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Der Colt fällt sofort durch sein Design auf. Dank seiner
kurzen Motorhaube und seines höheren Aufbaus, positioniert
sich der Colt genau in der Mitte zwischen einem starr designten
Hatchback und einem äußerst duften Mini-MPV. Auch
Details, wie die dreieckigen Blinker (ein "Augenzwinkern" an das
Mitsubishi-Logo), die Falte in der Motorhaube und die modernen
Scheinwerfer machen aus dem Colt eine besondere Erscheinung.
Innenraum
Der Innenraum ist geräumig, modern und frisch. Das kommt
unter anderem durch sein Design, wobei man geschickt
unterschiedliche Kunststoffarten verwendet hat. Wieder die Details
entscheiden über den gesamten Eindruck. So sind diverse
Akzente in der gleichen Farbe wie der Lack des Autos
ausgeführt worden und das verleiht ihm eine frische
Ausstrahlung. Auch um das Lenkrad hat man sich gekümmert, es
liegt jetzt genauso gut in der Hand, wie es aussieht.
Aber man kann mehr als nur über das Design des
Arbeitsplatzes des Fahrers sagen. Das Armaturenbrett ist so
plaziert, daß die Anzahl der Schalter, trotz der
großzügigen Ausstattung, minimal ist. Mitten auf dem
Armaturenbrett findet man das Radio mit dem (optionalen)
Navigationssystem. Dieses Navigationssystem hat nur drei Tasten.
Eine ziemlich grantig klingende Männerstimme führt den
Fahrer -ohne Probleme- zu jedem Bestimmungsort.
Etwas tiefer, in dem oben erwähnten hellblauen Kunststoff,
findet man die Steuerung der Klimaanlage. Das ist nicht nur so eine
Klimaanlage, sondern eine vollwertige Klimaautomatik, bei der sich
die Elektronik um die gewünschte Temperatureinstellung
kümmert. Das Auto ist während einer Hitzewelle getestet
worden und selbst dann schafft die Air-Conditioning eine angenehme
Kühle im Innenraum.
Platz
Der Platz vorne ist großzügig, aber angesichts des
Colt-Designs, war das auch zu erwarten. Die Sicht für
große Fahrer ist, durch einen Graukeil in der Frontscheibe,
eingeengt. Dieser ist zu weit nach unten geführt, mit dem
Resultat, daß manche immer eine dunkelblau getönte Welt
sehen, so als ob es jeden Moment regnen könnte. Die Motorhaube
ist, genauso wie bei ähnlichen Autos, durch die stark geneigte
Form des Fahrersitzes kaum zu sehen und das behindert in der
richtigen Einschätzung der Nasenlänge.
Ganz der neuesten Mode entsprechend kann man die
Rücksitzbank verschieben, um sich entweder für mehr
Gepäckraum oder für mehr Beinfreiheit zu entscheiden. Die
Rücksitzbank kann nicht nur hochgeklappt, sondern auch in zwei
Teilen herausgenommen werden. Das bringt nicht nur
zusätzlichen Laderaum, sondern auch einen perfekt flachen
Ladeboden. Leider wird das Be- und Entladen von schweren Dingen
durch die hohe Ladekante erschwert.
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Fahren
In diesem Moment ist der Colt mit einem 1.1, 1.3 oder einem 1.5
Liter Benzinmotor lieferbar. Eine Dieselvariante ist im Anmarsch
und kann außerdem mit Automatik bestellt werden. Das Testauto
ist mit dieser "AllShift" Automatik (Aufpreis von €
800.-) und dem stärksten Benzinmotor versehen. Das Triebwerk
ist, im Gegensatz zum ausgesprochen, temperamentvollen Charakter
der vorherigen Colt-Generation, besonders leise und flexibel. Die
Leistung ist sehr gut, aber dieser schnelle Colt ist alles andere
als aggressiv oder aufdringlich. Der durchschnittliche
Testverbrauch von 5,8 Liter/100 km ist vorbildlich für ein 109
PS Auto mit Automatik. Zusammen mit dem riesigen Tankvolumen ist
der Aktionsradius überdurchschnittlich groß. Wer nicht
gerne an der Zapfsäule steht, hat's gut mit dem Colt.
Die "AllShift" 6-Gang Automatik ist modern. Das
heißt, daß der Fahrer entweder sequentiell schalten
oder das Schalten völlig der Automatik überlassen kann.
Im Automatikbetrieb funktioniert der "AllShift"-Mechanismus
nicht so gut wie ähnliche Systeme von anderen Herstellern. Die
Elektronik schaltet oft zu spät und das fühlt/hört
man dann auch leicht. Wenn der Fahrer selbst schaltet, ist der Colt
meistens flexibler und leiser. In beiden Fällen sind die
Übersetzungen kurz und man muß viel schalten.
Wenn man sich für sequentielles Schalten entschieden hat
und die Bremse getreten ist, wird automatisch der 1. Gang
eingelegt. Ist das Bremspedal nicht getreten, dann wählt die
Elektronik aus Sicherheitsgründen "Neutral" und der Fahrer
muß selber den 1. Gang einlegen. Hier hat man an alles gedacht!
Straßenlage
Das Exterieur mag eine Zwischenform von Hatchback und kleinem
MPV sein, die Fahrqualität ist deutlich die eines Hatchbacks.
Der Fahrer und der Beifahrer sitzen merklich höher als im
durchschnittlichen Auto und dadurch hat man einen ruhigen und
angenehmen Überblick über den Verkehr. Normalerweise
steht der hohen Sitzposition eine weniger günstige
Straßenlage gegenüber, oder minimal ein heftig
reagierendes Auto in schnellen Kurven. Der Colt fährt und
steuert sich jedoch wie ein modernes, kompaktes Auto und bietet
sich sehr gut für einige Späßchen an. Auch sehr
brüske Ausweichmanöver werden glanzvoll durchstanden.
Fazit
Mit dem Colt hat Mitsubishi wieder eine gelungene Mischform aus
zwei bestehenden Autos geschaffen. Der japanische Hersteller baut
jetzt eine Brücke zwischen einem Mini-MPV und einem
traditionellen Hatchback. Dadurch findet man von beiden Modellen
nur die positiven Elemente im Colt: Die Fahreigenschaften des
Hatchbacks und den Platz des MPV.
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