Suzuki Vitara

Suzuki Vitara

Vital

Autotest | Was ist wichtiger als Erfolg? Erfolgreich zu bleiben! Und um erfolgreich zu bleiben, muss man mit der Zeit gehen. Daher stellt Suzuki den ganz neuen Vitara vor. Was hat der neue Vitara zu bieten?
 

Als Suzuki im Jahr 1988 den ersten Vitara vorstellte, war dieser in erster Linie ein Spaßmobil. Der Vitara hatte überzeugende Geländefähigkeiten und brachte seine Fahrer an Orte, die vorher nicht zugänglich waren.

Nach und nach wurde der Vitara zunehmend vom Geländewagen zum Personenauto verändert. Und mit dem neuen Vitara wird dieser Trend fortgesetzt. Was bleibt, ist der kräftige Anblick mit hoher Schulterlinie und einer hohen Nase.

Suzuki Vitara

Personalisierbar

Ein Auto wie der Vitara wird weniger als Arbeitstier denn vor als allem als Lifestyle-Fahrzeug gekauft. Aus diesem Grund kann der neue Vitara in vielerlei Hinsicht personalisiert werden. So sind das Dach und die Außenspiegel in kontrastierenden Farben lieferbar. Das Gitter, die Rahmen der Flutlichter und die "Kotflügel" sind wahlweise in Chrom, Matt oder Weiß ausführbar.

Die Instrumententafel ist mit einer matten Chromleiste versehen, kann aber auch in der gleichen Farbe ausgeführt werden wie das Fahrwerk. Sogar die Uhr steht in verschiedenen "Geschmacksrichtungen" zur Verfügung. So hat zum Beispiel der Testwagen eine analoge Uhr mit den Symbolen des chinesischen Tierkreises.

Suzuki Vitara

Platz

Der Vitara teilt sich viele Komponenten mit dem Suzuki SX4 S-Cross. Obwohl das coole Erscheinungsbild anderes vermuten lässt, ist der Vitara eine Nummer kleiner als der SX4 S-Cross! So bietet der Vitara 5 cm weniger Beinfreiheit im Fond; diese ist aber doch noch mehr als ausreichend.

Der Raum vorne lässt wenig zu wünschen übrig, aber leider sind die Sitze klein und die Kopfstützen zu niedrig, um effektiv die Sicherheit zu fördern. Wie es sich für ein Auto dieser Klasse gehört, ist der Sitz hoch, mit dem dazugehörigen einfachen Einstieg und einer guten Übersicht über den Verkehr. Da die Haube bequem vom Fahrersitz aus sichtbar ist, hat der Fahrer das Gefühl, ein großes, mächtiges Auto zu fahren. Die Erfahrung ist daher eine andere als beim S-Cross.

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Ausstattung

Der S-Cross ist vor allem als geräumiges Familienauto vorgesehen, während der Vitara als Lifestyle-Auto gedacht ist. Daher bietet Suzuki gerade beim Vitara die verschiedensten technologischen Höchstleistungen.

Am auffälligsten ist ein integriertes Audio-, Navigations- und Kommunikationssystem. Dies hat eine praktische "Startoberfläche", auf welcher alle Funktionen gleichzeitig abgelesen werden können. Suzuki unterstützt sowohl "Apple CarPlay" (Apple) als auch "Mirror-Link" (Android), um das Smartphone des Fahrers mit dem Auto zusammenarbeiten zu lassen.

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Auch auf dem Gebiet der Sicherheit geht der Vitara für Suziki mit großen Schritten vorwärts. Mit einem Radar in der Nase des Vitara wird der Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug gemessen. Werden diese gefährlich klein, dann warnt der Vitara mit Licht- und Tonsignalen. Wenn der Fahrer nicht darauf reagiert, bremst das Auto selbst, um einen Unfall zu vermeiden oder zumindest den Schaden zu begrenzen.

Der gleiche Radar wird auch für die "Adaptive Cruise Control" eingesetzt, welche die Geschwindigkeit automatisch an den übrigen Verkehr anpasst.

Motoren

Der Vitara ist mit einem Dieselmotor und einem Benziner lieferbar. Beide haben 1,6 Liter Hubraum und beide liefern 88 kW (120 PS).

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Durch die Leichtbauweise ist der Vitara mit Abstand das leichteste Fahrzeug in seinem Segment. Das Einstiegsmodell wiegt 1125 kg, das ist mit einem Stadtauto vergleichbar! Dennoch ist die Leistung des Benzinmotors ausreichend. Wer ruhig mit dem Verkehr mitfährt, wird den "1.6 VVT" nicht als unterbemessen erleben. Wenn jedoch mehr Leistung gefragt wird, um zum Beispiel reibungslos zu überholen oder bergauf zu fahren, dann greift der Benziner zu kurz.

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Vor allem in der Variante mit Automatikgetriebe ist dies gut bemerkbar. Außerdem fühlt sich die Automatik für den Fahrer nicht gut an und schaltet immer zur falschen Zeit. Zum Glück lässt sich die Automatik auch über "Flipper" hinter dem Lenkrad schalten, und dann lässt sich diese Variante einfach besser fahren als die manuelle Version.

Den mäßigen Leistungen steht zum Glück auch ein mäßiger Verbrauch gegenüber. Auf einer anspruchsvollen Fahrt mit Bergstraßen, Verkehr und einer langen Fotosession am Strand lag der Testverbrauch bei respektablen 6,2 Liter pro 100 km.

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Diesel

Der Dieselmotor hat dank des erhöhten Drehmoments (320 Nm) viel Reserve bereit und gibt dem Vitara daher ein reiferes Gefühl. Außerdem darf nur der Diesel einen Anhänger von 1.500 kg ziehen (1.200 kg beim Benziner).

Auf einer gleich anspruchsvollen Strecke wie beim Benziner kam der Testverbrauch mit dem Vitara Diesel auf 5,1 Liter pro 100 km; auch ein sehr bescheidener Wert für ein solches Auto.

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Straßenlage

Da der Vitara ein Lifestyle-Auto ist, gehört der Allradantrieb nicht zur Standardausstattung. Aber rein gefühlsmäßig ist der Vitara doch als Allradfahrzeug konzipiert. Die Variante mit dem Zweiradantrieb fühlt sich nämlich leicht und unsicher an. Dabei lehnt sich das Fahrwerk in schnellen Kurven über, was nicht gerade dazu beiträgt, Vertrauen zu dem Auto zu entwickeln.

Bei der Variante mit Allradantrieb ("AllGrip") ist der Vitara besser ausbalanciert, und das Auto fühlt sich stabiler und ruhiger an.

AllGrip

Die Variante mit AllGrip treibt standardmäßig nur die Vorderräder an. Nur wenn die Räder durchdrehen, wird der Antrieb auf den Hinterrädern eingeschaltet. Auf diese Weise spart man Kraftstoff. Aber per Knopfdruck kann der Fahrer wählen, wie der Allradantrieb verwendet wird.

So gibt es zum Beispiel einen "Sport"-Modus, in dem, um eine bessere Leistung zu erreichen, die Antriebskräfte in einer Kurve aktiv über die vorderen und hinteren Räder verteilt wird.

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Suzuki betont, dass der Vitara kein Geländewagen ist. Daher gibt es keinen "Sand"- oder "Schlamm"-Modus, sondern nur einen "Schnee"-Modus. Dennoch eignet sich der Vitara in der Praxis überdurchschnittlich gut für Geländefahrten!

So kann permanenter Allradantrieb ("lock") aktiviert werden, und dann sorgt die Elektronik dafür, dass der Motor immer dem Rad, das den meisten Widerstand hat (sprich: Grip) am meisten Antrieb sendet. Auch hat Suzuki eine bequeme Bergabfahrhilfe eingebaut.

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Auf diese Weise kommt der Vitara im Gelände weiter als die Konkurrenz. Trotz aller Innovationen behält der Vitara dabei die Stärken, die dieses Auto so erfolgreich gemacht haben.

Fazit

Suzuki hält den Vitara durch kontinuierliche Aktualisierung jung und vital. Der neue Vitara ist mehr Lifestyle-Auto und weniger Geländewagen als zuvor, ohne seinen Ursprung zu verleugnen.

Da der Vitara stärker zum Personenwagen geworden ist, haben sich die Fahreigenschaften deutlich verbessert, ohne dass dies dem Geländefahren zuviel geschadet hat. Der Komfort ist auf dem Level eines normalen Autos, und die Ausrüstung kann man progressiv nennen. Dank der vielen Möglichkeiten, das Autos dem eigenen Geschmack anzupassen, überzeugt der Vitara auch als Lifestyle-Auto.

plus
  • Relativ sparsam
  • Auch wendig im Gelände
  • überzeugt als Lifestyle-Auto
min
  • Unsichere Straßenlage mit 2wd
  • Mäßige Leistung beim Benziner
  • Kurze Sitze, zu niedrige Kopfstützen an den Vordersitzen