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Noch bevor der Schlüssel gedreht wird, muss man doch etwas
zum V50 sagen. Zuerst der Name. Ab jetzt verwendet Volvo die
ungeraden Nummern für Kombis und die geraden für Sedans.
Deswegen heißt der neue Sedan, genauso wie der
Vorgänger, S40. Der Nachfolger des V40 geht jedoch in die
Richtung des V50.
Platz
Der Nachfolger ist kleiner als der Vorgänger. Volvo hat
gleichzeitig, nach eigenen Angaben, mehr Innenraum aus dem
bescheidenen Äußeren geschaffen. Jedoch in vielen
Punkten gehört der V50 für ein Auto, das gerade auf dem
Markt ist, nicht zu den Fortschrittlichsten. So ist das Hochklappen
der Rücksitzbank eine relativ umständliche Prozedur.
Zuerst den Sitz selbst hochklappen, danach die Kopfstützen
herausnehmen, um endlich die Rückenlehne(in zwei ungleichen
Teilen) hochzuklappen. Es gibt jedoch ein praktisches Detail
– die Halter hinter dem Rücksitz – wo man die
Kopfstützen unterbringen kann. Bei der Konkurrenz liegen die
Kopfstützen noch immer herum.
Schließlich bleibt ein flacher Boden übrig, der bei
Volvo großzügig mit Haken, Ösen und anderem
Zubehör ausgestattet ist. Der Kofferraum ist riesig (1.307
Liter) und dank der breiten Heckklappe sehr gut erreichbar. Jedoch
die Maße des Kofferraumes und des Platzes auf der
Rückbank sind wesentlich kleiner als der Durchschnitt in
diesem Segment. Auch Schade, dass die Heckklappe in einem Teil
öffnet, während die letzte Kombi-Generation mit einer
richtig geschickten, in zwei Teilen zu öffnenden, Heckklappe
ausgestattet war. Jedoch sehr praktisch ist das Regenschirmfach,
das sich mit einem Rollmechanismus in der Abdeckhülle
befindet, die z.B. das Gepäck vor neugierigen Augen schützt.
Design
Autos wie der V50 werden häufig wegen ihres
Äußeren und nicht unbedingt wegen des Platzangebots
gekauft. Der Innenraum ist fest und modern, aber nicht steril und
fantasielos. Die moderne Ausstrahlung begrenzt sich nicht nur auf
das Design, sondern wiederholt sich wieder in der Materialwahl und
z.B. den Graphiken des Bordcomputers. Die Sitze sind ebenso
schön wie phänomenal gut. Das ist sehr wichtig, weil das
Auto doch als Kilometerfresser gedacht ist. Diese Sitze sind nicht
nur komfortabel sondern auch sicher.
Die Mittelkonsole ist eine ganz andere Geschichte. Beim V50 ist
sie keine gewöhnliche Verlängerung des Armaturenbrettes
zum Mitteltunnel. Statt dessen entscheidet sich Volvo für eine
dünne gewellte Platte, die lose aus dem Armaturenbrett kommt.
Mit anderen Worten: hinter der Mittelkonsole entsteht einiger
Stauraum. Auch das gewählte Material sorgt dafür, dass
dieses Kunststück der Aufmerksamkeit nicht entgehen wird.
Musik
Die meisten Tasten der Mittelkonsole hängen mit der
Bedienung des Audiosystems zusammen. Der Klang dieses
Standardaudiosystems ist sublim. Nicht nur für ein Auto in
dieser Preisklasse ist der Klang gut, sogar die viel teureren Autos
können dieses System nicht überbieten. Nur das
Audiosystem in Volvos viel teurerem Cabriolet C70 ist besser.
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Sicherheit
Um die Geschichte über die Sicherheit fortzusetzen: Volvo
will den Käufer darauf hinweisen, dass die Fahrgastzelle aus
einem extrem starken Stahl gefertigt ist. Zusammen mit dem hinten
platzierten Motor absorbiert die Nase bei einem Unfall so viel
Kraft wie möglich und die Passagiere werden darüber
hinaus durch die Fahrgastzelle geschützt. Da Euro-NCAP ein
Auto nur in einigen Punkten testet, führt Volvo selbst
fortwährend eine Vielzahl von Tests durch. Es stellt sich
heraus, dass der V50 im Moment der sicherste Volvo ist.
Wenn der Schlüssel dann endlich gedreht wird, wartet eine
angenehme Überraschung. Der Fahrer hat genügend
Kommunikation mit dem Auto und der Abstand zur Außenwelt ist
kleiner als früher. Das ist nicht nur der Straßenlage zu
verdanken, sondern auch dem Motorklang. Der Motor dieses Testautos
ist so leise, dass dieser bei ruhiger Fahrt kaum hörbar ist.
Die Außengeräusche sind jedoch deutlich zu hören,
was die Erfahrung eines komfortablen Autos etwas zunichte macht.
Obwohl der Charakter ganz anders ist als der eines S60, fällt
auch dieser V50 durch ein lebendige Straßenlage auf und
bietet damit mehr Fahrvergnügen als die meisten anderen Volvos.
Fahrvergnügen
Dieses Fahrvergnügen wird durch die Motoren erhöht.
Der V50 ist nur mit starken Motoren und jeder mit einer starken
Kapazität, lieferbar. Der hier gefahrene 2.4i hat einen
besonderen Charakter. Wie üblich wählt Volvo einen
5-Zylinder. Die Konstruktion bietet mehr Elastizität als ein
4-Zylinder, hat aber nicht den Durst eines 6-Zylinders. Bei
niedriger Umdrehungszahl ist das Triebwerk gutmütig und hat
den Charakter ähnlich dem eines starken Diesel. Um zu
demonstrieren, wie stark dieser V50 ist: das Schalten ist kaum
nötig, weil das Auto genauso einfach sowohl im 3. als auch im
1.Gang beschleunigt, ohne danach schalten zu müssen um auf der
Autobahn durchzufahren.
Nur bei Vollgas erwachen alle 170 PS zum Leben und die
Passagiere des V50 können ein angenehmes Drücken im
Rücken empfinden. Der 2.4i ist im täglichen Gebrauch nie
aggressiv oder aufdringlich, wodurch diese Ausführung trotz
der großen Power absolut kein Spaßwagen ist. Die
Kapazität ist lediglich als feste Reserve bestimmt, geschickt,
um flott und selbstverständlich sicher mit dem Verkehr mitzukommen.
Fazit
Mit dem V50 kann Volvo angenehm überraschen. Im Vergleich
mit vorherigen Modellen ist der V50 ein lebhaftes Auto, das viel
Fahrvergnügen bietet. Dabei kann der Newcomer mit gelungenem
Design und einfach originellen Details bezaubern. Als Kombi ist
dieser Volvo geräumig, aber nicht als "Arbeitspferd" gedacht.
Der leise Motor, sublime Sitze und natürlich Volvo´s
hohes Sicherheitsniveau machen aus dem V50 einen sorglosen und
bezaubernden Kilometerfresser.
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