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Es wird keine Überraschung sein, dass der neue Suzuki Alto
kein großes imponierendes Angeberauto mit fetten Spoilern und
anderen äußerlichen Highlights ist. Stattdessen ist
diese neue Inkarnation beinah genauso groß wie sein
Vorgänger. Er ist fünf Zentimeter höher, zwei
Zentimeter schmaler aber genauso lang. Der Neuling sieht deutlich
moderner aus als sein Vorgänger. Dies hat er den harmonisch
verlaufenden Linien und den großen Scheinwerfern mit
weißen Blinkern zu verdanken. Das Auto bekommt eine edlere
Ausstrahlung durch ein großes Suzuki-Logo das auf dem
Kühlergrill unter einer verchromten Leiste Prunkt. Mit der
neuen Optik ist der Alto wieder ganz Up-to-Date. Außerdem
macht das neue Outfit ihn nicht teurer, aber wohl attraktiver. Der
Alto ist vorläufig nur als Viertürer lieferbar.
Große Fahrer sitzen in erster Linie recht nah am Lenkrad.
Um dieses kleine Problem zu lösen, muss man die
Rückenlehne ein bisschen weiter nach hinten und den Sitz etwas
weiter nach vorne stellen als üblich. Der Platz auf der
Rückbank ist, wie bei jedem Auto von diesem Format, sehr
beschränkt. Außerdem ist er stark abhängig von der
Position der Vordersitze aber trotzdem ausreichend für kurze Strecken.
Kein Palast
Die Innenausstattung vom Alto ist kein fahrender Palast aus
Leder, Chrom und Wahlnussholz. Darüber hinaus ist es nicht
möglich ihn mit elektrisch verstellbaren und beheizten Sitzen
oder einem DVD-Navigationssystem geliefert zu bekommen. Stattdessen
besteht das Plastik-Armaturenbrett aus zwei Grautönen, wobei
die Sitze mit farbigen Motiven versehen wurden. Der Tacho und das
Drehzahlmesser sorgen für eine nette Abwechslung durch ihre
weißen Zeiger auf blauen Hintergrund. In der Mittelkonsole
wurde mehr Platz geschaffen wodurch man vorne einen Becherhalter
und eine extra Ablage zur Verfügung hat. Die Funktionen im
Auto sind außerdem einfach zu Bedienen, wobei die hier
getestete Ausführung mit ein paar Extras sowie einer Uhr,
elektrischen Fensterhebern und Nebelleuchten ausgestattet ist.
Der Alto kann mit verschiedenen Extras geliefert werden. Dass
wichtigste davon ist die Servolenkung. Diese tut ihre Arbeit
ordentlich. Die Lenkung ist leicht aber niemals gefühllos. Man
muss sich aber trotzdem an die Servolenkung gewöhnen. Denn bei
hohen Geschwindigkeiten wird jede kleine Bewegung am Lenkrad in
eine Kursänderung umgesetzt. Aber vor allem in der Stadt zeigt
der kleine Alto seinen Trumpf. Dank seinem kleinen Format und
leichter Lenkung ist er ein geborenes Stadt-Auto. Man kann ihn
flott durch den hektischen Verkehr manövrieren und ihn mit
Leichtigkeit in jede kleine Parklücke quetschen.
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Kein V12
Der Alto ist, wie schon gesagt, kein Angeberauto und hat auch
keine Top-Innenausstattung. Außerdem ist er auch nicht
lieferbar als V12 mit Turbomotor und Allradantrieb. Wahrscheinlich
würde Suzuki davon kein einziges Exemplar verkaufen! Der
Alto-Fahrer möchte nämlich ein Auto das das Sparschwein
nicht allzu viel strapaziert, und dass ist bekanntermaßen ein
Sprit-Sparendes Auto. Darum wurde der Alto mit einem 1.1 Liter
Vierzylinder-Motor ausgestattet. Dieser läuft auch direkt nach
einem Kaltstart hervorragend. Der Motor passt gut zum Rest des
Autos. In der Stadt ist der 63 PS starke Alto lebendig und nach dem
Warmfahren auch willig.
Wer sich einmal an den Alto gewöhnt hat, der wird sich
über den Fahrstil wundern, den man entwickelt. Denn er ist
ausgezeichnet geeignet als Stadtflitzer. Man fährt
rasendschnell durch den undurchdringlichsten Verkehr wobei man
durch die überdurchschnittlich guten Bremsen immer wieder neu
anspornt wird. Auf der Autobahn fühlt der Suzuki sich nicht so
wohl. Bei einem Beschleunigungsversuch bei über 100 km/h wird
einem bewusst, dass man in einem Kleinwagen sitzt. Obwohl der Alto,
für ein Auto in seiner Klasse, bis 100 Km/h
außergewöhnlich ruhig fährt. Dass konstant Halten
von hohen Geschwindigkeiten ist dahingegen kein Problem, wodurch
auch lange Strecken bequem zu fahren sind. Der Suzuki soll einen
Verbrauch von 4,9 Liter auf 100 Kilometer haben. Bei der Testfahrt
durch viel Stadtverkehr und bei Langen Strecken mit hohen
Geschwindigkeiten lag der Spritverbrauch 5,6 Liter.
Alt und Neu
Wer den alten Alto kennt, der wird auch den Nachfolger sofort
als Alto identifizieren. Der Charakter ist geblieben, obwohl die
etwas jugendliche Ausstrahlung vor der modernen und sachlichen
gewichen ist. Auch die Innenausstattung kommt einem sehr vertraut
vor, wobei die neuen Fächer und Ablagen die besten
Verbesserungen sind. Die Sitze sind ein bisschen höher als
beim Vorgänger und die Motorhaube etwas länger. Deshalb
ist sie nicht mehr für jedermann vom Fahrersitz aus zu
überblicken. Alto-Fahrer empfinden den stillen und
fähigen Motor als größten Vorteil. Außerdem
hat der neue Alto, Dank des etwas verlängerten Radstands, eine
ruhigere Straßenlage bekommen. Zusammen mit den
serienmäßig gelieferten Airbags ist dies ein deutlicher
Beitrag zur Sicherheit.
Wer den Alto kennt der wird, trotz der langen Lebensdauer,
früher oder später zum Suzuki-Händler gehen
müssen. Der weiß immerhin was die Vorteile vom Alto
sind. Wer die Vorteile aber nicht kennt, der lässt sich
hoffentlich nicht von den Vorurteilen eines Kleinwagens
abschrecken. Stattdessen sollte man die Wendigkeit und Handlichkeit
des erwachsen gewordenen Suzuki genießen. Wie das Sprichwort
schon sagt: Wer das Kleine nicht ehrt...
Fazit
Es ist sicherlich keine Tortur gewesen um ein paar Tage mit
einem der günstigsten Autos auf dem Markt herum zu Fahren. Im
Gegenteil, in der Testperiode hat der Alto vor allem in der Stadt
bewiesen, dass er ein Garant für den schnellen, sorglosen und
praktischen Gebrauch ist.
Der stille Motor, die bessere Ausstattung und die modernere
Optik verleihen dem neuen Alto gegenüber seinem Vorgänger
eine deutlich erwachsenere Ausstrahlung. Suzuki hat dabei zum
Glücke die wichtigsten Erfolgsfaktoren nicht vergessen: ein
bescheidener Kaufpreis und einen niedrigen Spritverbrauch.
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