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Auch beim Empfang des Testautos, ist das Resultat des Facelifts
nicht direkt erkennbar. Erst wenn das Testauto neben dem "alten"
Yaris geparkt wurde, sind die Unterschiede sichtbar. Die
Scheinwerfer sind jetzt aus hellerem Glas gemacht, mit einer
Projektionslinse dahinten. Die Stoßstange ist die aus der
Terra-Ausführung, in Wagenfarbe lackiert und mit kleinen
Rammschutzpolstern aus Gummi versehen. In der Stoßstange ist
der Unterschied deutlicher sichtbar, mit einem nachdrücklich
anwesenden Lüftungsgitter und (aus der Luna-Ausführung) Breitstrahler.
Hinten ist die Erneuerung genauso subtil. Die Rückleuchten
haben eine neue Verglasung und sind jetzt gänzlich rot,
wodurch das Facelift am schnellsten und einfachsten zu erkennen
ist. Auch die Stoßstange hinten ist in der Lackfarbe
ausgeführt und mit einem Gummistoßschutz versehen. Der
Toyota hat auch neue Radkappen und eine kleine Antenne hinten auf
dem Dach, anstelle vorne. Die Ausstrahlung der beiden
Yaris-Generationen ist dennoch dieselbe: ein fröhliches,
rundes, modernes und kompaktes Auto. Der wichtigste Grund für
dieses Facelift ist, daß sich der neue Yaris jetzt perfekt
den neuesten Toyota-Modellen anschließt.
Die Projektion
Während des ersten Tests des Toyota Yaris, sorgte der
Innenraum für Erstaunen. Obwohl es nicht das erste Auto mit
einer nach vorne plazierten Windschutzscheibe und einer kurzen Nase
war, war der Effekt jedoch am deutlichsten im Yaris zu erkennen.
Jetzt ist diese Arbeitsmethode sehr gängig und es fällt
erst auf, wenn der Hersteller eine andere Anordnung wählt;
genauso wie der Designer es am Anfang vorhersagte.
In der Einteilung des Innenraumes hat sich nichts geändert.
Den größten Unterschied findet man beim eingesetzten
Material. Das Armaturenbrett ist mit sogenanntem "soft
touch"-Kunststoff gepolstert, genauso wie beim neuen Corolla und
beim Avensis. Das Material ist gleichzeitig weich und dauerhaft.
Die Farbkombination ist dunkler geworden, wodurch der Innenraum
kleiner und ein wenig spielerisch aussieht. Das Lenkrad ist mit dem
verchromten Toyota-Logo versehen. Auch einige andere Details sind
im Chrom ausgeführt und geben dem ganzen Innenraum eine edle Ausstrahlung.
Der besonderste Bestandteil des Innenraumes bleibt der Tacho.
Diesen findet man nicht hinter dem Lenkrad, sondern zentral auf dem
Armaturenbrett. Das hat den Grund, daß der Fahrer nicht nach
links, sondern geradeaus auf die Straße schaut. Um die
Geschwindigkeit ablesen zu können, ist es nötig sich auf
den mittleren Bereich zu fokussieren. Toyota geht doch noch ein
Schritt weiter, weil der Tacho nicht nur zentral plaziert ist,
sondern auch noch auf dem größt möglichen Abstand
zum Fahrer.
Das realisiert Toyota durch die Verwendung eines
Projektionssystems, bei dem sich die Geschwindigkeitsanzeige
irgendwo tief unter der Motorhaube zu befinden scheint. Die
Kontrollämpchen verwenden kein Projektionssystem und deswegen
scheinen sie über den Anzeigen zu schweben. In der
täglichen Praxis ist dieses System einfacher abzulesen, als
eine herkömmliche Geschwindigkeitsanzeige und das System
trägt (bescheiden) zur Sicherheit bei. Wenn die Beleuchtung
angeschaltet wird, dimmt das Display. In der Dunkelheit ist es
angenehm für die Augen, aber bei Tageslicht ist die Lesbarkeit vermindert.
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Ausstattung
Auch im Bereich Ausstattung wurde beim Yaris einiges
angepaßt. Der Bordcomputer (schon ab Basismodell!) und das
Audiosystem sind geblieben. Im Bereich Sicherheit ist jetzt jeder
Yaris mit ABS und EBD (Elektronischer Bremskraft Verteiler)
versehen, die Seitenairbags gibt es noch immer gegen Aufpreis. Auf
der Rücksitzbank gibt es jetzt ausschließlich 3-Punkt-Gurte.
Der 1.0 oder der 1.3?
Das Motorangebot ist im Lauf der Jahre immer umfangreicher
geworden, sogar inklusive eines Diesel. Der Yaris ist jetzt mit
drei Benzinmotoren lieferbar: einem 1.0 (siehe den ersten Test),
1.5 (der Test des Yaris T-Sports) und als Mittelmaß ein 1.3
Liter Motor. Im Vergleich zum 1.0-Liter Triebwerk ist die 1.3-
Liter Variante leiser und flexibler und scheint dadurch erwachsener
zu sein. Der 16-Ventiler dreht gerne hoch und kann im 2.Gang sogar
bis auf 100 km/h springen! Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h
dauert lt. Toyota 12,1 Sekunden, aber nach Gefühl ist der
Yaris 1.3 bedeutend schneller.
Die Broschüre berichtet stolz, daß der
Kraftstoffverbrauch des 1.0 und des 1.3-Liter Motors exakt gleich
ist. Das entspricht jedoch nicht den Testergebnissen. Während
des Tests mit der 1.0 Liter Variante kam der durchschnittliche
Verbrauch auf 5,13 Liter /100 km und bei dem hier gefahrenen
1.3-Liter auf 6,2 Liter/100 km. Angesichts des Preises und des
Verbrauchs des 1.3 Liter Motors bevorzugt die Redaktion deswegen
die 1.0-liter Version.
Die Straßenlage des Yaris ist vor allem sehr lebhaft. Er
ist kein kleines Auto, das in allen möglichen Weisen das
Fahrverhalten eines großen Autos nachzuahmen versucht,
sondern ein schönes, kompaktes Spaßauto. Der Yaris
fühlt sich auf der Autobahn zu Hause, aber auch auf
Landstraßen und in der Stadt ist er in seinem Element. Dort
ist das Auto handlich, flott und natürlich einfach zu parken.
Wenn dem Yaris alles abverlangt wird, ist das Resultat immer
dasselbe. Das Auto beginnt, fast bis auf den Meter vorhersagbar,
mit den Vorderräder weg zu rutschen. Der erneuerte Yaris
gehört deswegen noch immer zu den schönsten kompakten
Autos in diesem Moment.
Fazit
Genauso wie der Vorgänger, ist auch der erneuerte Yaris
eines der attraktivsten Kleinautos in diesem Moment. Eine Woche
testen - daran ist nichts auszusetzen. Der einzige kritische Punkt
ist vielleicht der Preis, weil Toyota sich der Qualität des
Autos vollkommen bewußt ist. Aber der Preis ist nicht
übertrieben.
Die Ausstattung ist sowohl im Bereich Luxus als auch Sicherheit
umfangreich und die Fahrqualitäten sind sehr gut.
Außerdem haben diverse Untersuchungen bewiesen, daß der
Toyota Yaris immer wieder zu den zuverlässigsten Autos
gehört. Der Einfluß des Facelifts ist begrenzt und es
bleibt die Frage, ob die Erneuerung nötig war, weil man beim
Toyota Yaris schlichtweg nicht viel verbessern konnte und kann.
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