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Wer im Frontera Platz nimmt, hat mehr den Eindruck in einer
Luxus-Limousine zu sitzen, als in einem Geländewagen. Gebettet
in Ledersitzen, fehlt es den Passagieren an nichts. Wie bei einem
Auto dieser Größe auch erwartet werden kann, ist das
Platzangebot hinten überwältigend. Die
Verarbeitungsqualität verrät aber, daß dieser Opel
eigentlich ein Isuzu ist. Der Wagen wird zwar in England gebaut,
hat aber die Ausstrahlung eines Top-Klasse Japaners und nicht die
eines deutschen Herstellers. Eingebettet in ein funktionelles, aber
leider wenig kreativ, gestaltetes Armaturenbrett, hat der Fahrer
die Kontrolle über: Sitzheizung, einen Bordcomputer,
Airconditioning, Einparkhilfe hinten und elektrische Fensterheber
vorne und hinten. Was aber sehr befremdend ist, ist das ein
Kompaß, Höhen und Neigungswinkelmesser nicht zur
Ausstattung gehören.
Zeichenrickfilm
Auf der Autobahn ist der Frontera in seinem Element. Der
Fahrtwind ist gut zu hören, genauso wie das V6 Triebwerk, aber
keines von Beiden ist wirklich störend. Weil vor Glatteis im
Radio gewarnt wird, wähle ich für den Test das spezielle
Winterprogramm. Der Frontera beschleunigt darum etwas weniger
enthusiastisch und man hört nun leider auch den permanenten
Allradantrieb etwas. In der Stadt scheint es, als ob der Motorblock
trotz seiner großen Power beim schnellen Anfahren alleine
durchgehen würden. Es fühlt sich ein bißchen so wie
in einem Zeichentrickfilm an, wo zuerst der Motorblock davonpricht
und dann erst der Rest vom Auto folgt. Da der Testwagen
Traktionskontrolle und ein Automatikgetriebe hat, kann jeder -pur
mit dem rechten Fuß- beeindruckende Sprints hinlegen.
Schön, aber schon wieder scheint es, als ob der Frontera kein
Geländewagen wäre.
Zum Glück sind die PS auch sehr sinnvoll im Gelände.
Der Frontera hat keinen Turbo oder Intercooler, so daß die
versprochenen 206 PS auch direkt zur Verfügung stehen, wie
sich das auch für einen Geländewagen gehört. Auch
auf unmöglich steilen Matschhügeln, auf unserem
Motorcross-Kurs vor der Tür, klettert der Frontera
mühelos hoch. Sogar bei tiefen Modderpfützen auf dem
Kurs, bahnt der Frontera sich problemlos einen Weg. Aber bei
wirklichem Gelände, wo vorher noch kein Weg gebahnt wurde,
bleibt der Frontera nach einigen Metern mit dem Bauch hängen
und der Abschleppwagen muß uns herausziehen. Die
Bodenfreiheit ist hier schlichtweg zu gering und auch die Ein- und
Auslaufecken sind zu klein. Der Wagen wurde ganz deutlich für
die Autobahn konzipiert, wenn auch Strand, Schnee oder Eis keine
Probleme verursachen. Auch mit einem Anhänger hat der Frontera
keine Mühe, die 3.2 Version darf maximal 2800 kg ziehen.
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Fazit
Da die meisten Geländewagen nicht oder kaum im Gelände
eingesetzt werden, hat sich Opel für ein Fahrgestell
entschieden, daß besser auf Autobahnfahrten abgestimmt ist,
als auf den Einsatz in unebenem Gelände. Als Luxus-Limousine
überzeugt der Frontera. Der 3.2 V6 mit Automatikgetriebe ist
das Serien-Topmodell des Frontera und hat jeglichen, erdenklichen
Luxus an Bord. Sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn
beweist der Frontera seine Eleganz als elegantes Reiseauto. Aber,
mir sträuben sich schon alle Haare, wenn ich daran denke,
diesen Giganten -mit dem Cw-Wert eines Ziegelsteins- wieder voll zu tanken...!
Ausreichend im Gelände und prima auf der Autobahn, ist der
Frontera ein teurer Spaß für denjenigen, der sich nicht
zwischen einer Luxus-Limousine und einem Geländewagen
entscheiden kann. Der Wagen ist zwar in beiden Klassen gut, aber in
jedem Punkt kann man ein anderes Auto finden, das besser oder
preiswerter ist. Deswegen ist der Frontera präzise zwischen
Luxus, Fahrkomfort und Off-Road Qualitäten abgestimmt, das
vielleicht für ein kleines, auserlesenes Publikum gerade
richtig sein kann.
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