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Suzuki wollte schon seit längerer Zeit einen Diesel auf den
Markt bringen, stieß aber immer wieder auf die gleichen
Probleme. In ein kleines Auto passt nur ein kleiner Motor. Der
kleine Motor muss die geltenden Umweltbedingungen erfüllen und
sowohl die Leistungen als auch einen niedrigen Kraftstoffverbrauch
realisieren, was die Suzuki-Fahrer erwarten. Durch eine
Zusammenarbeit mit diversen anderen Herstellern, fand Suzuki
schließlich einen Motor, der alle Anforderungen erfüllt.
Dieser Motor stammt von Fiat, die seit kurzer Zeit eine kompakte
Version des erfolgreichen JTD-Motors bauen.
Nach Brüssel
Wie bei fast jedem Dieselmotor ist auch bei diesem Exemplar
wichtig, die ersten Kilometer vorsichtig mit dem Gas umzuspringen.
Der Motor wird schnell warm und beginnt dann immer besser zu
arbeiten. Dann fällt auf, dass der Charakter dieses
Dieselmotors eigentlich sehr gut zu einem Auto, wie dieses, passt.
Grob gesagt, ein Benzinmotor ist schnell und lebhaft, während
ein Dieselmotor sich durch Elastizität und Ruhe auszeichnet.
Ein Auto wie der Wagon R+ sollte man nicht als Sportwagen kaufen
und deswegen passt der Charakter des Dieselmotors sehr gut zu
diesem Auto.
In der Stadt arbeitet der Wagon R+ Diesel ausgezeichnet. Auch,
wenn die extra Portion Leistung verwendet wird, enttäuscht das
Triebwerk nie. Außerdem ist die Power bei fast jeder Drehzahl
vorhanden und deswegen kann auch schaltfrei gefahren werden. Aber
so richtig angenehm überrascht der Wagon R+ erst auf der
Autobahn. In der Stadt ist der Schallpegel eher bescheiden, aber
durch viel Bremsen und Beschleunigen hört man ganz klar, dass
es ein Diesel ist. Bei einer konstanten Geschwindigkeit auf der
Autobahn, ist der Wagon R+ relativ leise. Auch bei hoher
Geschwindigkeit ist noch mehr als genügend Reserve vorhanden.
Der Sprint von 100 auf 120 Km geht flott und zurückschalten
ist in vielen Fällen, für ein Überholmanöver,
nicht nötig. Dank dieser Eigenschaften eignet sich der Wagon
R+ Diesel jetzt auch als Reiseauto. Deswegen hat sich Autozine
gerade bei diesem Auto für eine Reise nach Brüssel
entschieden, um dort einen Bericht über "den" Autosalon zu schreiben.
Durch seinen hohen Aufbau und die kleinen Räder weicht die
Straßenlage des Wagons R+ von der eines durchschnittlichen
Autos ab. In Kurven oder auf Bodenwellen reagiert der Suzuki etwas
deutlicher als ein konventionelles Auto. Bei trockenem Wetter ist
das kein Problem, aber die kleinen Räder können bei
nassem Wetter und schlechter Straßendecke einfach die Haftung
verlieren. Dafür müsste man mutwillig zu schnell fahren,
aber in einer extremen Situation wäre etwas mehr Reserve
willkommen. Bei starkem Seitenwind verhält sich der hohe Wagen
richtig vorbildlich. Natürlich spürt man bei einem Auto
wie diesem den Seitenwind mehr, als durchschnittlich, aber der
Wagon R+ bleibt stabil.
Facelift
Die Anziehungskraft des neuen Wagon R+ kommt nicht nur durch
seinen neuen Motor. Das silbergraue Testauto ist auf den ersten
Blick ein kleiner und "tapferer Wagen". Die proportional kleinen
Räder des hohen Wagens haben mit seinen fröhlich
schauenden Scheinwerfern etwas Rührendes. Beim letzten
Facelift wurde die Frontpartie nur in Details geändert. Die
Scheinwerfer sind mit hellerem Glas versehen, der Kühlergrill
hat eine Lamelle weniger und der Frontspoiler ist etwas weniger
rund, wodurch das Auto eine solidere Ausstrahlung bekommt.
Im Innenraum sind die Unterschiede größer. Das
schöne neue Lenkrad (mit Airbag) liegt angenehm in der Hand.
So sollte auch in der Zukunft ein Sportwagen aus dem Suzuki
entstehen können. Die Mittelkonsole ist mit Zusatzablagen
versehen und das Schaltgetriebe ist mit Chrom verziert. Der
Schaltknüppel lässt sich übrigens etwas leichter als
beim Benziner einlegen, obwohl der 2.Gang sich bei diesem Testauto
manchmal etwas schwer schalten lässt.
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Der hier gefahrene Diesel ist in nur in der luxuriösesten
Ausführung lieferbar und hat dann unter anderem als standard:
elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung (ohne
Funkfernbedienung) und viel passive Sicherheitssysteme. Vor allem
in diesem letzten Punkt kann der geliftete Wagon R+ sich mit
anderen, neueren Autos in diesem Segment messen. So hat der Wagon
R+ Diesel vier Airbags, ABS mit EBD, Verstärkungsbalken in den
Türen, in der Höhe verstellbare Sicherheitsgurte und
aktive Kopfstützen.
Platz
Im Innenraum hat man wie ehedem ein geräumigeres
Gefühl als sein Äußeres vermuten lässt. Die
Insassenen sitzen nicht Schulter an Schulter, sondern haben viel
Platz vor, neben und über sich. Die Sitze sind
großzügig bemessen und mit Kopfstützen versehen,
die (nach einiger Übung) auf die richtige Höhe
eingestellt werden können, um wirklich zur Sicherheit
beizutragen. Ganz wie bei größeren MPVs ist auch dieser
Kleiner mit allerlei Ablagen, Netzen, Haken und Ösen ausgestattet.
Da der Wagon R+ in die Höhe gebaut worden ist, ist die
Rücksitzbank so entworfen, dass die Passagiere sich
automatisch gerade hinsetzen. Eine solche Position erfordert
weniger Beinfreiheit, deswegen bietet dieser kleine MPV hinten
sogar Erwachsenen genügend Platz. Die Rücksitzbank kann
mit einer einfachen Bewegung hochgeklappt werden. Die
Kopfstützen müssen nicht abgebaut werden und dank der
ingeniösen Konstruktion machen die Sitze automatisch Platz.
Dank seiner eckigen Formen ist der Ladenraum auch tatsächlich
bis zum letzten Kubikzentimeter zu nutzen. Durch sein Design ist
der Wagen leicht wendbar und leicht zu übersehen und kann nach
jeder Fahrt einfach geparkt werden.
Fazit
Mit dem Wagon R+ beweist Suzuki (in Zusammenarbeit mit einigen
Partnern) wieder seine Stärke beim Bau von kleinen Autos. Die
eckigen Formen machen das Auto an der Außenseite kompakt,
aber innen bietet der Wagon R+ mehr Platz als jedes andere
gewöhnliche, kleine Auto. Der Platz kommt den vier oder zwei
Insassenen, mit einer ganzen Menge Gepäck, zugute. Dank eines
genialen Mechanismus lässt sich der Wagon R+ wortwörtlich
im Handumdrehen vom Viersitzer zum Zweisitzer mit Extrakofferraum verwandeln.
Der neu eingeführte Dieselmotor wurde gut an den Charakter
des Wagon R+ angepasst und dadurch eignet sich der Wagen auch gut
für Langstrecken. Der JTD-Motor wurde vor allem für seine
flotten Leistungen konstruiert und weniger für einen
günstigen Verbrauch. Unter allen Umständen ist der Motor
leise und leistungsfähig, was wieder beweist, dass dieser
Kleine mehr drauf hat, als sein Äußeres vermuten lässt.
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