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Die erste Überarbeitung hat vor ungefähr einem Jahr
stattgefunden, genau vor der IAA. Das waren vor allem Neuerungen an
seinem Äußeren. Die Formen wurden glatter und runder,
wodurch die Ausstrahlung des Almera etwas moderner, aber leider
auch, etwas anonymer wurde.
Der Innenraum wird durch ein auffallend großes Lenkrad
dominiert. Es passt vielleicht in einen Giganten, wie den Nissan
Patrol, aber für einen kompakten Mittelklassewagen, wie den
Almera, ist das wirklich ein enormes Ding. Manche Fahrer sind
gezwungen, das Lenkrad sofort in die höchste Position zu
bringen, weil ansonsten die Knie leiden. Während des Tests
haben wir uns übrigens doch an dieses ungewöhnlich
große Lenkrad gewöhnt, aber trotzdem bleibt es etwas
merkwürdig. Der Innenraum ist sehr gut vollendet, wobei
auffällt, dass diese letzte Almera-Generation durchdacht und
komplett ist. Alle Funktionen sind mit Tipptasten versehen.
Manuelles Schieben oder Klappen gehört beim Almera zur
Vergangenheit. Die hier gefahrene Acenta-Ausführung ist
außerdem sehr komplett. So ist dieses Mittelmodel standard
mit einer sehr effektiven Klimaanlage versehen. Selbst wenn das
Auto Stunden in der brennenden Sonne gestanden hat, kann die
Klimaanlage nach wenigen Sekunden Kaltluft produzieren. Nicht viel
später hängen, sozusagen, die Eiszapfen an den Fenstern!
Standardausstattung
Zur Standardausstattung des Acenta gehören desweiteren:
elektrische Fensterheber vorne und hinten, kompletter Bordcomputer
(kompletter Kraftstoffeinsparungsbericht mit Diagramm inkl.),
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und einem Audiosystem mit
Lenkradbedienung. Das Audiosystem spielt CD-RW ab, das Abspielen
von MP3-CD's ist leider (noch?) nicht möglich. Das einzige
Extra des Testautos ist ein DVD basiertes Navigationssystem. Dieses
System ist eines der neuesten Generation und lässt nichts zu
Wünschen übrig. Das heißt, erst nachdem der
Bestimmungsort eingegeben worden ist. Während auf der Karte
die "Heinrich Heine Allee" deutlich angezeigt wird, besteht diese
nicht als Ziel. Einige Experimente und diverse Kraftausdrücke
später, stellt sich heraus, dass unterschiedliche
Straßennamen andersherum gespeichert sind. "Heine,
Heinrich-Allee" gibt es doch als Bestimmungsort. Mit dieser
"gepachteten" Weisheit bringt das Navigationssystem den Fahrer
schließlich zu allen gewünschten Zielen.
Platz
Der Vordersitz ist groß und, dank der vielen
Verstellmöglichkeiten, auch Komfortabel für Langstrecken.
Hinten sieht es leider ganz anders aus. Der Platz auf der
Rücksitzbank ist deutlich kleiner als der Durchschnitt. Die
Erwachsenen können die Beine (die Kopffreiheit ist jedoch gut)
nur dann ausstrecken, wenn die Vordersitze ein wenig nach vorne
geschoben werden. Dem geringen Platz auf der Rücksitzbank
steht ein riesengroßer Kofferraum gegenüber.
Außerdem ist dieser ordentlich verarbeitet und mit diversen
Ablagen, Fächern und Netzen an den Seiten ausgestattet.
Letzteres kennzeichnet das ganze Auto, weil auch der Rest des
Innenraums mit reichlich Ablagen und Fächern versehen ist.
Vielleicht sind es nur Details, aber diese Details machen die
tägliche Praxis mit dem Auto spürbar angenehmer.
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DCi
Die größte Neuheit beim neuen Almera ist der neue
DCi-Dieselmotor. Dieser verwendet die zweite Generation der
Common-Rail- Technologie, was so viel bedeutet wie: bessere
Leistung, niedrigerer Verbrauch. Nissans Credo lautet "shift
expectations" und das macht der Hersteller mit diesem
Dieselmotor wirklich wahr. Während der Motor "nur" eine
Leistung von 112 PS hat, kann man die Leistung mit reinem Gewissen
als gut bezeichnen. Selbst nach einem Kaltstart ist der Motor
sofort bereit und verfügt immer über eine große
Reserve. Das gilt nicht nur in der Stadt, sondern auch auf der
Autobahn beschleunigt der Almera ausgezeichnet. Da das Triebwerk
direkt auf die Kommandos des Fahrers reagiert, fühlt man im
Almera die Geschwindigkeit und seinen Charaktersehr stark. Durch
die sehr dezenten Nebengeräusche, wird der Eindruck
verstärkt, dass dieser Diesel absolut tadellos funktioniert.
Es ist nicht übertrieben, wenn man diesen Almera DCi einen
schnellen Diesel nennt. Auch das zweite Versprechen des neuen
Diesels wird erfüllt. Nach einer Fahrt im belebten
Stadtverkehr, auf der Landstraße und auf der Autobahn liegt
der Verbrauch bei sensationellen 5 L/100 Km!
Die Kraft wird durch ein ziemlich mäßiges
Schaltgetriebe auf die Vorderräder übertragen. Selbst
wenn ein Gang eingelegt ist, hat der Schaltknüppel mehr Spiel
als der ganze Schaltweg bei einem Sportwagen. Dieses
übergroße Schaltspiel ist sehr
gewöhnungsbedürftig. Selbst nach einigen Tagen, kommt es
manchmal vor, dass anstatt des 1.Gangs versehentlich der 3.Gang
eingelegt wird. Zum Glück ist der Motor so robust, dass diese
Schaltfehler keine Probleme im belebten Verkehr verursachten.
Das Fahrgestell ist etwas weicher als durchschnittlich.
Während der Beratung hat sich der Hersteller vielleicht nur
nach der Präferenz des japanischen Kunden erkundigt, der gerne
etwas von der Straßenlage zugunsten des Komforts abgibt.
Deswegen geht der Almera etwas früher "durch die Federn" als
durchschnittlich, aber danach ist schnell neutral. Das
abschließende Resultat ist ein Auto, das durch viele als
komfortabel erfahren werden sollte, aber dennoch mindestens genauso
sicher ist, wie viele andere Autos.
Fazit
Wie lautet das Endurteil des Modells? Ohne weiteres gut, sogar
empfehlenswert. Der neue Nissans Almera ist durchgedacht, komplett
und funktionell. Das ist unter anderem der umfangreichen
Standardausstattung, der durchdachten Bedienung und den vielen
Staumöglichkeiten zu verdanken. Das sind Dinge, die vielleicht
während einer kurzen Testfahrt nicht auffallen, aber richtig
zählen, wenn ein Auto täglich benutzt wird. Die
Straßenlage ist auch sehr gut, aber durch die
europäische Brille gesehen, ein Bruchteil geringer, als die
der Konkurrenz. Das wird jedoch durch den neuen Diesel mehr als gut
gemacht. Der DCi-Motor hat viel Charakter und macht aus dem Almera
ein sehr flottes und angenehmes Auto.
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