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BMW hat einen guten Start. Die 1-Serie ist kein bestehendes
Auto, das in "einem neuem Anzug" einen höheren Preis erzielen
muss. Die Designer haben für die 1-Serie eine ganz neue
Fußbodengruppe entwickelt. Insider können jedoch
bestätigen, dass diese Bodenplatte mit leichten Anpassungen
auch die Grundlage für die kommende 3-Serie sein wird.
Ungeachtet der "Serie", macht die typische BMW-Technik das Herz
des Autos aus. Das Fahrvergnügen muss auch in kleinsten BMWs
auf dem ersten Platz stehen. Deswegen hat man auch für die
1-Serie ein vertrautes Rezept von Hinterradantrieb und dem Motor
vorne verwendet. Dabei wurden leichte Materialen verwendet, um das
Auto nicht nur leicht zu machen, sondern auch um eine perfekte
Gewichtsverteilung zu erreichen (50% auf den Hinterrädern, 50%
auf den Vorderrädern). Ein für diese Klasse sehr langer
Achsstand sorgt für ein distinguiertes Äußeres und
auch für maximale Stabilität und viel Platz. Technisch
gesehen ein viel versprechender Anfang. In einem Wort: Potential.
Ein Wort über den Platz
Man merkt beim Einstieg, wie viel Platz die 1-Serie bietet. Der
Platz im Vorderbereich dieses "kleinsten" BMW ist in einem Wort:
überwältigend. Mit dem Vordersitz in der hinteren
Position sind das Lenkrad und die Pedalen Lichtjahre vom Fahrer
entfernt. Die Sitze des Testautos (mit "Sportline"-Paket)
sind in allen möglichen Richtungen verstellbar. Die Sitze sind
tief, weich und bieten viel seitliche Unterstützung. Mit einem
solchen Einstieg ist der erste Eindruck besonders gut.
Die Kopf- und Beinfreiheit hinten erhalten dagegen nur die Note
"ausreichend". Auch der Kofferraum ist trotz einer auffallend
einfach und schnell hochklappbaren Rücksitzbank nicht mehr als
nur ein "ausreichend" wert. Dieser Kombi ist offenbar nicht als
"Arbeitspferd" bestimmt. Ansonsten ist das Auto wegen tiefem Sitz,
relativ kleinen Heckscheiben und der schräg durchlaufenden
Heckseite des Autos etwas schwierig zu überblicken.
Obwohl die 1-Serie wortwörtlich als Basis des BMW-Programms
dient, sind die Verarbeitung und das Design des Innenraums dem der
teureren Modelle ähnlich. Auch die originelle Bedienung der
Blinker und des Scheibenwischers ist direkt von den vorherigen
Modellen übernommen. Sogar BMWs ausgezeichnetes iDrive-System
(siehe Testbericht der 5-Serie) ist als Option lieferbar. Die
1-Serie ist der erste BMW mit einem Startknopf anstatt eines
Schlüssels. Der Fahrer erhält nur einen "Würfel",
der in die Aussparung rechts über dem Lenkrad passt. Danach
nur die Taste betätigen (jedoch auf die Kupplung treten)
– ausreichend, um den Motor zu starten. In einem Wort: ergonomisch.
Ein Wort über Motoren
Entsprechend den Erwartungen sollte der 118d, der leichteste der
zwei lieferbaren Diesels, am populärsten werden und aus diesem
Grund wurde er hier gefahren. BMW hat den Motor so tief wie
möglich platziert, um den Schwerpunkt zu senken, und damit die
Fahreigenschaften positiv zu beeinflussen. Dieser, für
BMW-Begriffe "kleine" Motor, kann bereits vom ersten Moment an den
positiven Eindruck verstärken.
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Der Motor reagiert aufmerksam aufs Gaspedal und kommuniziert
optimal mit dem Fahrer. Dieser leichteste Dieselmotor macht den "1"
zwar nicht zu einem schnellen Auto, aber das Gefühl ist
optimal. Der Fahrer weiß direkt, wann wieviel Reserve
vorhanden ist und wie das Triebwerk in jeder Situation reagiert.
Das wiederholt sich auch in der Kupplung und dem sehr gut
funktionierenden 6-Gang Schaltgetriebe. Nur die Bremsen
könnten bissiger und stärker sein, um besser zu dem
sportlichen Charakter zu passen.
Die Lenkung ist angenehm schwer und exakt. Dank des
Hinterradantriebs kann man die Balance in der Kurve mit Gas
beeinflussen, wobei ein stärkerer Motor als dieser 118d einen
wesentlich größeren Effekt hätte. Das hart
gefederte Fahrgestell vollendet das Ganze. Schließlich macht
die 1-Serie bei jeder Fahrt unverschämt viel Spaß und
dadurch erreicht BMW mit diesem Neuling einen fast süchtig
machenden Wagen. In einem Wort: Fahrvergnügen.
Fazit
Für den gleichen Betrag wie für einen BMW 1-Serie gibt
es größere, geräumigere und luxuriösere Autos
zu kaufen. Aber bei diesem "Premium" Kombi geht es
überhaupt nicht darum. BMW verkauft jedoch kein Image oder
bloß Marketinggerede. Worum es jedoch in der 1-Serie geht,
sind die Fahrqualitäten, die dem Newcomer unleugbare
Anerkennung verleihen. Das ist u.a. der Technik zu verdanken, die
aus einer perfekten Gewichtsverteilung, einem absolut sublimen
Dieselmotor, der die Hinterräder antreibt, und
schließlich einer fantastischen Straßenlage besteht. Um
noch deutlicher zu sein: in dieser Preisklasse ist der BMW 1-Serie
der feinste Diesel im Moment.
Dazu kommt die modernisierte Technik, die aus diversen
ergonomischen Erfindungen, herrlichen Sportsitzen und bewiesener
aktiver Sicherheit des BMW (siehe Testbericht der 5-Serie Touring)
besteht. Das Ganze wird durch das eigensinnige Design der
gegenwärtigen BMW-Generation vollendet. Deswegen ist der
kleinste BMW absolut kein "Logo mit saftigem Preis".
Schließlich ein Premium mit beweisbarem Mehrwert. In einem
Wort: Geheimtipp.
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