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Mit silbernem Äußeren, einem Innenraum bezogen mit
Créme-Leder und viel Glas strahlt der Citroën C4
Schönheit und Geschwindigkeit aus. Ein auffallendes Detail ist
die nach rechts durchlaufende Heckseite mit einem kleinen stehenden
Fenster und noch kleinerem Scheibenwischer. Obenauf der Heckklappe
befindet sich ein massiver Spoiler, der den sportlichen Eindruck
noch betont. Die Frontseite zeigt das neue Gesicht des
Citroën, welches man auch bereits in neuem C5 sehen konnte.
Weniger positiv ist, dass die Form in der täglichen Praxis
für Windgeräusche bei einer hohen Geschwindigkeit
verantwortlich ist.
Geräumig
Im Innenraum hat man wieder den Eindruck, sich in einem
Raumschiff zu befinden. Nicht nur der C4 ist sehr
"Geräumig"; kaum sein Gleichgestellter in diesem
Segment hat ein so schönes Design. Außerdem sorgen die
Designer nicht nur für eine Augenweide. Auch der Geruchssinn
wird verwöhnt. Die Klimaanlage (links/rechts getrennt) ist mit
einem Parfum versehen und das ist sehr angenehm.
Das besondere Design verdankt man nicht nur den Formen und
verwendeten Materialen (hell/dunkel mit immer zurückkehrenden
Créme - Akzenten), auch die Bedienung macht den Innenraum
ganz besonders. Auf dem Armaturenbrett gibt es kaum Tasten, sondern
vier Displays, wobei ein von denen, obenauf dem Armaturenbrett,
halbtransparent ausgeführt ist. Die meisten Tasten sind auf
dem Lenkrad angebracht worden. Deren Funktion ist jedoch nicht
sofort klar. Die Symbole wie "Maus" und "Stern" sind wenig
übersichtlich. Auch die Taste, die nach der Betätigung
"pardon" aus den Lautsprechern klingen lässt, bleibt am
Anfang ein Rätsel. Das ist eine erstaunliche Technik, die
direkt aus der Zukunft auf die Erde geholt wurde!
Um es überhaupt herauszukriegen, wie das alles
funktioniert, ist eine gründliche Untersuchung notwendig. Man
muss Anweisungen studieren, um mit diesen Anlagen klar kommen zu
können. Wie auch immer es auch schlau gedacht ist, kann man
jedoch die Funktionen nicht intuitiv bedienen. Zum Glück sind
die meisten Funktionen automatisch. Der Scheibenwischer und die
Scheinwerfer machen ihre Arbeit automatisch, wenn es nötig
ist. Schließlich ist auch die Telefonintegrierung völlig
automatisch dank der Bluetooth-Technologie.
Bordcomputer
Nach einiger Spielerei erfährt man endlich, dass die Tasten
auf dem Lenkrad in vier Blocken, jeder mit zwei Niveaus, eingeteilt
worden sind und jeder hat einen Drehknopf. Diese Blöcke
entsprechen dem Audiosystem, dem Navigationssystem, dem Tempomat
und ein letzter Block ist für allgemeine Funktionen bestimmt.
Ein Farbbildschirm auf der Mittelkonsole zeigt Menüs, die, wie
ein moderner Bordcomputer, genau anzeigen, welche Wahl möglich ist
Man muss zwar zuerst ein bisschen üben, aber danach kann
der Citroën selbständig ein Bestimmungsort (Platz- und
Straßenname) im Navigationssystem wählen, während
die Hände sicher auf dem Lenkrad bleiben können. Die
Anweisungen des Navigationssystems sind ein endgültiger
Beweis, dass dieser Wagen von einer außerirdischen
Zivilisation kommt, weil die Stimme hoch, heiser und geschlechtlich
unbestimmt ist. Außerdem ist die Anweisungsqualität
mäßig. Auf eine wunderliche Weise sucht der C4 eine
Route durch die Stadt zur Autobahn, um dort regelmäßig
unnötigerweise eine Parallelstraße zu wählen, was
nur die Route wieder unnötig kompliziert.
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Die Taste, die zuerst nur mit "pardon" reagierte, scheint
die Sprachkommandos zu akzeptieren. Das funktioniert in der Praxis
sehr gut, obwohl der Testfahrer intuitiv nur englischgesprochene
Kommandos gegen den Computer verwendet und deswegen hat er zuerst
nur Entschuldigungen zurückbekommen. Auf Deutsch sind doch
viele Kommandos verständlich, was dann in der
zusätzlichen Sicherheit und Komfort resultiert. Sag:
Navigation Richtung Haus, Radio 3", und das
Navigationssystem zeigt den Weg nach Hause beim Genuss von guter Musik.
Sicherheit
Mit allen Tasten auf dem Lenkrad ist dieses fremde Fahrzeug noch
lange nicht vollkommen untersucht worden. Noch merkwürdiger
ist, dass der Kern des Lenkrads am Platz bleibt, während sich
nur der Rand bewegt. Das ist ein großer Vorteil, weil wenn
der Airbag jemals notwendig sein sollte, besteht kein Risiko, dass
der Fahrer dazwischen stecken bleibt, nur weil man das Lenkrad
gedreht hat. Die ungewöhnliche Lenkung ist gar nicht
gewöhnungsbedürftig und außerdem bietet der C4 die
ausgezeichnete Straßenlage.
Außer der üblichen Elektronik, die sogar eine gute
Straßenlage in den extremen Situationen versichert, bietet
der C4 auch Hilfsmittel, dank der der Fahrer immer auf seiner Spur
bleibt. Dieser Alien hat Augen nicht nur an der Frontseite, sondern
sogar unten! Leider gibt das System regelmäßig
Fehlmeldungen. Wer so ein System braucht, muss jedoch genau
überlegen, ob ein Auto wirklich ein richtiges Transportmittel ist.
Warpspeed
Dieses Zukunftsauto hat jedoch keinen Ionenantrieb, sondern
einen traditionellen, irdischen Verbrennungsmotor. Der C4 ist mit
einem 1.4., einem 1.6 und 2-Liter Benzinmotor lieferbar. Für
echten Kilometerfresser sind ein 1.6 und 2-Liter HDi Diesel
vorhanden. Für den Test hat man einen 2-Liter Benzinmotor mit
180 PS gewählt. Damit erreicht der C4 Coupé maximales
Warpspeed 2, was mit irdischen 227 Km/h übereinstimmt. Trotz
der großen Kapazität ist der C4 in der gefahrenen
Version kein Racemonster oder ein herausfordernder Sportwagen. Der
Motor macht auf der Autobahn relativ viel Touren - erst bei 7.000
U/min wird die volle Kapazität ausgelöst. Ein Zuviel an
der Kapazität ist vor allem als feste Reserve bestimmt, um
immer flott überholen zu können oder sicher
einzufädeln.
Zu einem großen Motorvermögen und sehr guten
Straßenlage gehört ein passender Bremsensatz. Das
mittlere Pedal ist extrem empfindlich und die geringste
Berührung ist für eine fast sensationelle Verlangsamung ausreichend.
Fazit
Ist der Citroën C4 Coupé ein UFO oder ein Auto? Die
Antwort ist "ein Auto", aber doch eines der modernsten in
dieser Zeit. Das ist ein wunderbares Fahrzeug, wo man jedes Detail
neu durchgedacht hat. Ein echter Geheimtipp sind automatische
Scheinwerfer und parfümierte Klimaanlage. Geschickt aber nicht
essentiell sind die Bluetooth-Verbindung und die Stimmeerkennung.
Unzuverlässig und wirklich überflüssig ist das
System, das warnt, wenn der Fahrer seine Fahrspur verlässt.
Die hier gefahrene schnellste Variante mit einem 2-Liter 180 PS
starken Motor, ist zwar schnell, aber nicht sensationell, was man
eigentlich von so einem Vermögen erwarten könnte.
Trotzdem sogar die kürzeste Testfahrt beweist, dass die
Fahreigenschaften ungeachtet des gewählten Antriebs sehr in
Ordnung sind. Die Straßenlage ist sehr gut, die Bremsen sind
sogar außergewöhnlich gut. Kurz und bündig: gute
Fahreigenschaften, ein gelungenes Design und fortschrittliche
Technik, die jetzt auch in der Reichweite eines gewöhnlichen
Sterblichen sind (UFO Kroone).
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