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Der Grund, warum der C2 in einer relativ kurzen Zeit entwickelt
werden konnte, ist einfach: der C2 hat ungefähr 60% der
Bestandteile gemeinsam mit dem C3 und dem C3 Pluriel. So ist das
Fahrgestell gleich, aber der C2 hat einen kürzeren Achsstand.
Außerdem beweist das Design sofort, dass es ein junges und
sportliches Auto ist.
Der C2 ist auf den ersten Blick ein Auto, das aus einem
Sciencefiction-Film stammen könnte, wo er ein ideales Bild des
Stadtautos der Zukunft ist. Das Äußere ist bewusst nicht
"ergreifend" wie das des C3, sondern richtig gedrungen und
muskulös. Die Form mit der hohen Rückseite und deutlich
laufender Linie zu einer tiefen Nase, macht den C2 muskulös
und athletisch. Das wird noch einmal durch die fest angesetzten
Radkästen betont(Standard in allen Modellen). Auch die Linie
der Motorhaube betont die Form. Der Kühlergrill ist praktisch
durch ein Kunststoffpanel mit einem großen Citroën Logo
geschlossen. Sehr speziell ist die Heckscheibe, die tiefer als die
Frontscheibe durchläuft.
Rücksitze
Mit dem C2 versucht sich Citroën als Pionier im Bereich
"kompakte Autos". So ist die Rücksitzbank durch zwei Sitze
ersetzt worden (abhängig von der Ausführung). Diese
Rücksitze stehen auf Schienen, um so zwischen mehr
Beinfreiheit oder mehr Kofferraum wählen zu können.
Dennoch ist die Beinfreiheit auch in der hinteren Position etwas
geringer als durchschnittlich in dieser Klasse. Auch die
Kopffreiheit ist für Erwachsene nicht ausreichend. Jedoch
Platz- und Freiheitsgefühl ist überraschend groß.
Das liegt an der besonderen Linie der Heckscheibe. Es ist
vielleicht ein Detail, aber der Effekt ist deutlich merkbar. Bei
Bedarf ist der Kofferraum auch auffallend groß. Wie
üblich, können die Rücksitze hochgeklappt werden, um
den Kofferraum zu vergrößern. Beim C2 kann man
zusätzlich die Rücksitze auch einfach herausnehmen,
wonach ein enormer Kofferraum (leider mit Ladekante) übrig bleibt.
Der Erneuerungsdrang beschränkt sich nicht nur auf das
Ersetzen der Rücksitzbank durch die flexiblen Rücksitze.
Die Heckklappe des C2 besteht aus zwei Teilen, die man
unabhängig öffnen kann, genauso wie im C3 Pluriel. Das
ist nicht einfach ein nettes Gadget, sondern auch wirklich
praktisch. Der erste Vorteil ist, man braucht nicht so viel Platz
beim Öffnen. Dabei ist der untere Teil mit einem kleinen
Ablagefach (5 Liter) versehen und ist mit maximal 100 Kg zu belasten.
Ellenbogenmentalität
Das Armaturenbrett ist fast unverändert vom C3
übernommen worden, aber jetzt in einem dunkleren Ton
ausgeführt. Das haben die Designer getan, um zu verhindern,
dass der C2 als "kleiner C3" gesehen wird. Als farbiger Akzent sind
(wieder abhängig von der Ausführung) die Türgriffe,
Türfüllungen und der Rand rund um den Schaltknüppel
in einer auffälligen Farbe ausgeführt.
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Die Sitze der hier gefahrenen VTR-Ausführung verdienen ein
zusätzliches Kompliment. Die Sitze sind dank einer perfekten
Form und vielen Verstellmöglichkeiten (auch Lenkrad)
ausgezeichnet. Außerdem betont Citroën, dass dieser C2
die größte "Ellenbogenfreiheit" in seinem Segment bietet.
Technik
Seit der Einführung ist der C2 sofort mit einem 1.1, 1.4
oder 1.6-Liter Benzinmotor lieferbar. Außerdem ist auch ein
1.4-Liter HDi Diesel vorhanden. Da der 1.4 Liter Benzinmotor der
vermutlich am meisten verkauft sein wird, wurde er auch für
die Testfahrt gewählt. Das Triebwerk fällt direkt positiv
durch den niedrigen Schallpegel auf. Mit dem 75 PS starken
1.4-Liter Motor ist der C2 flott, aber nicht so aggressiv wie sein
Äußeres vielleicht vermuten lässt. Besonders in den
Hügeln rund um Paris, muss der C2 mit zwei Insassenen und
einer kontinuierlich aktiven Klimaanlage hart arbeiten, um
genügend Kraft zu erzeugen. Das Auto fühlt sich besonders
auf der Autobahn zu Hause. Da ist der C2 für ein Auto von
diesem Umfang besonders stabil und kann mühelos mit hohen
Dauergeschwindigkeiten gefahren werden. Bei einem Sprint aus dem
Stillstand ist die Traktionskontrolle auf schlechter
Straßendecke oder bei extremen Wetterbedingungen kein
überflüssiger Luxus.
Optional können alle Motorversionen, ausgenommen die
1.1-Liter Variante, mit Citroëns "Sensodrive" ausgestattet
werden. Diese Kombination aus Automat und manuellem Schaltgetriebe
benötigt jedoch etwas Gewöhnung (siehe auch der Test des
C3 Pluriel). Die Elektronik lernt den Fahrstil des Fahrers und
passt sich hier soviel wie möglich an. Dieser Lernprozess kann
einige Tage dauern und deswegen kann während einer Testfahrt
irrtümlich der Gedanke hervorgerufen werden, dass dieses
Sensodrive " nicht gut fährt ". Wenn der Fahrer und das Auto
gut auf einander eingespielt sind, bietet Sensodrive
zusätzlichen Komfort und Sicherheit. Auch die Motoren sind
denen des größeren C3 gleich, funktionieren aber besser
im kompakten C2.
Fazit
Citroën hat gut über den C2 nachgedacht und kann sich
deswegen deutlich von der Konkurrenz unterscheiden. Es fängt
mit einem sicheren Erneuerungsdrang in Form von zwei
herausnehmbaren und verschiebbaren Rücksitzen an. Auch die
geteilte Heckklappe bewährt sich in der Praxis und verleiht
dem C2 den nachweislichen Mehrwert. Dabei wird der Newcomer mit
einer Anzahl von Gadgets im Bereich Luxus und Sicherheit angeboten,
die bis jetzt nur für eine höhere Klasse vorbehalten waren.
Im Bereich Design ist dem C2 etwas gelungen, was auch andere
Citroëns kennzeichnet: das Auto hat unverwechselbare
Anziehungskraft, ungeachtet der Fahreigenschaften. Das Versprechen
der Sportlichkeit des C2 wird eingehalten - die Motoren der
größeren C3 werden unverändert im kompakten C2
übernommen. So wie Citroën zum C3 sagte "La vie est
Belle", gilt für den C2 "La vie est schnell"!
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