wichtiger ist aber die aktive Sicherheit (=
verhindern eines Unfalls) und auch die ist vom ersten Moment an gut
geregelt worden. So überzeugt der Megane fast sofort mit einer
übertreffenden Straßenlage. "Fast sofort", da die
Lenkung in der Mittellage ziemlich schwammig ist. Daran
gewöhnt man sich auch nicht, wenn das Auto bereits
längere Zeit gefahren wird, . Die Straßenlage wird
dadurch zwar nicht verschlechtert, das Fahrvergnügen schon.
Hinsichtlich der Bremsen besteht absolut kein Zweifel: auch sie
sind von einer außergewöhnlich hohen Qualität. Wer
eine Testfahrt mit dem Megane macht, sollte erst einmal eine
Testbremsung machen. Wenn nicht, dann werden alle Insassen sehr
schnell Bekanntschaft mit den Sicherheitsgurten machen.
Der hier getestete 1,6 Liter 16V Motor ist der populärste
unter den 10 lieferbaren Motoren. Auch wenn das Triebwerk gut
für "reichliche" 115 PS ist, nach Angaben von Renault, ist
davon in der Praxis wenig von zu merken. Der Charakter ist einfach
zu zahm. Seine Leistung bringt der Motor zwar, aber dabei
vollbringt er keine Wunder. Mit dem Verkehrsfluß schwimmen
ist dabei aber absolut kein Problem und außerdem sorgt der 60
Liter Kraftstofftank noch für einen enormem Aktionsradius.
Fazit
Der Renault Megane in Sedan Ausführung bietet den Anblick
eines durchschnittlichen Autos und außerdem noch viel
Gepäckraum. Dabei bietet der Sedan alle bereits bekannten
Vorteile des Megane. Am wichtigsten ist sein hohes
Sicherheitsniveau, seine sehr guten Fahreigenschaften und einige,
handlichen, genialen Erfindungen. In jedem Punkt ist das Auto
gerade etwas besser durchdacht als die Konkurrenz. Aus diesem Grund
ist der Megane auch als Sedan nicht einfach nur ein
durchschnittliches Auto.
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